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lebensreich

kinoINtalk
Das ist der Clip zum 8.12 und angesichts des symbolhaften Datums hoffe ich auf eine rege Diskussion

Please type your posting here
JohannesdT
Das Video läßt viele Bilder zu. Poesie wie diese kann man nicht in Beschreibungen einzwängen. Poesie verlangt Poesie - vielleicht diese:

Klage

O wie ist alles fern
und lange vergangen.
Ich glaube, der Stern,
von welchem ich Glanz empfange,
ist seit Jahrtausenden tot.
Ich glaube, im Boot,
das vorüberfuhr,
hörte ich etwas Banges sagen.
Im Hause hat eine Uhr
geschlagen...
In welchem Haus?...
Ich möchte aus meinem Herzen hinaus
unter den großen Himmel treten.
Ich möchte beten.
Und einer von allen… [More]
hans03
Der konservative Katholizismus lebt seine sexuellen Phantasien aus:

@hans03: "Hmm, ich würde eher den Usern dieses Video zur Ansicht senden, die sich darüber aufregen, dass die Nachrichtensprecherinnen bei Gloria.tv so weit ausgeschnittene Blusen tragen. Regt sich denn keinervon diesen Leuten hier über dieses Video auf? Die Frau ist doch sehr sparsam angezogen ..."

Sie haben meinen etwas ironisch gemeinten Beitrag etwas missverstanden. So konservativ fühle ich mich gar nicht, Lolala, wie sie … [More]
Aber Lolli, was sind denn das für Ausdrücke?
Verarschen, Idioten....da zeigt wohl jemand endlich sein wahres Gesicht...
Lolala
@kinoINtalk:
Nachtrag - anders als bei der Jerusalemer Klagemauer, die so eigentlich nichts mit Maria zu tun hat, identifiziert der Kommunist Ernst Troller in seinem wunderbaren Gedicht die Exikutionswand selbst mit der Pietà, mit Maria der Schmerzensmutter. Das ist für mich gerade das Provoziernd-sympathische und vielleicht kann man die Wand in Ihrem Clip auch so interpretieren: Es ist die Schmerzenswand, kein Mensch mehr und trotzdem Maria, an die sich die junge Frau anlehnt: Der Schmerz … [More]
kinoINtalk
Wie kommt es, dass hier die Zahl von 113 Kommentaren steht, obgleich ich vor zwei Stunden die Zahl von 115 Kommentaren gelesen habe? Das verstehe ich nicht, denn ich habe keinen einzigen herausgelöscht. Ich bitte diesbezüglich um eine Info aus der Redaktion.

PS Die Info über die Schmerzenswand finde ich sehr interessant, (Eintrag Lolala). Das trifft sich, ich habe davon zum ersten Mal gehört, aber habe an die Klagemauer in Israel gedacht.
pina
kunst ist halt vielschichtig und man kann sie mögen oder nicht--man muss nicht--mir gefallen auch andere darstellungen besser,selbst sogenannte kitschige madonnen,aber wie gesagt,alles ist geschmackssache und ich will hier nicht verurteieln,nur weil es MIR nicht gefällt,anderen sicher schon.
alfons maria stickler
kinoIntalk

Ich verstehe ihre Filme nicht, das wissen Sie ja.
Aber auch ihre Kommentare sind mir ein Rätsel.

"Aufgeklärter Glaube, inneren Bilder, die sich aus dem kollektiven Bewusstsein speisen, lebensreich..."

Misericordia
Find es eigenartig, dass Ihnen keine Assoziation zum 6.Gebot "Schamhaftigkeit und Keuschheit" beim Filmdreh kam, sondern "Junge Frau-halbnackte Frau".
Wie sah eigentlich Ihr Beitrag zu den Alten Frauen aus?
kinoINtalk
Liebe Diskutanten,

während ich wieder mal auf Dreh war, ist ja hier viel passiert. Sogar ein Brief befand sich in meinem Postfach mit der Aussage, dass ich bei Gloria TV „im falschen Kino“ wäre.

Nun noch einmal zu meiner Filmkonzeption: Im letzten beiden Jahren habe ich den 8.12 jeweils den alten, gebrechlichen Frauen gewidmet. Aber in diesem Jahr ist es die junge Frau an sich. Kraft des Mediums Film werden verborgene innere Bilder freigelegt. Die inneren Bilder, die sich aus dem kollektiven … [More]
Monika Elisabeth
Das ist aber gut, Lolala, dass sie diese Dunkelheit meinten
Yohanan
@Lolala

ich bin auch kein Weichspüler, aber das Aufgebot der Profeten und der Psalmisten ist natürlich die Klage von Unterlegenen zu ihrem Gott, der die Zähne der Feinde zerschlagen möge.
Lolala
@Moeli:
was ich unter Dunkelheit verstehe, habe ich doch schon geschrieben. Wer vor den Schergen eines palästinischen Machthabers fliehen muß, weil der seinem Kind nach dem Leben trachtet, weiß, was Dunkelheit bedeutet.
Lolala
@Yohanan
Der prophetische Umsturz bei einem Amos oder Ezechiel war schon mehr als nur ein Herzchen neu zu machen. Da werden ganze Heerscharen aufgeboten, um die Herrscher dieser Welt in Grund und Boden zu rammen und den Armen gegenbüber den Reichen zu ihrem Recht zu verhelfen. Auch die Propheten hatten etwas gegen Weichspühler.
Yohanan
@Lolala

ja, ich bin geneigt mich zu verabschieden, weil ich jetzt nicht in den Austausch von bibelstellen übergehen will. Nur so viel:

Gott ist langmütig und barmherzig, er vergibt die Schuld, ahndet aber auch die Verbrechen. Christus hat die umstürzlerischen Wünsche seiner zelotischen Jünger enttäuscht und sein gericht erwarten wir immer noch. Von daher predigt er keine Revolution im politischen Sinne, sondern im Sinne der Profeten, die Revolution des Herzens: "Ein neues Herz schaffe mir Herr" (Psalm 51)
Monika Elisabeth
@Lolala

bitte weiterlesen

Gott sieht den Menschen nicht so, wie wir ihn sehen. Gott ist über der Zeit, er wusste schon seit Anbeginn der Welt das sein Engel diese Jungfrau eines Tages mit recht als "voll der Gnade" bezeichnen wird.

Da möchte ich einfach mal gerne wissen, was sie in diesem Bezug unter Dunkelheit verstehen. Es gibt ja diese Dunkelheit, jene Dunkelheit und eine andere Dunkelheit.
Lolala
@Yohanan:
Jetzt kneifen Sie vor der eigenen Stellungnahme.
Lolala
@MoEli:
"Wer einmal vom Engel des Herrn höchstpersönlich mit dem Satz 'voll der Gnade' bedacht wird, war weder vorher noch zu sonst irgendeiner Zeit in Dunkelheit."

Sie haben ganz offensichtlich nicht verstanden, was gemeint war. Sogar Jesus war in der tiefesten Dunkelheit: "Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen!" Und daß Maria dankbar und froh darüber war, daß sie plötzlich mit einem unehelichen Kind bedacht war und diese dem Joseph gegenüber nicht refertigen konnte, kann ich … [More]
Yohanan
@Lolala

die Bibel bietet ja für jeden etwas. Deshalb haben wir das Lehramt, die authentische Auslegung der Heiligen Schrift im Blick auf die Ganzheit der Schrift und die kirchliche Tradition. Wer sich dieses Lehramtes nicht bedient, ist in der Gefahr des Eklektizismus, der tendenziösen Auswahl passender Bibelstellen. Das wäre das, was Demagogie ist.
Lolala
@MoEli, @Yohanan:
Falsch! Das Lied der Maria singt eben nicht über den Auszug aus Ägypten, nicht über die vergangenen Taten Gottes. Sie sind Vergangenheit und nur Vorausbild. Maria singt über die Gegenwart ihres Sohnes. Jetzt handelt Gott an den Armen, jetzt stürzt er die Mächtigen vom Thron, jetzt erhöht er die Niedrigen. Und jeder ist herausgefordert, dazu Stellung zu beziehen. Niemand darf passiver Zuschauer an diesem Geschehen bleiben: "Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. … [More]
Monika Elisabeth
@Lolala

bitte lesen sie doch den ganzen Beitrag...

so geht er weiter:

Wer einmal vom Engel des Herrn höchstpersönlich mit dem Satz "voll der Gnade" bedacht wird, war weder vorher noch zu sonst irgendeiner Zeit in Dunkelheit. Gott sieht den Menschen nicht so, wie wir ihn sehen. Gott ist über der Zeit, er wusste schon seit Anbeginn der Welt das sein Engel diese Jungfrau eines Tages mit recht als "voll der Gnade" bezeichnen wird.

Ich erkenne Maria sicher nicht nur dann, wenn sie ein Schild um … [More]
Yohanan
richtig Monika Elisabeth

Im Magnifikat besingt Maria den Gott, der die Niedrigkeit seines volkes in Ägypten gesehen und gehört hat und es mit "starker Hand" (Exodus-Buch) herausgeführt hat. Daraus kommt alle messianische Hoffnung im jüdischen Volke.
Monika Elisabeth
@Lolala

sehen sie, dass ist das Problem, wenn man die Bibel in wichtigen Glaubensfragen durch das eigene Gutdünken auslegen will und das ist das Problem der gesamten feministischen Theologie, von der sie offenbar inspiriert worden sind.

Der Punkt ist der, dass Gott schon immer die, die sich selbst erhöhen, erniedrigt und die, die sich erniedrigen - bzw. anerkennen das sie niedrig sind - erhöht er. Das war schon immer so und dies ist kein zeitspezifisches politisches Vorgehen Gottes.
Lolala
@MoEli:
"ja, ich finde auch das dieses Video überhaupt nichts mit Maria zu tun hat."

Wer Maria nur dann erkennt, wenn sie ein Schild um den Hals trägt mit der Aufschrift "Ich bin Maria und ich bin voll der Gnade", der kann auch mit dem Video nichts anfangen.
Yohanan
Jetzt stilisieren sie auch Jesus zum Feministen. Die Probleme des Feminismus sind unsere Probleme, aber sicher nicht die des Jesus von Nazareth.
Yohanan
Liebe Lolala,

die Worte des Magnificat hat die heilige Maria doch nicht selbst erfunden! Sie hat das gebetet, was der göttliche König David und die Profeten schon gesungen haben. Das ist traditioneller jüdischer Gebetsstil, kein besonderes Revoluzertum. das hätte die feministische Theologie wohl gerne, oder?
Lolala
@Yohanan:
Es ist völlig unzweifelhaft, daß Jesus die Rolle der Frau in der jüdischen Gesellschaft revolutioniert hat - woran sich die heutigen konservativen Christen nur ungern erinnern. Sie würden am liebsten das Wort "die Frau schweige in der Kirche" zu ihrer Wirkung kommen lassen. Jesus war da komplett anders im Umgang mit Frauen, die in der Synagoge z.B. kein Rederecht hatten, wohl aber in den christlichen Gemeinden.
Monika Elisabeth
sehe ich auch so @ams

@Sonnengesang

ja, ich finde auch das dieses Video überhaupt nichts mit Maria zu tun hat.
Wer einmal vom Engel des Herrn höchstpersönlich mit dem Satz "voll der Gnade" bedacht wird, war weder vorher noch zu sonst irgendeiner Zeit in Dunkelheit. Gott sieht den Menschen nicht so, wie wir ihn sehen. Gott ist über der Zeit, er wusste schon seit Anbeginn der Welt das sein Engel diese Jungfrau eines Tages mit recht als "voll der Gnade" bezeichnen wird.
Yohanan
Liebe Lolala,

was wir hier betreiben ist jüdisches Schach, wie Maxim Biller heute im SZ Magazin es beschreibt: Schlagabtausch ohne persönliche Verletzungen, aber dialogisch gerade heraus. Ich will den Dialog mit Ihnen nicht abbrachen und lassen Sie sich doch nicht so schnell entmutigen.

Lolala
@Yohanan:
"Uneheliches Kind Jesus": Joseph selbst will Maria heimlich wegschicken, weil er einen "Konkurrenten" am Werk sieht. Er ist jedenfalls nicht der Vater.

Zum Umsturz ist das Evangelium eindeutig: "darum preisen alle Geschlechter mich glücklich. Denn der Mächtige hat an mir Großes getan; sein Name ist heilig. Er schenkt sein Erbarmen von Geschlecht zu Geschlecht allen, die ihn fürchten und ehren. Sein starker Arm vollbringt gewaltige Taten: Er macht die Pläne der Stolzen zunichte; er … [More]
Yohanan
@Lolala
Sie ist Vorbild und Werkzeug für die Subversivität des göttlichen Ratschlusses, der den Menschen wieder zum Menschen gemacht hat.

Maria eine revoluzerin, eine Emanzipierte? Das ist doch lächerlicher Anachronismus. Ausserdem stinkt der letzte Halbsatz nach Antijudaismus. Waren die Menschen vor Jesus keine Menschen?

Nein Maria war eine jüdische Frau ihrer Zeit, ohne besonders heraus zu stechen. Sie folgte brav dem Weg ihres Sohnes etc.
Lolala
"Oh je, da stilisieren Sie Maria auch ganz schön in ihrem Sinne ..."

Wenn einem nichts mehr einfällt, wird die Position des anderen als "subjektiv" ("stilisieren ... in ihrem Sinne") hingestellt, womit gleichzeitig unterstellt werden soll, daß die eigene Position die "objektive" unhintergehbare Wahrheit sei. Das ist kein Austausch von Argumenten mehr sondern Demagogie und dient dem Abwürgen des Gesprächsaustausches: Die eigene Wahrheit brauche ich nicht mehr zu begründen, weil sie eben wahr … [More]
Yohanan
@Lolala
Maria war eine Frau, die sich durchs Leben mit einem unehelichen Kind kämpfen mußte, mit sexuellen Bedürfnissen und mit der Hoffnung auf einen endgültigen gewaltsamen Umsturz vom Himmel her.

Jesus war doch kein uneheliches Kind. Er galt als Sohn Josefs. Niemand wußte, dass er nicht sein leiblicher Sohn ist.

Woher nehmen sie, dass Maria einen politischen Umsturz herbeisehnte, der über die allgemeine Messiashoffnung hinausging?
alfons maria stickler
Sölle hat uns Katholiken theologisch nichts zu sagen.
Genau so könnte hier jemand Frau Knoblochs Theorien über unsere Lieben Frau zum Besten geben. Für uns Christen wären diese irrelevant.
Yohanan
@Lolala

Oh je, da stilisieren Sie Maria auch ganz schön in ihrem Sinne. Man kann ja auch schön sein eigenes Marienbild malen, die Schrift gibt ja selbst wenig her. Ach wie gut!
Yohanan
Kirchlich betrachtet müssen wir das die Auslegung des Hohenliedes der Kirchenväter konsultieren. Dabei geht es natürlich um die Zuneigung von Mensch und Gott, von Kirche und Gott.
unicorn2
Hohelied - unerotisch

nackte Brüste - unerotisch

Dannn sagen sie mir 'mal was erotisch ist!!!

Und zwar sowas was ich nicht mit ein paar pseudointelektuellen Verrenkungen ent-erotisieren und durch symbolifikation esoterisieren kann.
Yohanan
richtig EROS ist was anderes als Erotik!
alfons maria stickler
Die unbefleckte Empfängnis Mariens ist ein Dogma.
Maria Magdalenas Vergangenheit nicht.
unicorn2
EROS:

Was mich (an)zieht, (an)treibt ist EROS. EROS ist nicht positiv und auch nicht negativ. Er ist eine Form der Zuneigung, die intuitiv triebhaft erfolgt und nicht intelektuell oder konditioniert.

Mehr daszu in der guten Enzyklika des lieben Papstes Benedikt XVI: "DEUS CARITAS EST"
Yohanan
Wer das Hohe Lied als erotisches Lied betrachtet ist sowieso ein Häretiker! :-) Als solches stünde es ja nicht in der Bibel!


Das Hohe Lied ist Esoterik pur!
unicorn2
@Yohanan

Alles unerotisch?

Hohelied 4,5: Deine zwei Brüste sind wie zwei junge Rehzwillinge, die unter den Rosen weiden.

Hohelied 7,4: Deine zwei Brüste sind wie zwei Rehzwillinge.

Hohelied 7,8: Dein Wuchs ist hoch wie ein Palmbaum und deine Brüste gleich den Weintrauben.

Hohelied 7,9: Ich sprach: Ich muß auf dem Palmbaum steigen und seine Zweige ergreifen. Laß deine Brüste sein wie Trauben am Weinstock und deiner Nase Duft wie Äpfel

Hohelied 8,8: Unsere Schwester ist klein und hat keine … [More]
Yohanan
Eine weibliche Brust ist nicht immer erotisch gemeint, sonst würde die Maria lactans, die säugende Maria mit dem Jesulein nicht dargestellt werden können. Die Brust meint hier die Wohlfahrt, die Ernährung ...
unicorn2
Nochmal für alle: Maria Magdalena war keine Prostituierte; das ist Dichtung (Misericordia)

Zumindest ist es apokryph. Die unbefleckte Empfängnis Mariens ist übrigens auch nicht biblisch belegt.
Yohanan
Oh Mann, Adam wird als Mann überzeichnet, Eva als Frau überzeichnet, die Schlange wird zum Menschen. Natürlich wird der Mensch als Mann und als Frau im geschlechtlichen Sinne dargestellt. Aber in diesem Bild geht es nicht um die geschlechtliche Beziehung der figuren untereinander und das wird auch aus dem Bild nicht deutlich.
unicorn2
@Yohanan

Klar. Und eine enthülltge weibliche Brust ist für einen Hetero-Mann nicht erotisch wenn man sich mit der Kunst nur gut genug auskennt die sich ja selbst erklärt.
unicorn2
Wo steht, dass das Heilige - per se - und gezwungenermaßen asexuell ist??
Yohanan
@unicorn2

Bei diesem Sündenfall ist nicht die Geschlechtlichkeit thematisiert, sondern die Kommunikation des Menschenpaares mit der Schlange, die menschliche Züge annimmt.
Misericordia
Nochmal für alle: Maria Magdalena war keine Prostituierte; das ist Dichtung.
unicorn2
@Lolala

thx a lot

Erotik ist was Gutes.
Weiblichkeit ist was gutes.
Sexualität ist was Gutes.

Nicht eine Prüfung sonder ein Geschenk.