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22 spanische Märtyrer der "Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria" (Martires Oblatos)

Nikolaus
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Im Juli 1936 wurden, in den antirelgiösen Wirren des spanischen Bürgerkrieges, 22 Angehörige der Ordensgemeinschaft "Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria" zu Märtyrern. Die Missionare Oblaten der …More
Im Juli 1936 wurden, in den antirelgiösen Wirren des spanischen Bürgerkrieges, 22 Angehörige der Ordensgemeinschaft "Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria" zu Märtyrern.

Die Missionare Oblaten der Makellosen Jungfrau Maria hatten sich 1929 im Bahnhofsviertel von Pozuelo angesiedelt. Sie übten eine Art Kaplansdienst aus und lebten dort in drei Kommunitäten. Auch in den nahen Pfarreien arbeiteten sie pastoral mit: sie übernahmen den Predigtdienst und die Beichtseelsorge, besonders in der Fastenzeit und der Karwoche. Die Scholastiker gaben Katechismusunterricht in vier Pfarreien und die Oblatenschola trug zur Feierlichkeit der Liturgie bei. Diese Tätigkeiten begannen, den revolutionären Gruppierungen des Bahnhofsviertels (Sozialisten, Kommunisten und Gewerkschafter, extremen Laien) aufzufallen. Sie gaben sich große Mühe zu zeigen, dass „i frati“ (so nannten sie die Oblaten) der Antrieb für das religiöse Leben in Pozuelo und der Umgebung waren.

Die Oblaten ließen sich nicht einschüchtern. Sie strengten sich an, die Vorsichtsmaßnahmen zu verdoppeln, bemühten sich ruhig und gelassen zu bleiben und nahmen es auf sich, auf keine provozierende Beleidigung zu antworten. Sicher ließ sich keiner der Ordensleute in politische Aktivitäten verwickeln, auch nicht gelegentlich. Sie setzten die geistliche und geistige Ausbildung fort, ohne auf die unterschiedlichen pastoralen Aktivitäten zu verzichten, die Teil der priesterlichen und missionarischen Ausbildung der Scholastiker waren.

Obwohl die revolutionären Drohungen immer aggressiver wurden, dachten die Oberen der Oblaten nicht, dass die Situation noch schlimmer werden würde. Sie konnten sich nicht vorstellen, dass sie, nur aufgrund ihres Glaubens an Gott, eines Tages Opfer eines so großen Hasses werden könnten. Am 20. Juli 1936 versammelten sich junge Sozialisten und Kommunisten und legten Brände in Kirchen und Klöstern, besonders in Madrid. Die Milizen von Pozuelo für ihren Teil überfielen die Kapelle des Bahnhofsviertels, trugen Bilder und Ornamente auf den Platz und zündeten sie bei einer improvisierten sakrilegischen Orgie an. Danach legten sie einen Brand in der Kapelle und schließlich wiederholten sie das Schauspiel in der Pfarrkirche.

Am 22. Juli um drei Uhr nachmittags überfiel eine ansehnliche Gruppe von Milizen das Kloster. Sie waren mit Gewehren und Pistolen bewaffnet. Das erste, was sie taten, war, die Ordensleute unter Arrest zu setzen. Es waren 38 Oblaten, die in einem kleinen Raum eingeschlossen und streng bewacht und mit Waffen bedroht wurden. Es war ein Moment größter Anspannung, zumal alle glaubten, der Moment des Todes sei gekommen. Angesichts des nervösen, groben und ungeordneten Verhaltens der Milizen war kaum etwas anders zu erwarten. Sofort danach fuhren die Milizen fort, das Haus genauestens nach Waffen zu durchsuchen. Doch alles, was sie fanden waren religiöse Bücher, Bilder, Kruzifixe, Rosenkränze und liturgische Gewänder. Aus den oberen Stockwerken wurde alles die Treppen hinuntergeworfen, um es schließlich auf dem Platz zu verbrennen.
Die Oblaten waren Gefangene im eigenen Haus, im Speisesaal zusammengetrieben, dem einzigen Raum mit vergitterten Fenstern.

Erste Opfer

Am 24. etwa um drei Uhr in der Nacht fanden die ersten Exekutionen statt. Ohne Befragung, ohne jede Anschuldigung, ohne Verhandlung, ohne Verteidigung riefen sie sieben Ordensmänner heraus und trennten sie von den anderen. Die ersten verurteilten waren:

Juan Antonio Pérez Mayo, Priester und Professor, 29 Jahre
Manuel Gutiérrez Martín, Student, Subdiakon, 23
Cecilio Vega Domínguez, Student, Subdiakon, 23
Juan Pedro Cotillo Fernández, Student, 22
Pascual Aláez Medina, Student, 19
Francisco Polvorinos Gómez, Student, 26
Justo González Lorente, Student, 21.

Ohne irdendeine Art von Erklärung ließen sie sie in Fahrzeuge steigen und brachten sie zum Martyrium. Die restlichen Oblaten blieben im Haus und verbrachten die Zeit im Gebet, um sich auf einen guten Tod vorzubereiten.

Irgendjemand, wahrscheinlich der Bürgermeister von Pozuelo, machte Madrid auf die Gefahr aufmerksam, die Übrigen könnten fliehen, und noch am selben Tag, dem 24. Juli, kam ein LKW voller Sturmtruppen mit dem Auftrag, die Ordensleute in Gewahrsam zu bringen. Am darauffolgenden Tag, nach der Erledigung einiger Formalitäten, wurden sie unerwartet wieder freigelassen.

Leben im Untergrund und Leidensweg in Madrid

Die Oblaten suchten Zuflucht in Privathäusern. Der Provinzial brachte sich selbst in Gefahr, um ihnen Mut zu machen und die Kommunion zu bringen. Im Oktober jedoch gab es von neuem den Befehl, sie aufzuspüren und gefangen zu nehmen. So wurden sie wieder im Gefängnis eingesperrt. Sie erlitten ein langsames Martyrium des Hungers, des kalten Schreckens und der Drohungen. Einige Zeugnisse von Überlebenden sprechen von der heroischen Geduld, mit der sie diese schwierige Situation annahmen, die ihnen die Wahrscheinlichkeit des Martyriums immer bewusster machte. Unter ihnen herrschten ein Geist der Liebe und ein Klima des stillen Gebets.

Im November kam für die meisten von ihnen das Ende dieses Leidensweges. Am 7. des Monats wurden Pater José Vega Riaño, Priester und Ausbilder, 32 Jahre und Frater Serviliano Riaño Herrero, Student, 30 Jahre, erschossen. Als sie vom Henker gerufen wurden, konnten sie sich noch der Zelle von P. Mariano Martín nähern und durch das Gitter die Absolution empfangen.

Das Blutbad von Paracuellos

20 Tage später traf es die übrigen 13 Oblaten. Das Prozedere war für alle gleich. Sie wurden nicht beschuldigt, nicht verurteilt, konnten sich nicht verteidigen und erhielten keine Erklärung. Durch Lautsprecher wurden lediglich ihre Namen verkündet:

Francisco Esteban Lacal, Provinzial, 48 Jahre.
Vicente Blanco Guadilla, Superior, 54 Jahre.
Gregorio Escobar García, Neupriester, 24 Jahre.
Juan José Caballero Rodríguez, Student, Subdiakon, 24 Jahre.
Publio Rodríguez Moslares, Student, 24 Jahre.
Justo Gil Pardo, Student, Diakon, 26 Jahre.
Angel Francisco Bocos Hernández, Bruder, 53 Jahre.
Marcelino Sánchez Fernández, Bruder, 26 Jahre.
José Guerra Andrés, Student, 22 Jahre.
Daniel Gómez Lucas, Student, 20 Jahre.
Justo Fernández González, Student, 18 Jahre.
Clemente Rodríguez Tejerina, Student, 18 Jahre.
Eleuterio Prado Villarroel, Bruder, 21 Jahre.

Am 28. November 1936 mussten sie das Gefängnis verlassen, wurden nach Paracuellos de Jamara gefahren und dort erschossen. Ein Scholastiker, der zusammen mit P. Delfin Monjo mit zusammengebundenen Beinen in einem LKW transportiert wurde, wurden rätselhafterweise ganz in der Nähe des Hinrichtungsortes freigelassen. Unterwegs sagte er zu seinem Begleiter: „Pater, geben sie mir die Generalabsolution und erwecken sie einen Akt der Reue!“ Der Pater erinnerte sich 18 Jahre später: „Wie schade, dass ich damals nicht gestorben bin. Niemals war ich so gut auf den Tod vorbereitet!“

Es war nicht möglich, Augenzeugenberichte über die Hinrichtung dieser 13 Diener Gottes zu bekommen. Der Leichenbestatter erklärt: Ich bin vollkommen davon überzeugt, dass am 28. November 1936 einer der Patres die Milizen gebeten hat, allen seinen Mitbrüdern Lebewohl sagen und ihnen die Absolution erteilen zu dürfen. Aus Gnade wurde es ihm gestattet. Als er dies getan hatte, rief er laut aus: „Wir wissen, dass ihr uns umbringt, weil wir katholisch sind und weil wir Ordensleute sind. Und wir sind es. Dennoch vergeben ich und meine Mitbrüder euch von Herzen. Es lebe Christus der König!“ Einige Ordensleute anderer Kongregationen wurden zusammen mit ihnen hingerichtet; dem, der dieses Zeugnis gegeben hat, schien es, dass der Provinzial der Oblaten der Protagonist dieses Tages war. Andere wollen diese Worte dem Provinzial der Augustiner, P. Avelino, zuschreiben.

Der Neupriester Gregorio Escobar hatte seiner Familie schon früher geschrieben: „Die Erzählungen über die Märtyrer, die in der Kirche immer existiert haben, haben mich immer im Innersten meiner Seele berührt, und während ich sie las, spürte ich ein geheimes Verlangen, ihnen auf diesem Weg nachzufolgen. Das ist das größte Priestertum, nach dem alle Christen streben können: alles hinzugeben für Gott, den eigenen Körper und das eigene Blut als Opfer für den Glauben. Welch ein Glück wäre es für Christus zu sterben!“ Im Diözesanen Teil des Seligsprechungsprozesses wurde dokumentiert, dass alle starben indem sie das Glaubensbekenntnis ablegten und ihren Henkern vergaben, und dass trotz der psychischen Qualen, die sie während der grausamen Gefangenschaft erleiden mussten, niemand abgefallen ist, den Glauben verloren hat, oder bereut hat, das Ordensleben gewählt zu haben.

Ihre Angehörigen, die Oblaten und das christliche Volk haben sie vom ersten Moment an für Märtyrer gehalten, da sie überzeugt waren von ihrer Treue bis zum Tod, und sie bitten Gott, dass die Kirche sie als echte christliche Märtyrer anerkennt. Der Seligsprechungsprozess wurde auf diözesaner Ebene am 11. Januar 2000 abgeschlossen und nach Rom übermittelt.

Der Termin der Seligsprechung der 23 Märtyrer von Pozuelo ist auf den 17. Dezember 2011 festgelegt worden.

Text von generalpostulationomide.weebly.com/martyrer.html
Conde_Barroco
Dios mio! cuanta sangre en mi patria materna! Dios apiadate de la nación española. cuanto odio, cuanta maldad. Y siempre sufren los mas inocentes!

O mi Jesu! Remitte nobis peccata nostra, custodi nos ab igne inferi, attrahe omnes animas ad caelum, praecipue illas maxime egentes misericordiae tuae!