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Tod im Morgengrauen - Bonifatius und die Bekehrung der Germanen

Theresia Katharina
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Heiliger Bonifatius (+ 5.Juni 754): Über allem das Schlimmste sind die Ränke falscher Brüder, die die Bosheit ungläubiger Heiden noch überbieten! Er fühlte sich inmitten von Wölfen: Überall Mühsal,…More
Heiliger Bonifatius (+ 5.Juni 754):

Über allem das Schlimmste sind die Ränke falscher Brüder, die die Bosheit ungläubiger Heiden noch überbieten! Er fühlte sich inmitten von Wölfen: Überall Mühsal, überall Leid! Außen Kämpfe, innen Ängste!

Wir wollen nicht stumme Hunde sein, nicht schweigende Späher, nicht Mietlinge, die vor dem Wolf fliehen , sondern besorgte Hirten, die über die Herde wachen, die dem Großen und dem Kleinen, dem Reichen und dem Armen, jedem Stand und Alter, gelegen oder ungelegen, den Rat Gottes verkünden!

Am Morgen des 5. Juni 754 stürmte eine Horde schwer bewaffneter Männer das Zeltlager von Bonifatius. Als der berühmte Missionar erkannte, dass es kein Entrinnen mehr gab, ermahnte er seine Leute, nicht zu den Waffen zu greifen und keinerlei Gegenwehr zu leisten. Furchtlos und unbewaffnet trat er den Angreifern entgegen. Er wurde zusammen mit seinen 51 Begleitern - christlichen Priestern, Mönchen und Laienanhängern - brutal ermordet.

Begraben wurde er im alten Kloster Fulda am 9. Juli 754, das zehn Jahre zuvor sein Mitarbeiter, der hl.Sturmius mit 7 Mönchen gegründet hatte, der heute am 17. Dezember seinen Gedenktag hat!

Es war eine Zeit des Umbruchs und der Neuorientierung, die Völkerwanderung war zum Stillstand gekommen, jetzt prallten die unterschiedlichen Wertmaßstäbe gegeneinander. War es wirklich der Christianisierung zu verdanken, dass sich die germanischen Horden zu zivilisierten Kulturträgern entwickelten? Noch waren Kirche und weltliche Macht keine Gegenpole, und die Christianisierung bedeutete gleichzeitig Gebietserweiterung.

Ab 722 war der heilige Bonifatius Missonserzbischof von Germanien und reiste unaufhörlich von Nord nach Süd, von Friesland bis Salzburg und gründete Bistümer neu oder organisierte sie besser!

Die Missionsarbeit des Bonifatius hatte in vielen Gebieten der germanischen Stämme Früchte getragen, aber er hatte auch mächtige Gegner, die eigene Interessen verfolgten. Die religiöse Situation entsprach einer Mischung aus germanischen Glaubensanteilen und vagen christlichen Vorstellungen. Bonifatius hatte einen ungeheuren Schlag gegen die Ungläubigen gewagt: Er hatte die uralte Donar-Eiche bei Fritzlar gefällt, die auf einem wichtigen Kultplatz der Germanen stand.

Der heilige Bonifatius hatte ein Händchen für die Germanen, sodass innerhalb weniger Jahrzehnte Germanien christlich wurde, daher ist sein Ehrentitel: Apostolus Germanorum= Apostel der Germanen/Deutschen !
Theresia Katharina
@Vered Lavan @PaulK @Viandonta @erzt Wir brauchen dringend einen neuen heiligen Bonifatius! Er hat unwürdige und treue Bischöfe abgesetzt und durch lehramtstreue, in jeder Hinsicht einwandfreie Bischöfe eingesetzt, von denen viele später selber heilig wurden und so wurde Germanien im 8.Jahrhundert gereinigt und der katholische Glaube blühte überall auf!
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Theresia Katharina
Heiliger Sturmius, Gedenktag 17. Dezember
Heute am 17.Dezember ist der Gedenktag des hl.Sturmius, des aus Freising stammenden Mitarbeiters des hl. Bonifatius. Er war Gründer (744 ) und 1.Abt des Klosters Fulda!
Theresia Katharina
Die Worte des hl.Bonifatius sind heute passender denn je:
Wir wollen nicht stumme Hunde sein, nicht schweigende Späher, nicht Mietlinge, die vor dem Wolf fliehen , sondern besorgte Hirten, die über die Herde wachen, die dem Großen und dem Kleinen, dem Reichen und dem Armen, jedem Stand und Alter, gelegen oder ungelegen, den Rat Gottes verkünden!