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Das kostbare Blut Jesu Christi

Sabrina
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Der Monat Juli ist dem kostbaren Blut Jesu Christi geweiht. GR Pfr. Josef Bauer aus Hohenzell hält eine Betrachtung zu diesem - oft in Vergessenheit geratenem - Thema.
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Unterpfand der treuen Liebe Gottes zur Menschenheit - zum Hochfest des Kostbaren Blutes

Der Pelikan nährt seine Jungen mit seinem eigenen Blut -
Tabernakelbekrönung in der Pfarr- und Wallfahrtskirche
Mariä Krönung, Oberried im Schwarzwald
In der Vergangenheit zeichnete sich der erste Sonntag im Juli durch die Verehrung des Kostbarsten Blutes unseres Herrn Jesus Christus aus. Einige meiner …More
Unterpfand der treuen Liebe Gottes zur Menschenheit - zum Hochfest des Kostbaren Blutes

Der Pelikan nährt seine Jungen mit seinem eigenen Blut -
Tabernakelbekrönung in der Pfarr- und Wallfahrtskirche
Mariä Krönung, Oberried im Schwarzwald
In der Vergangenheit zeichnete sich der erste Sonntag im Juli durch die Verehrung des Kostbarsten Blutes unseres Herrn Jesus Christus aus. Einige meiner verehrten Vorgänger im letzten Jahrhundert haben diese Frömmigkeitsform bestätigt, und der sel. Johannes XXIII hat mit dem Apostolischen Schreiben "Inde a primis" (30. Juni 1960) deren Sinn erklärt und die Litanei vom kostbarsten Blut approbiert. Dem Thema des Blutes, das mit dem des Paschalammes in Verbindung steht, kommt in der Heiligen Schrift höchste Bedeutung zu. Die Besprengung mit dem Blut der geopferten Tiere war im Alten Testament Zeichen und Besiegelung des Bundes zwischen Gott und dem Volk, wie im Buch Exodus zu lesen ist: "Da nahm Mose das Blut, besprengte damit das Volk und sagte: Das ist das Blut des Bundes, den der Herr aufgrund all dieser Worte mit euch geschlossen hat" (Ex 24,8).
Auf diese Worte nimmt Jesus ausdrücklich beim Letzten Abendmahl Bezug, wenn er seinen Jüngern den Kelch reicht und sagt: "Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden" (Mt 26,28). Und tatsächlich hat Christus von der Geißelung bis zur Durchbohrung seiner Seite nach seinem Tod am Kreuz sein ganzes Blut vergossen, als wahres Opferlamm für die allumfassende Erlösung. Der heilbringende Wert seines Blutes wird ausdrücklich an vielen Stellen des Neuen Testaments herausgestellt. Es mag genügen, (...) die schönen Worte aus dem Hebräerbrief zu zitieren: "Christus … ist ein für allemal in das Heiligtum hineingegangen, nicht mit dem Blut von Böcken und jungen Stieren, sondern mit seinem eigenen Blut, und so hat er eine ewige Erlösung bewirkt. Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer Kuh die Unreinen, die damit besprengt werden, so heiligt, daß sie leiblich rein werden, wie viel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst kraft ewigen Geistes Gott als makelloses Opfer dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen, damit wir dem lebendigen Gott dienen?" (9,11–14).


Kain erschlägt Abel -
Glasfenster in St. Gallus,
Merzhausen bei Freiburg
Liebe Brüder und Schwestern, im Buch Genesis steht geschrieben, daß das Blut Abels, der von seinem Bruder Kain erschlagen worden war, vom Ackerboden zu Gott schreit (vgl. 4,19). Und leider ist – heute wie gestern – dieser Schrei nicht verstummt, da weiterhin aufgrund von Gewalt, Ungerechtigkeit und Haß menschliches Blut fließt. Wann werden die Menschen lernen, daß das Leben unantastbar ist und allein Gott gehört? Wann werden sie verstehen, daß wir alle Brüder sind? Auf den Schrei aufgrund des vergossenen Blutes, der sich aus so vielen Teilen der Erde erhebt, antwortet Gott mit dem Blut seines Sohnes, der das Leben für uns hingegeben hat. Christus hat nicht das Böse mit Bösem vergolten, sondern mit dem Guten, mit seiner unendlichen Liebe. Das Blut Christi ist Unterpfand der treuen Liebe Gottes zur Menschheit. Den Blick fest auf die Wundmale des Gekreuzigten gerichtet, kann jeder Mensch auch im Zustand äußersten moralischen Elends sagen: Gott hat mich nicht verlassen, er liebt mich, er hat sein Leben für mich hingegeben; und so kann er wieder Hoffnung finden. Die Jungfrau Maria, die gemeinsam mit dem Apostel Johannes unter dem Kreuz das Vermächtnis des Blutes Jesu aufnahm, möge uns helfen, den unschätzbaren Reichtum dieser Gnade neu zu entdecken und innige und immerwährende Dankbarkeit dafür zu empfinden.
(Benedikt XVI. beim Angelusgebet am 5. Juli 2009)
Ja, verehren wir das kostbare Blut Jesu im Gebet vermehrt, das wäre sehr heilsam in vielen Bereichen.

Anstatt dieses "Hostien-dippen" in das (vermeintliche ???) Blut, sollten wir die Verehrung auf den Knien bevorzugen. Man bekäme da wieder einen anderen Zugang zum aller Heiligsten , was wir haben!
Jessi
@elisabethvonthüringen
Danke für die Info,aber ich kann mir unter den genannten Agierenden sehr wenig vorstellen,sehe nur,dass da vieles nicht so ist wie es sein sollte.
Wenn da Borgia-Päpste ähnliche Charaktere mit dabei sind,dann wird es noch lange so weiter gehen:Intrigen,Machenschaften,Gotteslästerer...ein übler Verein war das damals in dieser dunklen Zeit in der …More
@elisabethvonthüringen
Danke für die Info,aber ich kann mir unter den genannten Agierenden sehr wenig vorstellen,sehe nur,dass da vieles nicht so ist wie es sein sollte.
Wenn da Borgia-Päpste ähnliche Charaktere mit dabei sind,dann wird es noch lange so weiter gehen:Intrigen,Machenschaften,Gotteslästerer...ein übler Verein war das damals in dieser dunklen Zeit in der Kirchengeschichte:

Volker Reinhardt: Die Borgia. Geschichte einer unheimlichen Familie. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-62665-4 (= Beck'sche Reihe. Band 2741).
Ach Jessi, ich will Dich da nicht so reinziehen...
Dieser nachstehende Blogbeitrag (ein Wiener Blogger) macht am besten deutlich, wie verfilzt und hintertückisch die ganze "Brance" ist...
So ein modernes Borgia- Geflecht ist da am Werk.

Das Purpurnetzwerk

Aufmerksamen Beobachtern ist es natürlich nicht entgangen. Die gutgläubigen Parteigänger der Pfarrer-Initiative müssten es sehr genau …More
Ach Jessi, ich will Dich da nicht so reinziehen...
Dieser nachstehende Blogbeitrag (ein Wiener Blogger) macht am besten deutlich, wie verfilzt und hintertückisch die ganze "Brance" ist...
So ein modernes Borgia- Geflecht ist da am Werk.

Das Purpurnetzwerk

Aufmerksamen Beobachtern ist es natürlich nicht entgangen. Die gutgläubigen Parteigänger der Pfarrer-Initiative müssten es sehr genau wissen, sind aber entweder in erster Linie emotionsgesteuert oder reagieren darauf nach dem Motto „Jeder hat seine Geschichte“
Ja tatsächlich, jeder hat sie. Auch ein H. Schüller und ein U. Fischer und wie sie alle heißen mögen. Interessant sind nämlich die Fixpunkte, die gerade sie in unterschiedlichem Ausmaß verbinden. Netzwerke oder bestimmte Personen.

Interessant ist zweifellos die Rolle, die die ÖVP und dabei speziell die niederösterreichische VP spielt. Ist es Zufall, dass Herbert Kohlmaier trotz groß gefeiertem Rückzug immer noch als Missionar der „Laieninitiative“ rührig ist? Ist es Zufall dass der Sohn des ehem. ORF-Journalisten und Ex-VP-Spitzenpolitikers Kurt Bergmann, Wolfgang Bergmann nicht nur jahrelang Pressesprecher der Caritas (unter H. Schüller selbstverständlich) sondern schließlich auch Pressesprecher der ED Wien war (Generalvikar Schüller- richtig!) und nun neben einem einschlägigen Kirchenfrustbewältigungsbuch auch regelmäßig im Standard seinem früheren Chef sekundiert.

Womit wir bei der Seilschaft Nr. 2 wären: ORF; abgesehen von Bergmann, wer verdrängt hier beharrlich Schüllers brüderliche Verbindung mit dem ORF –Journalisten Christian Schüller? Natürlich tritt dieser im Unterschied zu Bergmann nicht öffentlich auf. Dass eine familiäre Verbindung zu Österreichs immer noch mächtigem Staatsfernsehen von größtem Nutzen ist, ist aber schwer von der Hand zu weisen.

Was besonders konsequent verdrängt wird, ist das Naheverhältnis von Udo Fischer und Helmut Schüller zum verstorbenen Wiener Alterzbischof Hans Hermann Groer. Zugegeben, es gibt und vor allem gab noch einige andere junge Kleriker, die unter Kardinal Groer erstaunlich schnell Karriere machten (der mittlerweile in Tirol zurückgezogen lebende frühere Sekretär der österr. Bischofskonferenz Michael Wilhelm etwa, oder der „jetzt –doch-wieder-Benediktiner“ Ildefons Fux u.a.m)
Da ich es vorziehe, nicht im Konjunktiv zu schreiben, halte ich es hier einfach nur als Faktum fest: Udo Fischer und Helmut Schüller verdanken ihre kirchliche Laufbahn ganz wesentlich ausgerechnet Kardinal Groer, zweifellos der Person, mit der sie heute am allerwenigsten in Verbindung gebracht werden möchten, was in erster Linie eine ausgesprochene Undankbarkeit ist. (Ob die Freundschaft Schüller- Bergmann auch etwas über Groer und dessen Kloster Göttweig zu tun hat, bleibt dahingestellt. Immerhin war Bergmanns Bruder längere Jahre Mönch von Göttweig, allerdings immer auf deutlicher Distanz zu H.H. Groer)
Kurz, was verbindet die Hauptproponenten der Pfarrer-Initiative unleugbar? Eine jahrzehntelange intensive Freundschaft mit der ÖVP, ein heißer Draht zum ORF und vor allem die mächtige Vaterfigur von Hans Hermann Groer.
Im säkularen Bereich spricht man da von gutem networking, im kirchlichen Bereich von Fügung, wobei man im Rückblick so manche Fügung wohl weislich überspringt.
Jessi
@elisabethvonthüringen
Sie langweilt das Thema möglicherweise,aber ich fange jetzt erst an zu verstehen was bei euch in Österreich los sein mag.Könnten Sie es nochmals klar und verständlich formulieren,was Sache ist?Vielleicht geht es anderen auch so.Ich habe gegoogelt wegen Pfarrer Schüller:Er kann es nicht ertragen nicht mehr Generalvikar zu sein,nichts mehr zu sagen zu haben und macht jetzt …More
@elisabethvonthüringen
Sie langweilt das Thema möglicherweise,aber ich fange jetzt erst an zu verstehen was bei euch in Österreich los sein mag.Könnten Sie es nochmals klar und verständlich formulieren,was Sache ist?Vielleicht geht es anderen auch so.Ich habe gegoogelt wegen Pfarrer Schüller:Er kann es nicht ertragen nicht mehr Generalvikar zu sein,nichts mehr zu sagen zu haben und macht jetzt was er will?

>Nach der Einsetzung von Christoph Schönborn als Erzbischof der Erzdiözese Wien wurde Schüller im September 1995 zum Generalvikar ernannt, dennoch im Februar 1999 überraschend wegen „tiefgreifender Meinungsverschiedenheiten“ von Kardinal Schönborn aus diesem Amt entlassen. Die Art der Kündigung war ungewöhnlich, da Schönborn die Kündigung nicht persönlich mitteilte, sondern Schüller nächtens das Kündigungsschreiben vor die Wohnungstür legte..
Am 25. April 2006 stellte er gemeinsam mit Pater
Udo Fischer die „Pfarrer-Initiative“ der Öffentlichkeit vor, die unter anderem gegen die „bedenkliche Entwicklung der Pfarrzusammenlegungen“ auftrat und die „Berufung aller Getauften zu Mitverantwortung, Mitentscheidung und Mitgestaltung“ in der Kirche unterstützen möchte. Es wurde auch die Weihe verheirateter Männer („viri probati“) zu Priestern vorgeschlagen. Am 19. Juni 2011 wurde der "Aufruf zum Ungehorsam" veröffentlicht, der unter anderem die Zulassung von Frauen und Verheirateten zum Priesteramt fordert und ankündigt, dass das Predigtverbot von Laien missachtet werden wird.<
RM
@Manfred
Der alte Kalender ist doch nach wie vor in Kraft, als Außerordentlicher Römischer Kalender. Dieses Fest war deswegen nicht früher an diesem Tag (falls das Datum stimmt), sondern es ist nach wie vor an diesem Tag. leider nur im Außerordentlichen Römischen Kalender, der auch der Maßstab für jene Priester ist, die im Außerordentlichen Römischen Ritus zelebrieren.

Eine "Krise" kriselt

wie ausgereizt die zur Kirchenkrise hochstilisierte Persönlichkeitskrise des Pfarrers von Probsdorf ist, zeigen diese beiden recht schaumigen , inhaltsarmen Kommentare in den beiden "Qualitätsmedien" Österreichs:
link a, link b,

sehr deutlich dagegen die Worte von Kardial Schönborn:
"Ungehorsam ist ein Kampfwort, das so nicht stehenbleiben kann. Da muss klar …More

Eine "Krise" kriselt

wie ausgereizt die zur Kirchenkrise hochstilisierte Persönlichkeitskrise des Pfarrers von Probsdorf ist, zeigen diese beiden recht schaumigen , inhaltsarmen Kommentare in den beiden "Qualitätsmedien" Österreichs:
link a, link b,

sehr deutlich dagegen die Worte von Kardial Schönborn:
"Ungehorsam ist ein Kampfwort, das so nicht stehenbleiben kann. Da muss klar differenziert werden. Einen Katholikentag oder einen österreichweiten Gesprächsprozess darüber wird es aber nicht geben"
"Wer bei der Weiheliturgie öffentlich und freiwillig ein Dienstamt in der Kirche übernommen hat, schadet der Gemeinschaft und sich selbst, wenn er mit diesem Wort leichtfertig umgeht. Meinungsumfragen können ihm die schwerwiegende Verantwortung für eine fundamentale Einheit in der Kirche nicht abnehmen."
peter filus
Hier finden ich alles um diesen Monat festlich zu gesalten.
Danke Herr Pfarrer Josef Bauer
Felizitas
Vergelt's Gott für diese wunderbare Betrachtung. Bitte um weitere Beiträge! Hezlichen Dank auch an Sabrina.
Manfred
Früher war am 1. Juli das Hochfest des kostbaren Blutes Jesu Christi.

Dieses wunderbare Fest wurde leider ganz gestrichen, dabei haben wir die Erlösung durch das kostbare Blut Christi heute nötiger denn je.
Benno
Vergelts Gott Herr Pfarrer für Ihre Worte.

In den normalen Pfarreien hört man nichts mehr davon, dass der Monat Juli dem kostbaren Blut Christi geweiht ist.