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Heilwasser
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Die Gerechtigkeit der Barmherzigkeit Jesu

Die Gerechtigkeit der Barmherzigkeit Jesu

Um diesem Aspekt der Handlungsweise Jesu nachgehen
zu können, braucht man ein Verständnis für das Zusammen-
spielen beider Eigenschaften Gottes, der Gerechtigkeit und
der Barmherzigkeit und dazu kann man sich beispielsweise
an der Frage orientieren, wie Ordnung geschaffen wird.

Kann Ordnung geschaffen werden, wenn ein Kind die Spiel-
sachen im Zimmer durcheinanderwirft und so liegen lässt,
die Mutter es später sieht und rügt, dieses dann murrt und
weint, worauf die Mutter sagt, ich verzeihe dir, das Kind
aber trotzdem nicht aufräumt?

Kann in der Seele Ordnung geschaffen werden, wenn Jesus
sagt, Ich verzeihe dir, aber nicht darauf pochen würde, dass
die Seele den angerichteten Schaden durch Buße wieder-
gutmacht und sich bessern soll?

Was nützte demnach eine Barmherzigkeit, die sich um
wiederherstellende Gerechtigkeit nichts schert? Die Ge-
rechtigkeit Gottes wusste, dass die Menschheit ihren
Sündenberg nicht selber abtragen kann, weil es ihre
Kräfte übersteigt. So trat gnädigerweise die Barmherzig-
keit Jesu auf und sagte, Ich verzeihe euch, doch ihr müsst
bei den wiederherstellenden Aufräumarbeiten tatkräftig
mitwirken. Somit hat uns Jesus den Schlüssel der wieder-
herstellenden Kraft, den Kreuzschlüssel, anvertraut. Wir
müssen ihn nun auch umdrehen. Und umdrehen heißt,
alle Aspekte der Barmherzigkeit Jesu in seinem Leben
und Leiden dem Himmlischen Vater aufopfern. Auf
diese Weise sollte der Gerechtigkeit, die Wiederher-
stellung fordern muss, genüge getan werden. Dies
muss so sein, denn ohne Wiederherstellung hat keine
Ordnung bestand.

Ein bloßes Verzeihen im Sinne einer konsequenzlos
gedachten Gerechtigkeit gibt es nicht. Die Barmherzigkeit
Jesu bedenkt alle Aspekte der Konsequenzen des Gesetzes
der Gerechtigkeit und arbeitet sie nach der Reihe fein
säuberlich ab, bis der Gerechtigkeit bis zum letzten
Jota genüge getan ist. Was nicht abgebüßt ist, ist noch
vorhanden und die Abbüßung geschieht dadurch, dass
man sich durch Gebet und Opfer an die Barmherzigkeit
Jesu wendet.

Wenn ein Schaf verloren ist,
suchet es ein treuer Hirte;
Jesus, der uns nie vergisst,
suchet treulich das Verirrte,
dass es nicht verderben kann,
Jesus nimmt die Sünder an!


Zum Bild: Jesus will auch dem größten
Sünder verzeihen und ihn retten, doch
die Begebenheit mit den beiden Schächern
neben ihm zeigt, dass nur der rechte von
beiden, namens Dismas, seine Sünden
bereute und Jesus um Verzeihung bat.
Ihm hat Jesus verziehen. Der auf der
anderen Seite aber wollte Jesus nicht um
Verzeihung bitten. Somit bekam er sie
auch nicht. D.h. letztlich ist das Schicksal
jedes Menschen in seinen eigenen Händen.
Der Kreuzschlüssel ist allen angeboten. Aber
nur, wer ihn benutzt, wird gerettet. In diesem
Sinn spricht die Bibel davon, dass das Zeichen
des Menschensohnes, das Kreuz, Zeichen des
Heiles wie des Widerspruchs sein würde. An
ihm scheiden sich die Geister. An ihm wird
entschieden über ewiges Heil oder ewige
Verdammnis, über Segen und über Fluch.

Heilwasser
Heilwasser
Wenn ein Schaf verloren ist,
suchet es ein treuer Hirte;
Jesus, der uns nie vergisst,
suchet treulich das Verirrte,
dass es nicht verderben kann,
Jesus nimmt die Sünder an!
Zweihundert
Heilwasser
Die Impfung legt alles lahm!