Spirituelle Lauheit
= ein Mangel an Beseelung im Empfinden des Göttlichen im Alltag.
Das menschliche und materielle Empfinden steht zu sehr im Vordergrund.
Nur die wahre Liebe ist die Kraft zur Überwindung der materiellen Bedürftigkeit des Menschen in all seinen Formen.
Die Liebe überwindet und entzündet das Feuer für Gottes Interessen, von der Stimme des Heiligen Geistes angetrieben. Die Liebe treibt zu einer inbrünstigen
Gottesfurcht.
Die tiefe Empfindung der wahren Liebe verleiht jeder Einzelheit des Lebens Sinn und mehr Farbe.
Viele beten und gehen am Sonntag zur Hl. Messe, aber nur aus Pflichtgefühl oder um sozialen Kontakt zu haben, um "dazu zu gehören", um Erwartungen zu erfüllen, o.ä. ---> das ist oberflächlich und führt zu Mattigkeit, Trägheit, Lauheit im spirituellen Leben.
Evtl. kommt dann noch unechte Spiritualität hinzu, die u.a. im Schwärmen für Jesus/Maria besteht. Man bildet sich ein, sie über alles zu lieben, obwohl man
gar nicht merkt, dass man Bedingungen stellt und bei gewissen Hindernissen lässt
man den Eifer fehlen, weil die Spiritualität keine tiefen Wurzeln hat. Im Grunde
ist das Selbstbetrug.
(Zuhilfenahme des Büchleins "Kreuzzug in die Seele")
Gebete:
O Heilger Geist erleuchte mich,
o Gottes Lieb, verzehre mich,
den Weg der Wahrheit führe mich!
Maria Mutter, schau auf mich,
mit deinem Jesus segne mich.
Vor aller Täuschung und Gefahr,
vor allem Übel mich bewahr.
Amen.
“Atme in mir, o Heiliger Geist,
dass ich Heiliges denke.
Treibe mich, o Heiliger Geist,
dass ich Heiliges tue.
Locke mich, o Heiliger Geist,
dass ich Heiliges liebe.
Stärke mich, o Heiliger Geist,
dass ich Heiliges behüte.
Hüte mich, o Heiliger Geist,
dass ich es nimmermehr verliere.”
Amen. (hl. Augustinus)