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Karmelitinnen von Aleppo: "Welche Rolle spielt die Regierung bei diesem Völkermord?"

Die Karmelitinnen von Aleppo, Syrien, haben eine Botschaft veröffentlicht, die in den sozialen Medien verbreitet wurde, unter anderem von François Fillon, dem ehemaligen französischen Premierminister (2007-2012). Die Nonnen schreiben:

Liebste Freunde,

so viele von Ihnen haben sich gemeldet und nach Neuigkeiten gefragt, und wir sind tief berührt von Ihrer Sorge. Die Massaker, die sich an der Nordwestküste Syriens, in der alawitischen Region, aus der die Familie des ehemaligen Präsidenten stammt, abspielen, sind unfassbar.

Dies ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit - ein echter Völkermord.

Wie kann das einfache, verarmte alawitische Volk für die jahrzehntelange Herrschaft der Familie Assad verantwortlich gemacht werden? Schock, Wut und Angst machen sich in Latakia und darüber hinaus breit. Wohin soll das alles führen?

Wer wird sich für diese armen Menschen einsetzen, die kein Geld, keine Macht und keine Mittel haben, sich zu verteidigen? Wir bitten Sie: Beten Sie und tun Sie alles, was in Ihrer Macht steht, um dieses unmenschliche Gemetzel zu beenden.

Heute Morgen sprachen wir mit Sr. Rima, der Oberin der Apostolischen Karmeliterinnen von St. Joseph in Latakia. Sie weinte am Telefon. In ihrem Wohnheim leben viele junge alawitische Frauen, und diese armen Mädchen sind am Boden zerstört - einige haben Eltern, Geschwister und Freunde bei den Massakern verloren. Zu diesem Horror kommt noch hinzu, dass Latakia seit fünf Tagen ohne Strom und Wasser ist.

Auch hier in Aleppo wird der Mangel immer schlimmer. Diese Tragödie hat im ganzen Land Proteste ausgelöst, die aber leider oft gewalttätig werden. Und die Regierung bleibt stumm. Welche Rolle spielt sie bei dieser Katastrophe?

Innerhalb der Kirche haben sich Patriarchen und Bischöfe mit Nachdruck zu Wort gemeldet und die Regierung aufgefordert, die Gewalt zu beenden und sich wirklich für das Wohl der Nation und ihren Wiederaufbau einzusetzen.

Unser lateinischer Bischof, Monsignore Jallouf, hat sich besonders deutlich geäußert - er kennt die Jabhat al-Nusra nur zu gut aus seiner Zeit in Idlib...

Auch andere Gruppen im Land - Drusen, Kurden, Schiiten und andere - versammeln sich, oft zur Verteidigung des alawitischen Volkes.

Und doch erleben wir selbst inmitten einer solchen Tragödie unglaubliche Taten des Mutes und der Güte. Einige sunnitische und schiitische Familien haben alawitische Flüchtlinge aufgenommen und beschützt.

Lassen Sie uns also für ein Ende dieser Gewalt beten.

Möge die Regierung die Verantwortung übernehmen und sich für Versöhnung, Frieden und das Wohlergehen aller einsetzen. Und bitte beten Sie besonders für die christliche Gemeinschaft, die von all diesen Unruhen so erschüttert ist, dass sie im Glauben festhält und ihre Heimat nicht aufgibt.

Wir danken Ihnen für Ihre Gebete und Ihre Liebe. Mögen Sie eine gesegnete und heilige Fastenzeit haben. Unser Erlöser Jesus hat gesiegt, und er wird immer siegen - durch seine Selbsthingabe und seinen Liebestod am Kreuz.

Die Karmelitennonnen von Aleppo

AI-Übersetzung
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pater pauperum

🙏 🙏 🙏

pacem

Assad war immer nur ein Hindernis einerseits für die radikalen Islamisten um den islamischen Gottessstaat zu errichten - und für die USA, da er sich nicht gegen Russland instrumentalisieren ließ. So benutzte auch hier der Westen die Radikalen ohne Rücksicht auf Verluste und Konsequenzen an Menschenleben. Was aber interessant ist: nachdem die USA ihre Meinung zu Russland geändert haben, haben die Vasallen in Europa die Gehirnwäsche verinnerlicht und halten auf Biegen und Brechen daran fest.

klee heut

Nah, Sturz schiitischer und christlicher Mehrheiten die zur Staatsgründung fähig sind, ist in erster Linie oberste Priorität des jüdischen Staates Israels. Jedwelche Werbung, Propaganda folgt daraus.

pacem

@klee heut Ich spreche hier nur von den Fakten Syrien betreffend. Hillary Clinton hat selber gesagt, daß sie den IS ausgebildet und bewaffnet haben ... "als sie noch nicht wußten, wie sich das entwickeln wird". Von welchen christlichen Mehrheiten etc. sprechen Sie, die Israel gestürzt haben soll???

klee heut

Sie schreiben von Hindernis und Instrumentualisierung. Dies setzt eine Absicht voraus. Amerika hat von sich aus kaum solch religiöse, noch materialistische Beweggründe, selbst als Imperium wäre das unzureichend. Zu so etwas kommt es auch nur da der jüdische Staat Israel und Amerika eine Allianz bilden. Da gibt es nichts zum ausbilden, Sunniten sind eben einfacher zu lenken. Und zu Gottesstaat. Das radikale Sunniten religiöser sind sei dahingestellt. Meiner persönlicher Auffassung mangelt es Ihnen viel an Religiösen, Wahnsinn und Überzeugung ist jetzt noch kein Maßstab für Religiösität. Tja wie kommt es das europäische Länder selbst ohne Zutun der USA ebenso handeln, und in die selbe Richtung gelenkt werden. Können Sie "den Westen" irgendwie definieren, oder ist das etwas nebelöses? Der Protestantismus allein? Das Judentum hat im Gegensatz dafür religiöse Gründe an sich. Es gelang einfach, dass protestantische christliche Strömungen den Staat Israel als Cargokult anbeten. Heutzutage ist dies auch bei manchen katholischen, eigentlich zu christlich-unitarischen gewordenen Glaubensrichtungen der Fall, da einfach der Name "Israel" im Staat enthalten ist. Regionale Mehrheiten, regionale christliche Mehrheiten wurden selbst seit der Staatsgründung aktiv vertrieben. Ein stärkeres Christentum erkennt der jüdische Staat einfach als vielfach größere Gefahr. Könnte der jüdische Staat es sich aussuchen zwischen einem Schiastaat, einer Sunna oder einem christlichem als unmittelbare Nachbarschaft, würde es jedesmal eine sunnitische (plus Kurden) Gemeinschaft wählen.

pacem

Sie schmeissen da ziemlich viel durcheinander. Die USA hatte geopolitische Interessen, wie auch unter anderem in Afghanistan und in der Ukraine. Ihre Vasallen in der EU mussten da überall mitmachen. Der Umschwung kam ja erst mit Trump.

klee heut

Nein, ohne Frankreich und später die USA wäre es nicht mal zu einer von Alawiten geführten Rebublik gekommen. Weder ist es Frankreich, noch der USA intrinsisch geopolitisch wichtig mit wem man nun zusammenarbeitet. Als Minderheit, und nur in bestimmten Regionen befindlichen Mehrheit lassen sie sich um so leichter mit dritten größeren Kräften zusammenarbeiten, und werden so loyal, da eben die umliegende Mehrheit Sunniten sind. Easy peasy. Um an der Macht zu bleiben verteilten Alawiten und später Hafez Al-Assad natürlich x-beliebige Stellen an Sunniten. Der jüdische Staat Israel sah das schon seit Jahrzehnten als eindringliches Problem. Spätestens seit Alawiten in Syrien und Nasser in Ägypten kooperierten. Das Spiel gabs schon 1982 in Hamah durch die Muslim Brotherhood anstatt ISIS. Der jüdische Staat versuchte schon seit Jahrzehnten Hafiz al-Assad zu stürzen. The Vatican, Palestinian Christians, Israel, and … plus palestine- … usw...

klee heut

Dem US is ziemlich gleich, welche Mehr- oder Minderheiten sich in der Levante bilden, gibt bestimmt eine Menge von us Politikern die über eine christlich bzw. christlich protestantische Mehrheit froh wären, dem israelischen Staat nicht.

pacem

@klee heut Ok - also für Sie ist immer Israel schuld, egal was, wo und wann. Israel störte an Syrien vor allem die Zusammenarbeit mit dem Iran, der immer wieder ziemlich offen die Auslöschung Israels androht. Syrien brauchte aber die Hilfe des Iran gegen den IS.

klee heut

Ich schrieb ja auch nichts von Schuldfrage. Die Motivation eines Formwillen bzw. Änderungswillen in der Levante ist nur von der USA nicht direkt gegeben, wie oder mit wem ist das als Imperium jetzt Nebensache. Das ergibt sich eben daraus, das die US in erster Linie mit dem jüdischen Staat Israel verbündet ist. Dem ist es eben nicht egal. Irgendwo ganz weit aussen und hinten kommt in der Gegend vielleicht wenig die Türkei. Schuldfrage, mich kümmert da das ganze jetzt recht wenig. Man kann genauso sagen, dass die Baath Regierungen nicht ewig zu halten waren ist jetzt kein Wunder. Da braucht Israel nicht gerade viel tun. Ich schrieb ja nichts davon das ISIS Israel ist, oder whatever, oder das diese oder jene sunnitisch Extremistische Organisation vom jüdischen Staat gegründet wurde. Was es aus jüdischer Sicht förderlicher und sicherer sieht, ist nun mal Welten von einer christlichen Sicht entfernt. Da so gut wie jede sunnitische Strömung (mal abgesehen das sie auch einfacher zu lenken sind) näher mit dem jüdischen Bild übereinstimmt, werden die viel eher gedultet, sekundär gefördert etc. als schia Strömungen, oder christliche Bewegungen, bzw. wenn die Regierung des Nachbarn nicht passt an, diese gestürzt . Simple as that, was ist das ist eben. Die US hat in sich sicher ebenso einen revolutionäres Ethos, der hilfreich ist.

Elista

Das syrische Regime unter Mohammed al-Joulani zieht Konsequenzen und gibt Anweisungen an die so genannten syrischen Sicherheitskräfte, eher sunnitischen Rebellen und Dschihadisten:
"Wir wollen nicht, dass ihr filmt".
"Filmen ist verboten"!
"Wer filmt, wird bestraft"!
"Keine Fehler!"
"Verstanden".
Das Problem aus ihrer Sicht war nur, dass die sunnitischen Rebellen die Hinrichtung aufnahmen. Das sollen die Dschihadisten nächstens nicht wiederholen. Das sind die Konsequenzen, nicht das Morden.
Israel Heute

Elista

🙏 🙏 🙏