Papst Bergoglio und das dialektische Denken des Relativismus
Wer Papst Bergoglio und „AL“ verstehen möchte, muss zuerst das dialektische Denken des Relativismus verstanden haben. Manche begrüßen diese neue Denkart in der Kirche ausdrücklich, weil es dem Denken und dem Verständnis der Welt und der Menschen im Mantel der Barmherzigkeit entgegenkommt. Es befreit die Welt und den Menschen vom starr definierten Gebot statt dessen werden Freiräume der Interpretation und Definition geöffnet. In der Dialektik des Relativismus schließt sich ein klares Ja oder Nein als Antwort auf eine Frage grundsätzlich aus, die Antwort ist wie in „AL“ immer ein laues Jein.Gewiss die Lehre der Kirche der Väter und der Tradition ist nicht in einer Dialektik des Relativismus formuliert sondern auf den Grundsatz des Evangeliums euer Ja sei ein Ja oder euer Nein sei ein Nein. Eine schwankende Lauheit des Relativismus zwischen Ja oder Nein ein sowohl als auch ist der Lehre der Kirche der Väter und der Tradition fremd.
Die Bitte um die Klärung der fünf „Dubia“ – also Zweifel – die vier Kardinäle an Papst Franziskus schrieben. Ist also kein Verständnisproblem das primär aus dem Inhalt des päpstlichen Schreiben „AL“ entspringt sondern ein Problem mit der Dialektik des Relativismus indem das Schreiben durch Papst Franziskus verfasst wurde.
Immerhin relativiert das päpstlichen Schreiben „AL“ Positionen der Glaubenslehre der Kirche (Ehesakrament) diese seit unvordenklichen Zeiten fundiert in der Lehre der Kirche der Väter und der Tradition als definiert und verankert ist und von Päpsten im lauf der Zeit wiederholt bestätigt wurde.
Allerdings verstanden sich der Klerus und viele sogar fast alle Päpste seit Petrus bis Benedikt XVI. als Arbeiter als Knechte im Weinberg des Herrn. Erst durch das Pastoralkonzil in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Intention geschaffen das der Papst der Klerus und das Volk der Kirche nicht nur Arbeiter oder Knechte im Weinberg des Herrn sind. Sondern durch das dialektische Denken des Relativismus sich selbst zum Herren im Weinberg erhoben sehen und diesen (also die Gebote und die Ordnung des Herrn) nach eigenen Willen nach eigenen Wünschen interpretieren und definieren können. Das sie dadurch wie soeben in „AL“ durch Papst Bergoglio vollzogen, den Weinberg des Herrn verwüsten, ist im dialektische Denken des Relativismus nicht nachvollziehbar. Denn das dialektische Denken des Relativismus setzt die absolute Freiheit im Denken und Handeln ohne fest gefügte Ordnung/Gebote voraus.
Aufgrund dessen sind die Missverständnisse und die Irritationen über die fünf „Dubia“ bei den Anhängern des dialektischen Denkens des Relativismus zu verstehen. Die Anhänger des dialektischen Denkens des Relativismus glauben wo es keine durch Gott und seine Gebote fest gefügte Ordnung gibt, kann es auch keine Zweifel an den Interpretationen und Definitionen des päpstlichen Schreibens „AL“ geben.
Hingegen viele Gläubige so mancher Bischof uns zumindest die vier Kardinäle als Fragesteller der „Dubia“ die durch Gott und seine Gebote fest gefügte Ordnung erkennen und anerkennen. Angesichts dieser Glaubensüberzeugung sich somit darauf berufen das alle Interpretationen und Definitionen der Lehre der Kirche nur innerhalb dieses Rahmens statthaft ist. Deshalb bitten viele Gläubige, Bischöfe und jene Kardinäle, Papst Franziskus um eine Erklärung der „Dubia“ im päpstlichen Schreiben „AL“