Hermias
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Prof. Karl-Heinz Ohlig | Das Lügenkonstrukt des Islam ist entlarvt!

Thesen zum frühen Islam
In den letzten Jahren vor seiner Emeritierung hat sich Ohlig – der einräumt, „weder Orientalist noch spezialisierter Islamforscher, sondern Theologe und Religionswissenschaftler“ zu sein, was ein „nicht unbeträchtliches Manko“ sei[2] – mit neuen, sehr kontroversen Thesen zur Frühgeschichte des Islam befasst. 2005 gab er mit Gerd R. Puin den Sammelband „Die dunklen Anfänge. Neue Forschungen zur Entstehung der frühen Geschichte des Islam“ heraus. Hier vertritt er die These, der Islam sei als christliche, antitrinitarische arabische Bewegung entstanden, „muhammadun“ (wörtlich: „ein Gepriesener“) sei ursprünglich nur ein Titel für Jesus Christus gewesen und bezeichne diesen auch im Koran. Die (Um-)Deutung als Name eines arabischen Propheten sei erst um das Jahr 800, also 150 oder 200 Jahre nach der traditionell angenommenen Lebenszeit Mohammeds, erfolgt. Den Propheten Mohammed habe es demnach als historische Person niemals gegeben, vielmehr sei er eine fiktive Gestalt, eine auf einem Missverständnis beruhende Erfindung späterer Zeit, als sich der Islam zu einer eigenen Religion entwickelt und man sich nachträglich eine prophetische Gründerfigur ausgedacht habe.
In Zusammenarbeit mit dem Syrologen Christoph Luxenberg vertritt Ohlig überdies die Auffassung, dass der Koran nicht nur einem syro-aramäischen Sprachumfeld entstamme, sondern zumindest in großen Teilen auf einer syrischen christlichen Grundschrift basiere, die lediglich ins Arabische übertragen worden sei, wobei dem Übersetzer allerdings mehrere sinnentstellende Fehler und Missverständnisse nachzuweisen seien.[3] So beziehe sich zum Beispiel die Sure 97 in Wahrheit nicht auf die Verkündigung des Koran an einen Propheten Mohammed, sondern sei ursprünglich schlicht eine Beschreibung der Geburt Jesu.
Darüber hinaus vertritt Ohlig folgerichtig die These, dass die bereits im späteren 7. Jahrhundert zweifelsfrei belegte islamische Zeitrechnung nicht auf der Hidschra beruhe, denn einen Propheten Mohammed habe es ja nie gegeben, und also auch keinen Auszug desselben aus Mekka; vielmehr beziehe sie sich auf den Beginn des Perserfeldzugs des oströmischen Kaisers Herakleios gegen die Sassaniden im Jahr 622.[4] Bei diesem Kampf hätten christliche arabische Hilfstruppen auf der Seite des Herakleios eine wichtige Rolle gespielt und als Dank in diesem Jahr ein eigenes Reich als foederati gründen können. Die islamische Zeitrechnung beziehe sich also in Wahrheit auf die Gründung eines eigenen Reiches durch christliche Araber, die bald darauf die völlige Unabhängigkeit erreicht hätten.
Diese radikalen Thesen führte Ohlig mit Volker Popp und Christoph Luxenberg in Der frühe Islam (2007) weiter aus. Sie werden in der Fachwelt diskutiert; besonders Tilman Nagel hat Ohlig scharf kritisiert.[5]
Ohlig hat auf Nagels Kritik in einer Rezension geantwortet[6]. Andere Islamwissenschaftler unterstützten die Thesen des Teams um Ohlig, etwa Patricia Crone von der Princeton University. Aufgrund der schlechten Quellenlage für das 7. Jahrhundert sind Ohligs Thesen nur schwer zu widerlegen; denn dass die arabisch-islamischen Berichte über Mohammed und die Islamische Expansion erst lange Zeit nach den Ereignissen entstanden, ist unbestritten.
Mit seinen Forschungsansatz ist Ohlig ein Repräsentant der „Saarbrücker Schule“, die wiederum Teil der Revisionistischen Schule der Islamwissenschaft ist. Im 2020 erschienen Band der „Saarbrücker Schule“ kündigt Ohlig, nun über 80-jährig, seinen Rückzug an. Die Arbeit als Koordinator des Forscherteams übernimmt Robert Martin Kerr aus Brüssel. In November 2020 wurde Ohlig eine Festschrift von Kollegen und ehemaligen Mitarbeitern zu Themen der Islamentstehung überreicht.[7]

Quelle: Karl-Heinz Ohlig – Wikipedia
Winrich von Kniprode
Ich hatte vor einigen Jahren etliches von Ohlig gelesen und finde es sehr schlüssig und plausibel.
Ratzi
Ich habe seine Schriften auch gelesen, er ist weltweit einer der genialsten Islam-Forscher...