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Heute, am 29.Juli ist der Festtag der hl.Märtyrer Simplicius, Faustinus und Beatrix

Bild aus dem 14.Jahrhundert
Heilige Märtyrer Faustinus, Simplicius und Beatrix, bittet für uns !

Sie sind die Stadtpatrone von Fulda, im Stadtwappen sind sie mit 3 Lilien dargestellt. Das Kreuz steht für das Kloster Fulda, das über 1000 Jahre bis zum Einmarsch Napoleons existiert hat und 1802 aufgelöst wurde.
Ihre Reliquien brachte der hl. Bonifatius von einer Pilgerreise von Rom mit, um die Kirche des Klosters Fulda (dem Göttlichen Erlöser geweiht) damit auszustatten. Sie sollten mithelfen, diesen noch überwiegend heidnischen Teil Germaniens zu christianisieren. Das Kloster Fulda war ein Grenzkloster zu Thüringen. Heute noch verläuft hier in der Nähe die Grenze zwischen Hessen und Thüringen, zwischen den germanischen Stämmen der Chatten und der Thuringia. Die jenseits der Grenze ansässigen Sachsen fielen immer wieder ein, brandschatzten und plünderten. Dem sollte das Kloster entgegenwirken, was auch gelang. Wenige Jahrzehnte nach dem Tod des hl.Bonifatius am 5.Juni 754, 10 Jahre nach der Gründung des Klosters Fulda, gelang es dem 1.Abt des Kloster Fulda, dem hl.Sturmius (+779), das Kloster zum Blühen zu bringen, die Zahl der Mönche zu vervielfachen und die ganze Gegend zu stabilisieren, zu christianisieren und zu befrieden. Es hatte durch die Bemühungen des hl.Kilian schon einige Jahrzehnte vorher Christen gegeben, diese drohten aber unter dem 'Druck der Sachseneinfälle wieder abzuwandern. Das konnte durch das Kloster Fulda gestoppt werden, die ganze Gegend blühte wirtschaftlich auf. Durch das Kloster entstand auch die Stadt Fulda als Wirtschaftszentrum, zunächst für die Belieferung des Klosters.

Die beiden Brüder Simplicus und Faustinus waren römische Legionäre und wurden unter Kaiser Diokletian 303 wegen ihres christlichen Glaubens gefoltert. getötet und von der Steinbrücke („per pontem qui vocatur Lapideus“) in den Fluss Tiber geworfen. Die Leichen sollten unbeerdigt liegenbleiben. Ihre Schwester Beatrix kam in der Dunkelheit und beerdigte ihre Brüder, dabei wurde sie erwischt, kam ins Gefängnis und wurde ebenfalls getötet, da sie dem christlichen Glauben nicht abschwören wollte.

Die Abschwörungsformel im heidnischen Imperium Romanum bestand darin, dass dem Bildnis des Kaisers, der als göttlich galt, Weihrauch geopfert und Christus geflucht werden musste

Die adelige Matrone Lucina, die in Rom bereits dafür bekannt war, dass sie Verfolgten half und dafür sorgte, dass die Leichname bestattet wurden, nahm sich der getöteten Beatrix an und veranlasste ihre Beisetzung „ad Sextum Philippi“ in der Nähe ihrer Brüder. So geschah es, dass Simplicius, Faustinus und Beatrix die gleiche Ruhestätte fanden und gemeinsam heilig gesprochen wurden.
Der Geschichtsschreiber des Werkes "Liber de locis sanctis Martyrum" („Die heiligen Stätten der Märtyrer") schrieb über die 3 Geschwister Simplicius, Faustinus und Beatrix, dass sie in Erwartung ihrer Auferstehung „iuxta viam Portuensem dormiunt“ („nahe bei der Via Portuense ruhen“).
Theresia Katharina
Sophie Scholl: (9821-1943). Der größte Schaden entsteht durch die schweigende Mehrheit, die nur überleben will, sich allem fügt und alles mitmacht.
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