Vorsicht bei selbsternannten "Qualitätsmedien":
ZDF-Debakel: Gericht zerpflückt "Correctiv"-Übernahme zur Potsdam-Affäre
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Da sitzt man also in Mainz, beim ZDF, hat einen riesigen Apparat zur Verfügung, Redakteure en masse, üppige Budgets – und dann das: Man übernimmt einfach ungeprüft, was andere im Sinne der Regierung recherchiert haben (oder zu haben glauben). Die vorgebrachte Begründung dafür ist so erstaunlich wie entlarvend: „Keine Zeit für eigene Recherchen.“
Besonders pikant: Das ZDF räumte vor Gericht freimütig ein, dass man bei „tagesaktueller Berichterstattung“ eben Meldungen Dritter „ungeprüft und ungefiltert“ übernehme. Eine erstaunliche Aussage für einen Sender, der sich gerne als Leuchtturm des Qualitätsjournalismus inszeniert. Stattdessen praktizierte man offenbar Copy-Paste-Journalismus der besonderen Art – garniert mit zusätzlichen, nicht einmal von „Correctiv“ selbst behaupteten Details. Die Richter ließen diese Argumentation nicht gelten, zumal der Bericht monatelang online blieb. Zeit für Fact-Checking wäre also reichlich gewesen. Doch selbst als andere Gerichte ähnliche …