Heute, am 27.Juni ist der Festtag der Muttergottes von der Immerwährenden Hilfe

Mutter von der Immerwährenden Hilfe, bitte für uns !

Das Urbild des römischen Gnadenbildes der Maria von der Immerwährenden Hilfe (ital.: "Madonna del Perpetuo Soccorso"), im byzantinischen Stil (Ikone) hängt heute in St. Alfonso, der Kirche der Redemptoristen in Rom. Es ist sehr wahrscheinlich auf der Insel Kreta im 14./15. Jahrhundert entstanden.

Der 27.Juni ist der Festtag dieses Gnadenbildes.

Nach der Überlieferung wurde die Ikone in Kreta gemalt und von einem Kaufmann entwendet, da sie als wundertätig galt, und nach Rom gebracht. Als ihm in der Todesstunde das Gewissen schlug, sollte ein Freund die Ikone in eine Kirche bringen. Seine Witwe weigerte sich, diese Kostbarkeit herzuigeben.

Schließlich erschien die Jungfrau Maria der sechsjährigen Tochter dieser römischen Familie und trug ihr auf, ihrer Mutter zu sagen, sie möge das Bild der Mutter von der Immerwährenden Hilfe in der Kirche des hl. Apostels Matthäus, die zwischen der Basilika Maria Maggiore und der Lateranbasilika liegt, aufstellen lassen.

Die Mutter gehorchte, und das Bild der Muttergottes wurde am 27. März 1499 nach Rücksprache mit den verantwortlichen Priestern in der Kirche des hl. Matthäus aufgestellt. Dort wurde es in den folgenden 300 Jahren verehrt

Im Januar 1855 kauften die Redemptoristen die "Villa Caserta" in Rom und machten sie zum Generalatshaus ihrer Kongregation, die sich über Westeuropa und Nordamerika ausgebreitet hatte. Auf diesem Grundstück in der Via Merulana waren die Ruinen von Kirche und Kloster des hl. Matthäus.
Damit kam das Gnadenbild in die Hände der Redemptoristen.

Was sehen wir, wenn wir auf dieses Bild blicken?

Zunächst einmal sieht man die hl. Maria, weil sie das Bild dominiert und weil sie direkt auf uns schaut - nicht auf Jesus, nicht zum Himmel empor, nicht auf die Engel über ihrem Haupt. Sie blickt uns an, als wollte sie uns etwas sehr Wichtiges sagen. Ihre Augen blicken ernst, ja traurig, aber sie verlangen unsere Aufmerksamkeit.

Dies ist eine bedeutende Frau, eine von Macht und Stellung. Sie hebt sich von einem Goldhintergrund ab - im Mittelalter ein Symbol des Himmels. Sie ist in einen dunkelblauen Mantel mit grünem Futter gekleidet, darunter trägt sie ein rotes Kleid. Blau, grün und rot waren die Farben der Könige. Nur die Königin durfte diese Farben tragen.

Die griechischen Buchstaben über dem Haupt verkünden sie als die Mutter Gottes.

Wenn wir auf das Bild blicken, wissen wir, dass sie die Macht hat, im Himmel Fürsprache für uns einzulegen.

Marias Blick ist auf uns gerichtet, aber ihre Arme halten Jesus. Auf byzantinischen Ikonen wird Maria nie ohne Jesus dargestellt, weil Jesus im Zentrum des Glaubens steht. Auch Jesus trägt die Kleider der Könige. Nur ein König konnte, wie im Bild dargestellt, ein grünes Kleid, einen roten Gürtel und Goldbrokat tragen.

Die griechischen Buchstaben zur Rechten des Kindes und seines mit einem Kreuz geschmückten Heiligenscheins verkünden, dass es "Jesus Christus" ist.

Jesus blickt weder auf uns, noch auf seine Mutter, noch auf die Engel. Obwohl er sich an seine Mutter klammert, schaut er weg - auf etwas, das wir nicht sehen können ... etwas, das ihn so schnell zu seiner Mutter eilen ließ, dass sich eine seiner Sandalen beinahe losgelöst hat, etwas, das ihn sich um Schutz und Liebe an sie klammern ließ.

Der Erzengel Michael auf der linken Seite hält ein Gefäß mit der Galle in seinen Händen, die die Soldaten Jesus am Kreuz zum Trinken reichten, die Lanze, die seine Seite durchbohrte, und den Rohrstengel mit dem Schwamm.

Der Erzengel Gabriel auf der rechten Seite trägt das Kreuz und die vier Nägel in seinen Händen

Aber warum blickt Maria uns so aufmerksam an anstatt ihr Kind in Not? Ihr Blick auf uns bezieht uns mit ein und lässt uns Teil des Bildes und des Schmerzes werden. Ihr Blick sagt uns, dass wir so wie Jesus uns an sie wenden und bei ihr Zuflucht finden können.

Ein Detail der Ikone,
auf welches oft hingewiesen wird, sind die Füße Jesu. Sie sind in sehr menschlicher Art übereinander geschlungen. Von der rechten Fußsohle ist die Sandale losgelöst und droht zu Boden zu fallen. Man deutet dies gewöhnlich als eine Folge des Erschreckens Jesu angesichts des angekündigten Leidens. I

n einer tieferen Sichtweise mag darin aber auch die Selbstentäußerung und Erniedrigung des Gottessohnes zum Ausdruck kommen, der »wie ein Sklave« wurde (vgl. Phi! 2,7).
Zugleich versinnbildlicht das Zeichen des entblößten Fußes das Eintreten Jesu in die Abgründe und Bodenlosigkeiten des menschlichen Lebens.

Noch ein anderes aussagekräftiges Detail der Ikone:

Die rechte Hand der Gottesmutter befindet sich an der Stelle ihres Herzens und bildet damit die innerste Haltung Marias ab. Die Hand ist nach oben hin offen. Sie gewährt einerseits Halt und Schutz und signalisiert andererseits Empfangsbereitschaft. Maria lädt Jesus ein, seine Hände in ihre Hand und in ihr Herz zu legen. Er, dem sie ihre ganze mütterliche Fürsorge geschenkt hat, gewährt ihr aber auch seinerseits den Reichtum seines Segens und seiner Gnade.

Maria weiß, dass es viele gefährliche und Furcht erregende Dinge in unserem Leben gibt, und dass wir jemanden brauchen, an den wir uns in Zeiten des Leides und der Angst wenden können.
Sie möchte uns denselben liebevollen Trost spenden wie Jesus.

Sie fordert uns auf, so schnell wie Jesus zu ihr zu eilen, so schnell, dass wir gar nicht daran denken, was wir anhaben oder wie wir gehen, wenn wir nur bei ihr sind.
Theresia Katharina
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Theresia Katharina
Heiliger Bonifatius (+ 5.Juni 754):
Über allem das Schlimmste sind die Ränke falscher Brüder, die die Bosheit ungläubiger Heiden noch überbieten! Er fühlte sich inmitten von Wölfen: Überall Mühsal, überall Leid! Außen Kämpfe, innen Ängste!
Wir wollen nicht stumme Hunde sein, nicht schweigende Späher, nicht Mietlinge, die vor dem Wolf fliehen , sondern besorgte Hirten, die über die Herde …More
Heiliger Bonifatius (+ 5.Juni 754):
Über allem das Schlimmste sind die Ränke falscher Brüder, die die Bosheit ungläubiger Heiden noch überbieten! Er fühlte sich inmitten von Wölfen: Überall Mühsal, überall Leid! Außen Kämpfe, innen Ängste!
Wir wollen nicht stumme Hunde sein, nicht schweigende Späher, nicht Mietlinge, die vor dem Wolf fliehen , sondern besorgte Hirten, die über die Herde wachen, die dem Großen und dem Kleinen, dem Reichen und dem Armen, jedem Stand und Alter, gelegen oder ungelegen, den Rat Gottes verkünden!
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Theresia Katharina
Wegen der gregorianischen Kalenderreform, soll nun der Lostag für die Großwetterlage für die nächsten 7 Wochen, in der ersten Juliwoche liegen.
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