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Der deutsche Schäfer ringt den schweizer Berhardiner nieder

Der Mahnruf an S.E. Bischof Bernard Fellay soll dazu dienen, Bischöfe, Priester und Gläubige der Priesterbruderschaft Sankt Pius X an die von unserem Gründer vorgezeichnete Linie zu erinnern. Auch …More
Der Mahnruf an S.E. Bischof Bernard Fellay soll dazu dienen, Bischöfe, Priester und Gläubige der Priesterbruderschaft Sankt Pius X an die von unserem Gründer vorgezeichnete Linie zu erinnern. Auch ist es an der Zeit, die von Erzbischof Lefebvre in der aufgezeichneten Osterpredigt von 1986 aufgeworfene FRAGE DES PROBLEMS DER AUTORITÄT IN DER NEUEN KONZILSKIRCHE ernstlich in Angriff zu nehmen.
P.Florian Abrahamowicz
CSc
@Großinquisitor

Danke für Ihre Antwort. Ich werde mich genauer damit beschäftigen müssen. Ich habe mir noch ein paar Videos von P. Abrahamowicz angesehen. Das ist nicht uninteressant.
Großinquisitor
@CSc:

Was da Dr. Barth da behauptet, steht im Widerspruch zu Cum ex apostolatus officio. Er kennt mit ziemlicher Sicherheit diese Bulle, d.h. er schreibt wider besseres Wissen.

Außerdem stützt sich der sog. Sedisvakantismus (diese Bezeichnung ist im übrigen irreführend!) nur sekundär auf die Frage des häretischen Papstes, sondern vielmehr auf die Tatsache, daß die Konzilskirche nicht die 4 …More
@CSc:

Was da Dr. Barth da behauptet, steht im Widerspruch zu Cum ex apostolatus officio. Er kennt mit ziemlicher Sicherheit diese Bulle, d.h. er schreibt wider besseres Wissen.

Außerdem stützt sich der sog. Sedisvakantismus (diese Bezeichnung ist im übrigen irreführend!) nur sekundär auf die Frage des häretischen Papstes, sondern vielmehr auf die Tatsache, daß die Konzilskirche nicht die 4 Merkmale hat, die laut römischen Katechismus die wahre Kirche hat. Also gerade die Lehre von der Sichtbarkeit der Kirche führt zur Ablehnung der konziliaren Hierarchie.

Eine interssante Einführung zu der Thematik ist gerade erst vor ein paar Tagen veröffentlicht worden:

www.traditionalmass.org/images/articles/TradsInfall.pdf
Großinquisitor
@CSc:

Ich habe früher auch so gedacht. Aber was Dr. Barth sich dazusammenschreibt stimmt, wie des öfteren, hinten und vorne nicht.
CSc
Sedisvakantismus. Die Lösung?

„Nehmen wir einmal an [der Papst] verträte tatsächlich formale Häresien [...]
Selbst dann gibt es, wenn man die traditionellen Auskünfte namhafter Theologen der vergangenen Jahrhunderte miteinander vergleicht, auch nicht annähernd eine Übereinstimmung darin, ob etwa eine Einzelperson oder eine Gruppe von Gläubigen, mag es sich sogar um Kleriker handeln, befugt wäre,…More
Sedisvakantismus. Die Lösung?

„Nehmen wir einmal an [der Papst] verträte tatsächlich formale Häresien [...]
Selbst dann gibt es, wenn man die traditionellen Auskünfte namhafter Theologen der vergangenen Jahrhunderte miteinander vergleicht, auch nicht annähernd eine Übereinstimmung darin, ob etwa eine Einzelperson oder eine Gruppe von Gläubigen, mag es sich sogar um Kleriker handeln, befugt wäre, zu erklären, daß der Papst eines Amtes verlustig gegangen und die Sedisvakanz eingetreten sei. Einen kurzen, aber sehr hilfreichen Überblick gewährt die in der Arbeit von Arnaldo Xavier da Silveira abgedruckte Tabelle, auf der die höchst unterschiedlichen Antworten bedeutender früherer Theologen zusammengestellt sind, was im Falle eine ‚papa haereticus‘ zu geschehen habe (L’Ordo Missae de Paul VI: Qu’en penser? Vouillé 1975, 220 f.). Von einem ‚consensus theologorum‘ ist man weit entfernt. [...] Mit einem Urteil, der Stuhl Petri sei derzeit unbesetzt, würde man sich nach allen unseren Überlegungen eine Kompetenz anmaßen, die dem Katholiken einfach nicht zusteht.
[Man müsste feststellen, dass der Heilige Vater vom Glauben abgewichen sei.] Wer kann diesen Abfall vom Glauben aber nun feststellen? Eben nie und nimmer einzelne Gläubige [mögen die Dinge auch scheinbar klar vor Augen liegen]! Der Kirchenhistoriker August Franzen gibt die auch für unsere Tage im wesentlichen noch gültige Antwort: ‚Das dem Kaiser seit der Gregorianischen Reform abgesprochene Depositionsrecht fiel dem im 12. Jahrhundert neubelebten Generalkonzil zu, wobei man sich der Rechtsfiktion bediente, daß ein Papst zwar auch vom Konzil nicht ‚abgeurteilt‘ werden dürfe, es diesem aber zustehe, darüber zu befinden, ob er für seine Person Häretiker (im weiteren Sinne) sei, und daraus die Konsequenzen zu ziehen; da ein Häretiker nicht Papst sein könne, sei in diesem Falle der Päpstliche Stuhl als vakant zu betrachten und neu zu besetzen.‘ [August Franzen, Konziliarismus, in: Die Entwicklung des Konziliarismus 76] Bis daß ggf. später einmal eine derartige Konzilsentscheidung ergeht, so sie nötig sein sollte, bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten.
Die vielfache Zersplitterung und die dadurch bedingte Ineffizienz jener Gruppen, die – mögen ihre persönlichen Gründe noch so ehrenwert sein – der Versuchung nicht widerstehen können, die derzeitige immense Krise sozusagen mit der Brechstange zu lösen, legen ein deutliches Zeugnis gegen diesen Weg ab. Mittlerweile schrecken manche Vertreter des Sedisvakantismus ja nicht einmal mehr vor dem absurden Schritt zurück, ein selbstgestricktes Konklave mit dem Ziel einer Papstwahl einzuberufen; bald wird jedes Grüppchen seine eigene derartige Versammlung abhalten. Man fragt sich, ob die traditionstreuen Gläubigen der Lächerlichkeit preisgegeben werden sollen!
[...] bei völligem Fehlen jeder sichtbaren Kirchenstruktur, wenn ein solcher Zustand überhaupt je möglich ist, d.h. nicht den Merkmalen der Kirche zuwiderläuft, wäre man auf die unmittelbare Wiederkunft des Herrn fixiert. Tritt diese, wie offenkundig, wider Erwarten doch nicht so schnell ein, nun, dann schafft man sich eben selbst eine neue Hierarchie. Absurditäten über Absurditäten! Wenn solche Versuchungen in den Reihen der noch integral gläubigen Katholiken auftreten sollten, die nur neue Spaltungen mit sich brächten und damit dem ‚Durcheinanderbringer‘, dem ‚Diabolos‘, in die Hände spielen würden, müssen wir uns an die Worte unseres Herrn erinnern, nach denen wir alle falschen Propheten an ihren Früchten erkennen (Mt 7,20).
Auf der anderen Seite ergibt sich [...] die strenge Verpflichtung eines Katholiken, den Kurs der ‚Selbstzerstörung der Kirche‘ (Papst Paul VI.) [Osservatore Romano vom 8. Dezember 1968] nicht nur nicht mitzutragen, sondern sogar so klug und einsatzfreudig wie möglich gegen ihn aktiven Widerstand zu leisten. In den Fällen, wo aus der kirchlichen Hierarchie nicht mehr die Stimme Gottes spricht, kommt der Satz aus der Apostelgeschichte zum Tragen: ‚Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen‘ (Apg 5,29).
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. ist von Anfang an konsequent diese Aufgabe angegangen. Dabei verstand sie es, den Weg einer gesunden Mitte einzuschlagen. Sie will sich einerseits nicht das Recht anmaßen, einen Amtsverlust der derzeitigen Hierarchie zu deklarieren, wozu sie immer von sedisvakantistischen Gruppen aller Schattierungen aufgefordert wird. Es ist daher absolut folgerichtig, daß in ihren Einrichtungen Bilder des Papstes hängen, die man sonst wohl in katholischen Gemeinden weitgehend vermißt, und daß in allen von ihr gefeierten hl. Messen und Andachten namentlich für [den Heiligen Vater] gebetet wird. Ferner werden seine Heiligsprechungsakte anerkennt, im Prinzip orientiert man sich – trotz deren erheblicher Schwächen – am neuen Kirchenrecht von 1983 und an der neuen Ablaßordnung.
Andererseits ist die Priesterbruderschaft St. Pius X. nicht dem Irrtum jener Gruppen verfallen, die nach [den Bischofsweihen] 1988 plötzlich, und sei es auch aus einem verständlichen Gewissenskonflikt, im Papst und den Diözesanbischöfen, meist mehr der Not gehorchend als dem eigenen Triebe, die Hüter der katholischen Tradition zu betrachten begannen [...].
Jene Katholiken dürfen nunmehr die für die Kirche geradezu lebensnotwendige Kritik am Konzil und den nachkonziliaren Entwicklungen nicht mehr laut äußern, wenn sie ihren [...] Bestand nicht gefährden wollen. [...] So steht die Priesterbruderschaft St. Pius X. heute weltweit als die einzige wirklich konsequent argumentierende und kompromißlos handelnde katholische Gemeinschaft da, die, unter vielen Opfern und von allen Seiten angefeindet, dem kirchlichen Ausverkauf schlagkräftig wehrt.“
(Barth, Heinz-Lothar, Keine Einheit ohne Wahrheit! – Überlegungen zur antichristlichen Ideologie des Ökumenismus Teil I, Stuttgart 1999, S. 39-43)
Apollonia
Etwa 40 neue Gemeinschaften im 20. Jahrundert, die weltkirchliche Bedeutung erlangt haben, haben alle durchweg folgende Kriterien gemeinsam:

*klares Bewusstsein über die Sakramente, die Eucharistie im Zentrum
*Treue gegenüber Kirche, Wort Gottes und Lehramt (durchgehend)
*Marianisch
*Evangelisatorisch (nach aussen)


und: wird nur Menschenweisheit vermittelt oder ist etwas dabei, was meine Seel…More
Etwa 40 neue Gemeinschaften im 20. Jahrundert, die weltkirchliche Bedeutung erlangt haben, haben alle durchweg folgende Kriterien gemeinsam:

*klares Bewusstsein über die Sakramente, die Eucharistie im Zentrum
*Treue gegenüber Kirche, Wort Gottes und Lehramt (durchgehend)
*Marianisch
*Evangelisatorisch (nach aussen)


und: wird nur Menschenweisheit vermittelt oder ist etwas dabei, was meine Seele nährt?

Diagnose: Inhaltlich fehlt Wesentliches.
CSc
P. Florian Abrahamowicz kritisiert die Gespräche mit Rom. Bischof Alfonso de Galarreta FSSPX sagt dazu:

"Diejenigen, die sich bitter und aus Prinzip jedem Kontakt mit den Modernisten widersetzen, erinnern mich an eine Evangelienstelle. Als unser Herr in einer Stadt nicht aufgenommen wurde, schlugen Jakobus und Johannes – die Donnersöhne – ihm vor, wenn er wolle, Feuer vom Himmel fallen zu …More
P. Florian Abrahamowicz kritisiert die Gespräche mit Rom. Bischof Alfonso de Galarreta FSSPX sagt dazu:

"Diejenigen, die sich bitter und aus Prinzip jedem Kontakt mit den Modernisten widersetzen, erinnern mich an eine Evangelienstelle. Als unser Herr in einer Stadt nicht aufgenommen wurde, schlugen Jakobus und Johannes – die Donnersöhne – ihm vor, wenn er wolle, Feuer vom Himmel fallen zu lassen, um die Stadt zu verzehren. Unser Herr übergeht mit Nachsicht diesen monumentalen, aber naiven Hochmut der Apostel – als ob er sie bräuchte, um die Probleme zu lösen! – und antwortet: Ihr wisst nicht, wes Geistes ihr seid (vgl. Lk 9,51-56). Ja, sie hatten den Heiligen Geist noch nicht empfangen, welcher die Liebe in die Herzen gießt. Sie wussten nicht, welchen Geistes sie waren. Sie waren dem bitteren Eifer verfallen. [...]
Wie hat sich die Liebe unseres Herrn geoffenbart? Durch Krieg, durch Anatheme, durch Verurteilungen, durch Herabrufen des Feuers vom Himmel? Nein, dieses Werk der Liebe hat sich durch Demut, durch Demütigung, durch Gehorsam, durch Geduld verwirklicht, durch Leiden, Tod und Verzeihung selbst gegenüber seinen Feinden am Kreuz. Sein ganzes Leben lang hat unser Herr alle möglichen und vernünftigen Mittel angewandt, um die Pharisäer zur Annahme der Wahrheit zu bewegen, um ihnen Heil und Vergebung anzubieten. Dem müssen wir folgen, ganz einfach.
Ich sehe nicht, inwiefern die lehrmäßige Festigkeit im Widerspruch stünde zur geschmeidigen, erfinderischen, ja sogar kühnen Liebe. Ich kann es nicht sehen! Ich verstehe nicht, wie die doktrinale Unbeugsamkeit im Gegensatz stehen sollte zu herzlichem Mitleid, zum missionarischen und apostolischen Eifer der Liebe. Wir brauchen nicht eine Wahl zu treffen: entweder Glaube oder Liebe. Wir müssen beide umfassen. Mehr noch: Ohne Liebe bin ich nichts, selbst wenn ich einen Berge versetzenden Glauben hätte. Wenn ich die Liebe nicht habe, bin ich nichts. Wenn ich mein Leben für die Armen dahingäbe, aber die Liebe nicht hätte, bin ich nichts (vgl. 1 Kor 13,3).
Lesen Sie des heiligen Paulus Lobpreis der Liebe im Korintherbrief (1 Kor 13), wenden Sie ihn auf das Leben unseres Herrn an, und Sie wissen ohne möglichen Zweifel, worin der katholische Geist besteht. Die Liebe ist geduldig, die Liebe ist gütig, sie ist nicht neidisch, die Liebe sucht nicht den eigenen Vorteil, sie ist nicht nachtragend, sie vergilt Böses mit Gutem, die Liebe entschuldigt alles, glaubt alles, hofft alles, erleidet alles. Auf diese Weise können wir wahrhaft am Wiederaufbau des Glaubens mitarbeiten, an der Erneuerung aller Dinge in Christus."
Tante Klara
Gibt es irgendwelche inhaltlichen Einwände gegen das, was hier gesagt wurde?
Apollonia
P. Florian Abrahamowicz ist seit Februar 2009
aus der Piusbruderschaft ausgeschlossen.
Nun richtet er einen "Mahnruf" an den Generaloberen
der Piusbruderschaft. (kopfschüttel)
Absurdistan pur...
Großinquisitor
@PiuXP

Und warum bezeichnete dann Erzbischof Lefebvre den Sedisvakantismus als ernstzunehmende Hypothese?
PiusXP
"Ich habe die Gläubigen immer davor gewarnt, zum Beispiel vor den Sedisvakantisten."
Erzbischof Lefebvre fünf Monate vor seinem Tod 1990