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Verheerende Kirchenkrise: „Dazu braucht es keine Beweise mehr“

Gloria.tv
1931
Das kirchliche Leben ist in vielen Ländern von einer tiefen Krise des Glaubens geprägt. Das sagt der kasachstan-deutsche Weihbischof Athanasius Schneider im Video-Interview mit dem österreichischen …More
Das kirchliche Leben ist in vielen Ländern von einer tiefen Krise des Glaubens geprägt. Das sagt der kasachstan-deutsche Weihbischof Athanasius Schneider im Video-Interview mit dem österreichischen Philosophie-Professor Thomas Stark.

Textartikel zum Interview: Verheerende Kirchenkrise: „Dazu braucht es keine Beweise mehr“
alfredus
Weihbischof Athanasius Schneider ist unermüdlich im Kampf, um für den Glauben und die Lehre der Kirche zu kämpfen. Er ist allerdings ein Rufer in der Wüste, der von Rom nicht gehört wird. Daher ist es eine Frage der Zeit, bis man ihn abserviert, so man kann.
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intellego1
Ein hervorragendes Interview eines beispielhaften Bischofs.
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Saarländerin
Der Teufel und die Theologen

von Michael Rieger

Jede Zeit findet ihre Formen, um über den Teufel nachzudenken. So brandmarkte der katholische Staatsrechtler Carl Ludwig von Haller (1768-1854) die Verwirrungen seines Zeitalters unter dem Titel Satan und die Revolution, wie man hier nachlesen kann. 1968 nahmen die Rolling Stones Sympathy for the Devil auf, ein Stück, in dem der Teufel selbst …More
Der Teufel und die Theologen

von Michael Rieger

Jede Zeit findet ihre Formen, um über den Teufel nachzudenken. So brandmarkte der katholische Staatsrechtler Carl Ludwig von Haller (1768-1854) die Verwirrungen seines Zeitalters unter dem Titel Satan und die Revolution, wie man hier nachlesen kann. 1968 nahmen die Rolling Stones Sympathy for the Devil auf, ein Stück, in dem der Teufel selbst zur Sprache kommt und jene Untaten preist, zu denen er die Menschen angestiftet hat, wie die Oktoberrevolution und die Ermordung der Kennedys, und natürlich zog der Teufel auch im Zweiten Weltkrieg seine Fäden: „I rode a tank/Held a general's rank/When the blitzkrieg raged/And the bodies stank.” In der Übersetzung: „Ich fuhr einen Panzer, ich stand im Rang eines Generals, als der Blitzkrieg tobte und die Leichen zum Himmel stanken.“

Unter dem Eindruck eben des Zweiten Weltkriegs machte sich der Schweizer Autor Denis de Rougemont (1906-85), durchaus verwandt, gleichwohl etwas tiefsinniger seine Gedanken über den Anteil des Teufels (La part du diable von 1942). Der größte Triumph des Teufels sei es, so de Rougemont, uns erfolgreich glauben zu machen, dass es ihn gar nicht gebe. Das groteske Bild des gehörnten, grinsenden, hinkenden Teufels sei eine geschickte Karikatur, über die man nur noch laut lachen könne – doch aufgepasst: „Satan verbirgt sich hinter seinem eigenen Bilde.“

Vor diesem Hintergrund kommt de Rougemont dann auch auf die Theologen zu sprechen. Stammt der Text auch bereits aus dem Jahr 1942, fühlt man sich gleich an die aktuelle Malaise erinnert. Die Theologie – „ich kenne keine Beschäftigung, die in unserem Jahrhundert mehr in Verruf gebracht wurde, wenige Worte, die unsere Zeitgenossen weniger ansprechen“. Die Theologie sei auf den Hund gekommen, niemand interessiere sich für sie und niemand hätte noch irgendeine Ahnung, die theologische Bildung gehöre der Vergangenheit an. Aber das hat Konsequenzen: „Die Theologie ignorieren, heißt mit der fruchtbarsten Tradition der abendländischen Kultur brechen“ und vor allem stelle dieser Bildungsverlust einen „der bedeutendsten Vorteile der neuen Barbarei“ dar. Der Teufel sei über diese Unbildung geradezu „entzückt“, denn „unsere Unbildung gibt ihm eine unverhoffte Chance“.

Eine Chance, uns weiter zu verwirren und zu verführen. Strömungen, wie der antike Pelagianismus, der die Erbsünde leugnet, oder mystisch-gnostische Tendenzen, die den Menschen einredeten, sie könnten (nach Genesis 3,5) selbst sein wie Gott, seien „wahrscheinlich satanischen Ursprungs“. Bis heute wirken sie nach: „Unter fast bis zur Unkenntlichkeit vulgarisierten Formen triumphieren diese (...) Häresien in der gegenwärtigen Epoche“, die sie auch noch für „erregende Neuerungen“ hält. „Ohne Zweifel aber sind sie weniger deprimierend als das Vorurteil des modernen Menschen, der nichts von der Theologie weiß, sie entbehren zu können glaubt, es aber nicht unterlässt, unbewusst welche zu machen – und zwar von der schlechtesten Art –, wenn er ‚Gott besser im Walde anbetet als in der Kirche‘, wenn er behauptet, sich ‚auf seine Vernunft‘ (blindlings) zu verlassen, oder wenn er sich damit begnügt, ‚Gutes zu tun‘...“.

Diese Zeilen werden täglich neu bestätigt. Wir sind konfrontiert mit einer unglaublichen Ignoranz gegenüber der Theologie und dem in ihr überlieferten Wissen. Der theologische Bildungsverlust ist geradezu bodenlos geworden. Abseits davon belegen privat zusammengebastelte Glaubensreste nicht nur die Unbildung und die Bequemlichkeit, ja den unendlichen Phlegmatismus des Denkens, sie sind vor allem Ausdruck eines großen Missverständnisses, nämlich eines ganz und gar subjektiv gewordenen Glaubensbegriffs, der mit seinen ursprünglichen Inhalten nichts mehr zu tun hat.

Nehmen wir de Rougemonts Worte ernst. Wenn wir nicht zusehen wollen, wie die sich anbahnende „neue Barbarei“ triumphiert, muss dieser Bildungs- und Kulturverlust überwunden werden.
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Seidenspinner
Das Interview ist gerade in seiner einfachen Klarheit grandios.. Chapeau!
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Tesa
Seine Exzellenz ist ein "fliegender Bischof" im wahrsten Sinn des Wortes. Seine Diözese ist wirklich die ganze Welt. Man kann sich die Strapazen der Reise gar nicht ausmalen. Es gibt eine Geschichte von den Wüstenvätern, wo ein Engel die Schritte eines Eremiten zählte, damit kein Verdienst verloren gehe. Wieviele Kilometer macht dieser Mann, um die katholischen Schafe zu weiden (wähend die …More
Seine Exzellenz ist ein "fliegender Bischof" im wahrsten Sinn des Wortes. Seine Diözese ist wirklich die ganze Welt. Man kann sich die Strapazen der Reise gar nicht ausmalen. Es gibt eine Geschichte von den Wüstenvätern, wo ein Engel die Schritte eines Eremiten zählte, damit kein Verdienst verloren gehe. Wieviele Kilometer macht dieser Mann, um die katholischen Schafe zu weiden (wähend die anderen Bischöfe nur - und erfolglos - bei den Heiden um deren Anerkennung lechzen).
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Gott gebe, dass diese Stimme von den deutschsprechenden Bischofskonferenzen gehört und zu Herzen genommen wird.
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Ein wunderbares heilendes Mittel für Priester und Priesterberufungen im "Vorfeld" wäre die sakramentale Anbetung , die leider immer mehr verschwunden ist, am besten 24/7.
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Diesen Bischof würde ich mir für Mainz wünschen!
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PaulK
"...ist diese tiefe Krise der Glaubens in erster Linie verursacht durch die Krise im Klerus - nicht im Volk - im Klerus und von deren schwachen Glauben hat der Klerus das Volk Gottes angesteckt"
"... das Volk Gottes hat einen tieferen Glauben ... als die Vertreter der Geistlichkeit".
Harte, aber völlig richtige Wort. Das sollten sich die deutschen Bischöfe hinter die Ohren schreiben. Möge Jesus …More
"...ist diese tiefe Krise der Glaubens in erster Linie verursacht durch die Krise im Klerus - nicht im Volk - im Klerus und von deren schwachen Glauben hat der Klerus das Volk Gottes angesteckt"
"... das Volk Gottes hat einen tieferen Glauben ... als die Vertreter der Geistlichkeit".
Harte, aber völlig richtige Wort. Das sollten sich die deutschen Bischöfe hinter die Ohren schreiben. Möge Jesus Christus Bischof Athanasius Schneider segnen und ihm beistehen in dieser wirren Zeit!
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Abramo
Bischof Athanasius heisst nicht umsonst Athansius. Der üble Papst mit dem sich der heilige Athanasius herumschlagen musste, hiess übrigens Liberius. Wie sagte Karl Marx doch so schön: "Hegel bemerkte irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen, hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce."
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De Profundis
Es ist gewöhnlich beunruhigend (wenngleich befriedigend), gefeiert zu werden. Im vorliegenden Fall von Weihbischof Schneider darf man ihn, der es verdient, ein wenig feiern - zumal er ansonsten von allen Seiten in die Enge getrieben wird.

Ein Dank gilt auch dem sehr eloquenten und intelligent fragenden Interviewer.
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Barbarella
Die Art, wie WB Schneider über das Jüngste Gericht, beeindruckt mich sehr. Er steht schon jetzt unter dem Blick Gottes, der gleichzeitig der strafende, gerechte und barmherzige ist.
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Vered Lavan
"Der übernatürliche Glaube, fides divina, der göttliche Glaube, der ein Geschenk von Gott ist...ist die Basis!" (Zitat S.E. Bischof Athanasius Schneider). -- Das ist die Mittes des Lebens, die Übernatürlichkeit des Glaubens und der Kirche. Vielen Dank Herr Bischof!
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HerzMariae
Das ist ein durch und durch besonnener Mensch. Tief verwurzelt im katholischen Glauben. Das merkt man sogar durch die Videokamera hindurch. Das gibt gleich Mut für das eigene Leben.
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AlexBKaiser
@Tesa Der Papst sollte ihn nicht nur wegen der Residenzpflicht zum Erzbischof machen, sondern gleich zum Kardinal. Neutralisieren durch einbinden.
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Tesa
Der Papst in seinem Totalitarismus sollte diesen selbständig denkenden Bischof zum Schweigen bringen. Die beste Methode, um zu verhindern, dass er die ganze Welt zu seiner Diözese macht, wäre, ihn zum Erzbischof in Kasachstan zu ernennen. Dann hätte er Residenzpflicht.
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Maria Franziska
Man kann Gott nur danken für so einen treuen katholischen Bischof, der noch die Wahrheit verteidigt, ohne Scheu!
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onda
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Wiktoria
Sehr gut,sollten viele hören!
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