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Warum wird die Messe mit verschiedenen Geschwindigkeiten zelebriert?

Frage bei der lockeren Gesprächsrunde am Samstag abend, Pfingstseminar in Hohenfurth.
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SvataHora
Was die Geschwindigkeiten anbelangt: ein im Schweinsgalopp heruntergerattertes Amt ist bestimmt nicht erbaulich. Aber wenn ein Zelebrant zu langsam und zu schleppend singt, ist das Ganze ermüdend und nimmt der Liturgie viel von ihrer Ästhetik und ihrem "Fluss". Da kenne ich einen bestimmten Piuspater: wenn er den Altarraum betritt, weiß man schon, dass ein Hochamt, das gewöhnlich 70 Minuten …More
Was die Geschwindigkeiten anbelangt: ein im Schweinsgalopp heruntergerattertes Amt ist bestimmt nicht erbaulich. Aber wenn ein Zelebrant zu langsam und zu schleppend singt, ist das Ganze ermüdend und nimmt der Liturgie viel von ihrer Ästhetik und ihrem "Fluss". Da kenne ich einen bestimmten Piuspater: wenn er den Altarraum betritt, weiß man schon, dass ein Hochamt, das gewöhnlich 70 Minuten dauert, ganz bestimmt eineinhalb Stunden in Anspruch nimmt. Er predigt dazu noch lang und auch langweilig: er spricht "unengagiert" und schleppend, teils auch leise und zeitweilig nunschelnd. Es ist nicht auferbauend sondern ermüdend genauso wie sein unheimlich langsamer Gesang. Vielleicht will der den Gläubigen etwas von seiner "Ergriffenheit" vermitteln - diese will ich ihm nichtmal in Abrede stellen! - aber das kommt so nicht zu den Gläubigen rüber.
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Lutrina
Erst letzten Sonntag hatte ich ein "Hochamt" im alten Ritus erlebt, das incl Asperges nach 45 Minuten vorbei war
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@Lutrina Wie lange ging die Predigt?
Lutrina
Vielleicht 5 Minuten
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SvataHora
@Lutrina - Ist zwar kurz. Aber in fünf Minuten kann oft mehr gesagt werden als in einer halben Stunde. Gerade bei den Petruspatres hören sich die Predigten oft genauso an wie von einem ixbeliebigen "konservativen Pfarrer" in einem NOM-Gottesdienst. Teilweise hören sich aber auch Piuspatres nicht viel besser an. Vor allem wenn sie sich in (gesellschafts)politische Themen versteigen, könnte …More
@Lutrina - Ist zwar kurz. Aber in fünf Minuten kann oft mehr gesagt werden als in einer halben Stunde. Gerade bei den Petruspatres hören sich die Predigten oft genauso an wie von einem ixbeliebigen "konservativen Pfarrer" in einem NOM-Gottesdienst. Teilweise hören sich aber auch Piuspatres nicht viel besser an. Vor allem wenn sie sich in (gesellschafts)politische Themen versteigen, könnte genausogut ein AfD-Politiker am Pult stehen. Ich liebe Predigten, wo ständig die Heiligen und Kirchenlehrer zitiert werden. Ein sehr gutes Beispiel davon war der hl. Alphonsus von Liguori: liest man seine Schriften, werden ständig die Glaubensväter zitiert.
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CollarUri
Kürzer für den Klerus, kürzer aber auch für das Volk!
Mag es eine bald aussterbende Generation sein, die darauf drängt, oder nicht, jedenfalls macht sie ungeheuren Druck, die Neue Messe zu belassen, nicht zuletzt der Kürze halber.