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Vom Kusse Gottes trunken: Hl. Bernhard von Clairvaux

Santiago74
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Monsignore Dr. Bernhard Kirchgessner über den "dreifachen Gotteskuss" im Hohelied- Kommentar des hl. Bernhard.
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M.RAPHAEL
Vielen Dank für den wichtigen Beitrag. Der gute Vortrag von Monsignore Dr. Bernhard Kirchgessner erklärt den Kern der zisterziensischen Brautmystik.

Der Novus Ordo erkennt, dass er ein Motivationsproblem hat. Nachwuchs bleibt aus, die Leute laufen weg. M. Kirchgessner hofft mit Hilfe der erfahrungsintensiven Subjektorientierung monastischer Theologie moderne „Sucher“ zu erreichen, die die …More
Vielen Dank für den wichtigen Beitrag. Der gute Vortrag von Monsignore Dr. Bernhard Kirchgessner erklärt den Kern der zisterziensischen Brautmystik.

Der Novus Ordo erkennt, dass er ein Motivationsproblem hat. Nachwuchs bleibt aus, die Leute laufen weg. M. Kirchgessner hofft mit Hilfe der erfahrungsintensiven Subjektorientierung monastischer Theologie moderne „Sucher“ zu erreichen, die die Esoterik vorziehen. Leider wird das nicht gelingen. Der moderne Mensch will eine Religion, die seinem Konsum- und Freiheitsbedürfnis entspricht. Er will sich selbst erlösen. Jeder sensible Leser des Heiligen Bernhard merkt sehr schnell, worauf es in der Brautmystik hinausläuft, nämlich der völligen Unterwerfung des Egos. Gott IST die Hingabe an die andere Person. Das eigene Ich, der innere Schweinehund, der Hochmut muss sterben. Sonst gibt es keinen Kuss. Das macht kein moderner Mensch mit. Er müsste regelrecht ins Mittelalter vor die Subjektphilosophie zurück.

Ich habe die Heiligenkreuzer durchaus gerne. Aber auch sie sind Novus Ordo. Ihre strenge Disziplin und Autorität basieren auf einem sozialen Machtspiel einer bestimmten katholisch konservativen Bevölkerungsgruppe. Das Einbringen der eigenen Machtansprüche ist das Salz in der Suppe. Es macht die Sache interessant, in etwa wie in einem elitären Männerverein. Man spielt miteinander, kämpft um Status, hilft sich gegenseitig aber auch und schottet sich gleichzeitig gegenüber der bösen Außenwelt ab. Radikales Schweigen und demütiges auf den Boden Schauen sind unerwünscht. Man soll sich innerweltlich voll einbringen. Sie haben keine Kapuzen, die voneinander trennen könnten.

Aus ihrer Sicht will ich das nicht kritisieren. Wenn sie das glücklich macht, warum nicht? Deshalb feiern sie den Novus Ordo. Er entspricht ihnen. Wie in diesem kann man sein Ich behalten, solange man nur gehorcht, d.h. solange man nur schön mitsingt. Das radikale Selbstopfer wird nicht vollzogen. Die echte Stille hat keinen Platz, die Stille, die allererst den wahren Himmel öffnet. Eine Abkehr von der Welt vollziehen sie nicht.

Noch einmal, im Sinne ihres eigenen irdischen Denkens ist dies weniger Kritik als eine Beschreibung. Sie sind sogar stolz auf ihre „Spiritualität“. Erfolgreich sind sie sowieso. Nur, kümmert sich Gott um irdischen Erfolg? Küsst er Manager?
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