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IN PURIFICATIONE BEATÆ MARIÆ VIRGINIS – FEST MARIÄ REINIGUNG ODER LICHTMESS 2.FEBRUAR

2. Februar

In Purificatione Beatæ Mariæ Virginis – Fest Mariä Reinigung oder Lichtmeß
2. Kl. – Farbe weiß

Zwei Geheimnisse sind es, die am heutigen Feste gefeiert werden: die Darstellung des neugeborenen Gottessohnes im Tempel und die Reinigung Mariä.

Dem Gesetze des Moses zufolge war jede israelitische Mutter für eine bestimmte Zeit nach der Geburt eines Kindes unrein, d. h. sie durfte nicht im Tempel erscheinen. Nach Verlauf der gesetzlichen Frist mußte sie zur Reinigung ein Lamm und eine Taube oder, wenn sie arm war, zwei Tauben zum Opfer bringen; dann wurde sie vom Priester für rein erklärt und durfte wieder den Tempel betreten. Ein zweites Gesetz machte alle männlichen Erstgeborenen zum besonderen und ausschließlichen Eigentum des Herrn, es befahl ihre gesetzliche Weihe an Gott und forderte als Preis für Auslösung und Rückkauf des Erstgeborenen eine bestimmte Summe Geld.

Beide Gesetze waren weder auf Jesus noch auf Maria anzuwenden. Dennoch unterwarfen sich beide diesem Doppelgesetz: der Allerheiligste, der nicht der Heiligung, und die Allerreinste, die nicht der Reinigung bedurfte.

Christus wurde im Tempel dargestellt auf den Armen Mariä: Maria ist´s, die damals schon ihren Sohn dahingab. So bekundet das Festgeheimnis die Anteilnahme Mariä am Werke der Erlösung.

Im Tempel begegnete Christus dem greisen Simeon, der ihn als Licht seines Volkes und aller Welt pries. Deshalb trägt das Fest bei den Griechen den Namen Hypapánte (Begegnung).

Mit dem heutigen Feste schließt die Weihnachtszeit im engeren Sinne.

Die Feier dieses Tages wird in der römischen Liturgie durch eine Prozession erhöht. Diese Prozession verbleibt dem Tage, auch wenn das Fest verschoben wird. Bei der Prozession trägt man brennende Kerzen, die vorher geweiht wurden.

Die Heimat dieses Festes ist Jerusalem. Schon gegen Ende des 4. Jahrhunderts wurde es dort 40 Tage nach dem Feste der Erscheinung, wie die Pilgerin Ätheria berichtet, hochfestlich, ja mit osterfreudigem Gepräge gefeiert. Vom Osten kam das Fest schon früh nach Rom. Im Abendland ist die Prozession Ende des 7. Jahrhunderts bezeugt, geht aber vielleicht in noch frühere Zeiten zurück. Nach dem Zeugnis des hl. Beda trug man schon im 8. Jahrhundert dabei brennende Kerzen. Seit dem 10. Jahrhundert pflegte man diese Kerzen zu weihen. Im Orient läßt sich die fromme Sitte, brennende Kerzen zu tragen, schon im 5. Jahrhundert nachweisen.


Kerzenweihe
Durch die Weihe werden die Kerzen zum Sakramentale: sie werden gesegnet «zum Gebrauche der Menschen und zur Gesundheit des Leibes und der Seele, für alle, seien sie zu Land oder zu Wasser» (1. Oratio). Wir flehen um die Gnade, daß wir, entflammt vom heiligen Feuer der Liebe, einst im Tempel der Glorie vor Gott erscheinen dürfen (2. Oratio), daß wir im Lichterglanze des Heiligen Geistes erkennen, was uns zum Heile förderlich ist (3. Oratio), daß das Licht der Gnade nie in uns erlösche (4. Oratio), und daß wir Christus wahrhaft erkennen und in Treue lieben (5. Oratio).

Der Priester betet:


V Dominus vobiscum.
R Et cum spiritu tuo.

Oremus. Domine sancte, Pater omnipotens, æterne Deus, qui omnia ex nihilo creasti, et jussu tuo per opera apum hunc liquorem ad perfectionem cerei venire fecisti: et qui hodierna die petitionem justi Simeonis implesti: te humiliter deprecamur; ut has candelas ad usus hominum et sanitatem corporum et animarum, sive in terra sive in aquis, per invocationem tui sanctissimi nominis et per intercessionem beatæ Mariæ semper Virginis, cujus hodie festa devote celebrantur, et per preces omnium Sanctorum tuorum bene†dicere et sancti†ficare digneris: et hujus plebis tuæ, quæ illas honorifice in manibus desiderat portare teque cantando laudare, exaudias voces de cælo sancto tuo et de sede majestatis tuæ: et propitius sis omnibus clamantibus ad te, quos redemisti pretioso Sanguine Filii tui: Qui tecum vivit et regnat in unitate Spiritus Sancti Deus: per omnia sæcula sæculorum. R Amen.

V Der Herr sei mit euch.
R Und mit deinem Geiste.

Lasset uns beten. Heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott, Du hast alles aus nichts erschaffen; nach Deiner Anordnung auch haben die Bienen diesen Blumensaft zum Wachs für Kerzen bereitet; Du hast am heutigen Tage die Bitte des gerechten Simeon erfüllt: zu Dir nun flehen wir in Demut: auf die Anrufung Deines allerheiligsten Namens und auf die Fürsprache der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria, deren Fest man heute in Andacht begeht, sowie auf die Fürbitte aller Deiner Heiligen wollest Du segnen † und weihen † diese Kerzen zum Gebrauche der Menschen und zur Gesundheit des Leibes und der Seele, für alle, seien sie zu Land oder zu Wasser. Von Deinem heiligen Himmel und vom Throne Deiner Majestät aus erhöre das Rufen dieses Deines Volkes, das diese Kerzen mit ehrfürchtigen Händen zu tragen und Dich in Liedern zu loben begehrt; sei gnädig gegen alle, die zu Dir rufen, die Du Dir erkauft hast durch das kostbare Blut Deines Sohnes: der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. R Amen.

Oremus. Omnipotens sempiterne Deus, qui hodierna die Unigenitum tuum ulnis sancti Simeonis in templo sancto tuo suscipiendum præsentasti: tuam supplices deprecamur clementiam; ut has candelas, quas nos famuli tui, in tui nominis magnificentiam suscipientes, gestare cupimus luce accensas, bene†dicere et sancti†ficare atque lumine supernæ benedictionis accendere digneris: quatenus eas tibi Domino, Deo nostro, offerendo digni, et sancto igne dulcissimæ caritatis tuæ succensi, in templo sancto gloriæ tuæ repræsentari mereamur. Per eundem Dominum nostrum Jesum Christum, Filium tuum: Qui tecum vivit et regnat in unitate Spiritus Sancti Deus: per omnia sæcula sæculorum. R Amen.

Lasset uns beten. Allmächtiger ewiger Gott, Du hast Deinen Eingeborenen in Deinem heiligen Tempel am heutigen Tage den Armen des hl. Simeon dargeboten; darum flehen wir demütig zu Deiner Güte: diese Kerzen, die wir, Deine Diener, zur Verherrlichung Deines Namens empfangen und brennend tragen möchten, wollest Du segnen † und weihen † und sie mit dem Lichte himmlischen Segens anzünden; indem wir sie Dir, dem Herrn, unserm Gott, so darbringen, mögen wir würdig sein, entflammt vom heiligen Feuer Deiner so süßen Liebe, im heiligen Tempel Deiner Glorie Dir dargestellt zu werden. Durch Ihn, unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. R Amen.

Oremus. Domine Jesu Christe, lux vera, quæ illuminas omnem hominem venientem in hunc mundum: effunde bene†dictionem tuam super hos cereos, et sancti†fica eos lumine gratiæ tuæ, et concede propitius; ut, sicut hæc luminaria igne visibili accensa nocturnas depellunt tenebras; ita corda nostra invisibili igne, id est, Sancti Spiritus splendore illustrata , omnium vitiorum cæcitate careant: ut, purgato mentis oculo, ea cernere possimus, quæ tibi sunt placita et nostræ saluti utilia; quatenus post hujus sæculi caliginosa discrimina ad lucem indeficientem pervenire mereamur. Per te, Christe Jesu, Salvator mundi, qui in Trinitate perfecta vivis et regnas Deus, per omnia sæcula sæculorum. R Amen.

Lasset uns beten. Herr Jesus Christus, Du wahres Licht, der Du jeden Menschen erleuchtest, der in diese Welt kommt, gieße Deinen Segen † aus über diese Kerzen und weihe † sie durch das Licht Deiner Gnade. Wie diese Kerzen, von sichtbarem Feuer angezündet, die Finsternis der Nacht verscheuchen, so laß in Gnaden unser Herz, von unsichtbarem Feuer, nämlich dem Lichtglanz des Hl. Geistes, erhellt und von aller Sündenblindheit frei werden, damit wir mit reinem Geistesauge zu schauen vermögen, was Dir wohlgefällig und unserem Heile förderlich ist; dann werden wir aus dem Dunkel und den Gefahren dieser Welt zum unvergänglichen Lichte gelangen dürfen; durch Dich, Christus Jesus, Heiland der Welt, der Du in der vollkommenen Dreifaltigkeit lebst und herrschest, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. R Amen.

Oremus. Omnipotens sempiterne Deus, qui per Moysen famulum tuum purissimum olei liquorem ad luminaria ante conspectum tuum jugiter concinnanda præparari jussisti: bene†dictionis tuæ gratiam super hos cereos benignus infunde; quatenus sic administrent lumen exterius, ut, te donante, lumen Spiritus tui nostris non desit mentibus interius. Per Dominum nostrum Jesum Christum, Filium tuum: Qui tecum vivit et regnat in unitate ejusdem Spiritus Sancti Deus: per omnia sæcula sæculorum. R Amen.

Lasset uns beten. Allmächtiger ewiger Gott, Du hast durch Deinen Diener Moses befohlen, für die Lampen, die stets vor Deinem Angesichte brennen sollten, das reinste Öl zu bereiten; gieße huldvoll die Gnade Deines Segens † über diese Kerzen aus, damit sie uns äußerlich so das Licht spenden, daß zugleich innerlich Durch Deine Gnade das Licht Deines Geistes in unseren Herzen nie erlösche. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit eben dieses Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. R Amen.

Oremus. Domine Jesu Christe, qui hodierna die, in nostræ carnis substantia inter homines apparens, a parentibus in templo es præsentatus: quem Simeon venerabilis senex, lumine Spiritus tui irradiatus, agnovit, suscepit et benedixit: præsta propitius; ut, ejusdem Spiritus Sancti gratia illuminati atque edocti, te veraciter agnoscamus et fideliter diligamus: Qui cum Deo Patre in unitate ejusdem Spiritus Sancti vivis et regnas Deus, per omina sæcula sæculorum. R Amen.

Lasset uns beten. Herr Jesus Christus, Du bist in unsrer leiblichen Natur unter den Menschen erschienen und am heutigen Tage von Deinen Eltern im Tempel dargestellt worden; vom Lichte des Hl. Geistes erleuchtet, hat Dich Simeon, der ehrwürdige Greis, erkannt, Dich auf seine Arme genommen und gesegnet; verleihe gnädig, daß auch wir, von der Gnade desselben Hl. Geistes erleuchtet und belehrt, Dich wahrhaft erkennen und treu lieben: der Du mit Gott dem Vater in der Einheit eben dieses Hl. Geistes lebst und herrschest, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. R Amen.


Asperges me

Nun besprengt der Priester die Kerzen mit Weihwasser und betet dabei die Antiphon Asperges me; hierauf beräuchert er sie.

Während der Austeilung der Kerzen singt man den Lobgesang des greisen Simeon mit der


Antiphon (Luc. 2, 32)
Notenblatt

Lumen ad revelationem gentium: et gloriam plebis tuæ Israel.

Ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zum Ruhme Deines Volkes Israel.


Canticum (Luc. 2, 29-31)

Nunc dimittis servum tuum, Domine, secundum verbum tuum in pace.
Lumen
(usque ad Israel)
Quia viderunt oculi mei * salutare tuum.
Lumen
(ut supra)
Quod parasti * ante faciem omnium populorum.
Lumen
(ut supra)
Gloria Patri et Filio * et Spiritui Sancto.
Lumen
(ut supra)
Sicut erat in principio, et nunc, et semper, * et in sæcula sæculorum. Amen.
Lumen
(ut supra)

Nun entlässest Du, Herr, Deinen Diener nach Deinem Worte in Frieden.
Ein Licht
(bis Israel)
Denn es haben geschaut meine Augen * Dein Heil.
Ein Licht
(wie vorher)
Das Du bereitet hast * vor dem Angesicht aller Völker.
Ein Licht
(wie vorher)
Ehre sei dem Vater und dem Sohne * und dem Hl. Geiste.
Ein Licht
(wie vorher)
Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit * und in Ewigkeit. Amen.
Ein Licht
(wie vorher)

Hierauf betet der Priester:


V Dominus vobiscum.
R Et cum spiritu tuo.

Oremus. Exaudi, quæsumus, Domine, plebem tuam: et, quæ extrinsecus annua tribuis devotione venerari, interius assequi gratiæ tuæ luce concede. Per Christum, Dominum nostrum. R Amen.

V Der Herr sei mit euch.
R Und mit deinem Geiste.

Lasset uns beten. Wir bitten Dich, o Herr: erhöre Dein Volk, und laß uns durch das Licht Deiner Gnade innerlich erlangen, was Du alljährlich in äußerer Feier uns verehren lässest. Durch Christus, unsern Herrn. R Amen.


Prozession durch die Kirche ins Freie

V Procedamus in pace.
R In nomine Christi. Amen.

V Lasset uns ziehen in Frieden.
R Im Namen Christi. Amen.


Während der Prozession wird die eine oder andere der folgenden Antiphonen gesungen. Die erste, hochpoetische Antiphon ist griechischen Ursprungs.

Antiphon

Adorna thalamum tuum, Sion, et suscipe Regem Christum: amplectere Mariam, quæ est cælestis porta: ipsa enim portat Regem gloriæ novi luminis: subsistit Virgo, adducens manibus Filium ante luciferum genitum: quem accipiens Simeon in ulnas suas, prædicavit populis, Dominum eum esse vitæ et mortis et Salvatorem mundi.

Schmücke dein Brautgemach, Sion! Christus, den König, nimm auf. Umfange Maria; sie ist die Pforte des Himmels; sie trägt ja den König neuleuchtender Glorie. Dort steht die Jungfrau; auf ihren Händen bringt sie den Sohn, gezeugt vor dem Morgenstern. Simeon nimmt Ihn auf seine Arme und kündet den Völkern: Das ist der Herr über Leben und Tod, der Heiland der Welt!


Andere Antiphon (Luc. 2, 26 27 und 28-29)

Responsum accepit Simeon a Spiritu Sancto, non visurum se mortem, nisi videret Christum Domini: et cum inducerent Puerum in templum, accepit eum in ulnas suas, et benedixit Deum, et dixit: Nunc dimittis servum tuum, Domine, in pace. V Cum inducerent puerum Jesum parentes ejus, ut facerent secundum consuetudinem legis pro eo, ipse accepit eum in ulnas suas.

Dem Simeon war vom Hl. Geiste geoffenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, bis er den Gesalbten des Herrn gesehen habe. Und als sie das Kind in den Tempel hereinbrachten, nahm er Es auf seine Arme, lobte Gott und sprach: «Nun entlässest Du, Herr, Deinen Diener in Frieden.» V Als die Eltern das Jesuskind hereinbrachten, um nach des Gesetzes Brauch mit Ihm zu verfahren, da nahm er Es auf seine Arme.


Beim Einzug in die Kirche singt man das Responsorium:

Obtulerunt pro eo Domino par turturum, aut duos pullos columbarum: * Sicut scriptum est in lege Domini. V Postquam impleti sunt dies purgationis Mariæ, secundum legem Moysi, tulerunt Jesum in Jerusalem, ut sisterent eum Domino. – Sicut scriptum est in lege Domini. V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. – Sicut scriptum est in lege Domini.

Sie opferten für Ihn dem Herrn ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben, * Wie es im Gesetze des Herrn geschrieben steht. V Als für Maria nach dem Gesetze des Moses die Tage der Reinigung vorüber waren, brachten sie Jesus nach Jerusalem, um Ihn dem Herrn darzustellen. – Wie es im Gesetze des Herrn geschrieben steht. V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Hl. Geiste. – Wie es im Gesetze des Herrn geschrieben steht.


Hierauf beginnt ohne Stufengebet die hl. Messe. Beim Evangelium und vom Beginn des Kanons bis nach der hl. Kommunion hält man die brennenden Kerzen in den Händen.

EINFÜHRUNG IN DIE MESSE

2. Februar

In Purificatione Beatæ Mariæ Virginis – Fest Mariä Reinigung oder Lichtmeß
2. Kl. – Farbe weiß


Frohbewegten Herzens danken wir im Introitus und Graduale für die Gnade unsrer Begegnung mit dem Heiland. In der Lesung kündet der Prophet Malachias an, daß der Herrscher, Christus, in seinen Tempel kommen werde. Das Evangelium erzählt das Festgeheimnis. Beim Opfergang bringen wir mit den Gaben das göttliche Kind und uns selbst dar und preisen die Anmut des Kindes (Offert.). Beim Opfermahl dürfen wir wie Simeon Christus empfangen und erhalten damit zugleich das Unterpfand dafür, daß wir ihn ewig von Angesicht zu Angesicht schauen dürfen (Comm.).

Introitus (Ps. 47, 10-11)


Suscepimus, Deus, misericordiam tuam in medio templi tui: secundum nomen tuum, Deus, ita et laus tua in fines terræ: justitia plena est dextera tua. (Ps. ibid. 2) Magnus Dominus, et laudabilis nimis: in civitate Dei nostri, in monte sancto ejus.
V Gloria Patri, et Filio, et Spiritui Sancto. Sicut erat in principio, et nunc, et semper, et in sæcula sæculorum. Amen. – Suscepimus (usque ad Ps.).

O Gott, wir haben Dein Erbarmen bei uns aufgenommen inmitten Deines Tempels; wie Dein Name, o Gott, so reicht auch Dein Ruhm bis an die Grenzen der Erde; voll der Gerechtigkeit ist Deine Rechte. (Ps. ebd. 2) Groß ist der Herr und allen Lobes würdig in unsres Gottes Stadt, auf Seinem heiligen Berge.
V Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem Heiligen Geiste. Wie es war im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen. – O Gott (bis zum Ps.).


Gloria

Gloria in excelsis Deo. Et in terra pax hominibus bonæ voluntatis. Laudamus te. Benedicimus te. Adoramus te. Glorificamus te. Gratias agimus tibi propter magnam gloriam tuam. Domine Deus, Rex cælestis, Deus Pater omnipotens. Domine Fili unigenite, Jesu Christe. Domine Deus, Agnus Dei, Filius Patris. Qui tollis peccata mundi, miserere nobis. Qui tollis peccata mundi, suscipe deprecationem nostram. Qui sedes ad dexteram Patris, miserere nobis. Quoniam tu solus Sanctus. Tu solus Dominus. Tu solus Altissimus, Jesu Christe. Cum Sancto Spiritu in gloria Dei Patris. Amen.

Ehre sei Gott in der Höhe. Und auf Erden Friede den Menschen, die guten Willens sind. Wir loben Dich. Wir preisen Dich. Wir beten Dich an. Wir verherrlichen Dich. Wir sagen Dir Dank ob Deiner großen Herrlichkeit. Herr und Gott, König des Himmels, Gott allmächtiger Vater! Herr Jesus Christus, eingeborener Sohn! Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters! Du nimmst hinweg die Sünden der Welt: erbarme Dich unser. Du nimmst hinweg die Sünden der Welt: nimm unser Flehen gnädig auf. Du sitzest zur Rechten des Vaters: erbarme Dich unser. Denn Du allein bist der Heilige. Du allein der Herr. Du allein der Höchste, Jesus Christus, Mit dem Hl. Geiste, in der Herrlichkeit Gottes des Vaters. Amen.


Oratio

Omnipotens sempiterne Deus, majestatem tuam supplices exoramus: ut, sicut unigenitus Filius tuus hodierna die cum nostræ carnis substantia in templo est præsentatus; ita nos facias purificatis tibi mentibus præsentari. Per eundem Dominum nostrum Jesum Christum, Filium tuum: Qui tecum vivit et regnat in unitate Spiritus Sancti Deus: per omnia sæcula sæculorum. R Amen.

Allmächtiger ewiger Gott, wir flehen in Demut zu Deiner Majestät: wie Dein eingeborener Sohn am heutigen Tage in unsrer menschlichen Natur im Tempel dargestellt wurde, so laß auch uns mit geläutertem Herzen Dir dargestellt werden. Durch Ihn, unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. R Amen.


Lectio (Mal. 3, 1-4)

Lectio Malachiæ Prophetæ. Hæc dicit Dominus Deus: Ecce, ego mitto Angelum meum, et præparabit viam ante faciem meam. Et statim veniet ad templum suum Dominator, quem vos quæritis, et Angelus testamenti, quem vos vultis. Ecce, venit, dicit Dominus exercituum: et quis poterit cogitare diem adventus ejus, et quis stabit ad videndum eum? Ipse enim quasi ignis conflans et quasi herba fullonum: et sedebit conflans et emundans argentum, et purgabit filios Levi et colabit eos quasi aurum et quasi argentum: et erunt Domino offerentes sacrificia in justitia. Et placebit Domino sacrificium Juda et Jerusalem, sicut dies sæculi et sicut anni antiqui: dicit Dominus omnipotens.

So spricht Gott, der Herr: «Seht, Ich sende Meinen Engel [Vorläufer], daß er den Weg vor Mir bereite. Und alsbald wird in Seinen Tempel der Herrscher kommen, den ihr sucht, der Engel des Bundes, nach dem ihr verlangt. Seht, Er kommt», spricht der Herr der Heerscharen. «Wer vermag an den Tag Seiner Ankunft auch nur zu denken, und wer wird bestehen bei Seinem Anblick? Denn Er ist wie schmelzend Feuer und wie die Lauge des Wäschers. Er wird sich hinsetzen, das Silber zu schmelzen und zu läutern; Er wird die Söhne Levis reinigen, sie wie Gold und Silber läutern, damit sie dem Herrn Opfer darbringen in Gerechtigkeit. Dann wird der Herr Gefallen haben an dem Opfer Judas und Jerusalems, wie in den Tagen der Vorzeit, wie in den längst vergangenen Jahren», spricht der Herr, der Allmächtige.


Graduale (Ps. 47, 10-11 u. 9)

S uscepimus, Deus, misericordiam tuam in medio templi tui: secundum nomen tuum, Deus, ita et laus tua in fines terræ. V Sicut audivimus, ita et vidimus in civitate Dei nostri, in monte sancto ejus.
Alleluja, alleluja. V Senex Puerum portabat: Puer autem senem regebat. Alleluja.

O Gott, wir haben Dein Erbarmen bei uns aufgenommen inmitten Deines Tempels. Wie Dein Name, o Gott, so reicht auch Dein Ruhm bis an die Grenzen der Erde. V Wie wir´s gehört, so schauten wir es auch in unsres Gottes Stadt, auf Seinem heiligen Berge.
Alleluja, alleluja. V Der Greis trug das Kind, das Kind aber lenkte den Greis. Alleluja.


Nach Septuagesima statt des Allelujaverses

Tractus (Luc. 2, 29-32)

Nunc dimittis servum tuum, Domine, secundum verbum tuum in pace. V Quia viderunt oculi mei salutare tuum. V Quod parasti ante faciem omnium populorum. V Lumen ad revelationem gentium et gloriam plebis tuæ Israel.

Nun entlässest Du, Herr, Deinen Diener nach Deinem Worte in Frieden. V Denn es haben geschaut meine Augen Dein Heil. V Das Du bereitet hast vor dem Angesicht aller Völker. V Ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zum Ruhme Deines Volkes Israel.


Evangelium (Luc. 2, 22-32)

Sequentia sancti Evangelii secundum Lucam. In illo tempore: Postquam impleti sunt dies purgationis Mariæ, secundum legem Moysi, tulerunt Jesum in Jerusalem, ut sisterent eum Domino, sicut scriptum est in lege Domini: Quia omne masculinum adaperiens vulvam sanctum Domino vocabitur. Et ut darent hostiam, secundum quod dictum est in lege Domini, par turturum aut duos pullos columbarum. Et ecce, homo erat in Jerusalem, cui nomen Simeon, et homo iste justus et timoratus, exspectans consolationem Israel, et Spiritus Sanctus erat in eo. Et responsum acceperat a Spiritu Sancto, non visurum se mortem, nisi prius videret Christum Domini. Et venit in spiritu in templum. Et cum inducerent puerum Jesum parentes ejus, ut facerent secundum cosuetudinem legis pro eo: et ipse accepit eum in ulnas suas, et benedixit Deum, et dixit: Nunc dimittis servum tuum, Domine, secundum verbum tuum in pace: Quia viderunt oculi mei salutare tuum: Quod parasti ante faciem omnium populorum: Lumen ad revelationem gentium et gloriam plebis tuæ Israel.

In jener Zeit, als für Maria nach dem Gesetz des Moses die Tage der Reinigung vorüber waren, brachten sie Jesus nach Jerusalem, um Ihn dem Herrn darzustellen; denn so steht geschrieben im Gesetze des Herrn [2 Mos. 13,2]: Jeder erstgeborene Knabe soll dem Herrn geheiligt werden. Auch wollten sie das Opfer entrichten, wie es im Gesetze des Herrn vorgeschrieben war, ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben [das Opfer der Armen – 3 Mos. 12, 6 ff.]. – Und siehe, es lebte in Jerusalem ein Mann mit Namen Simeon. Dieser war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels; und der Hl. Geist war in ihm. Es war ihm vom Hl. Geiste geoffenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, bis er den Gesalbten des Herrn gesehen habe. Er kam nun auf Antrieb des Hl. Geistes in den Tempel. Und als die Eltern das Jesuskind hereinbrachten, um nach des Gesetzes Brauch mit ihm zu verfahren, nahm er Es auf seine Arme, lobte Gott und sprach: «Nun entlässest Du, Herr, Deinen Diener nach Deinem Worte in Frieden. Denn es haben geschaut meine Augen Dein Heil, das Du bereitet hast vor dem Angesicht aller Völker: ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zum Ruhme Deines Volkes Israel.»


Credo

Credo in unum Deum. Patrem omnipotentem, factorem cæli et terræ, visibilium omnium et invisibilium. Et in unum Dominum Jesum Christum, Filium Dei unigenitum. Et ex Patre natum ante omnia sæcula. Deum de Deo, lumen de lumine, Deum verum de Deo vero. Genitum, non factum, consubstantialem Patri: per quem omnia facta sunt. Qui propter nos homines et propter nostram salutem descendit de cælis.
(Hic genuflectitur)
Et incarnatus est de Spiritu Sancto ex Maria Virgine: Et homo factus est. Crucifixus etiam pro nobis: sub Pontio Pilato passus, et sepultus est. Et resurrexit tertia die, secundum Scripturas. Et ascendit in cælum: sedet ad dexteram Patris. Et iterum venturus est cum gloria judicare vivos et mortuos: cujus regni non erit finis. Et in Spiritum Sanctum Dominum et vivificantem: qui ex Patre Filioque procedit. Qui cum Patre et Filio simul adoratur et conglorificatur: qui locutus est per Prophetas. Et unam sanctam catholicam et apostolicam Ecclesiam. Confiteor unum baptisma in remissionem peccatorum. Et expecto resurrectionem mortuorum. Et vitam venturi sæculi. Amen.

Ich glaube an den einen Gott. Den allmächtigen Vater, Schöpfer des Himmels und der Erde, aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge. Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn. Er ist aus dem Vater geboren vor aller Zeit. Gott von Gott, Licht vom Lichte, wahrer Gott vom wahren Gott; Gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch Ihn ist alles geschaffen. Für uns Menschen und um unsres Heiles willen ist Er vom Himmel herabgestiegen.
(Hier knien alle nieder)
Er hat Fleisch angenommen durch den Hl. Geist aus Maria, der Jungfrau, und ist Mensch geworden. Gekreuzigt wurde Er sogar für uns; unter Pontius Pilatus hat Er den Tod erlitten und ist begraben worden. Er ist auferstanden am dritten Tage, gemäß der Schrift; Er ist aufgefahren in den Himmel und sitzet zur Rechten des Vaters. Er wird wiederkommen in Herrlichkeit, Gericht zu halten über Lebende und Tote: und Seines Reiches wird kein Ende sein. Ich glaube an den Heiligen Geist, den Herrn und Lebensspender, der vom Vater und vom Sohne ausgeht. Er wird mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und verherrlicht; Er hat gesprochen durch die Propheten. Ich glaube an die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche. Ich bekenne die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Ich erwarte die Auferstehung der Toten. Und das Leben der zukünftigen Welt. Amen.


Offertorium (Ps. 44, 3)

Diffusa est gratia in labiis tuis: propterea benedixit te Deus in æternum, et in sæculum sæculi.

Deine Lippen sind von Anmut übergossen; drum segnete Dich Gott für immer und auf ewige Zeiten.


Secreta

Exaudi, Domine, preces nostras et, ut digna sint munera, quæ oculis tuæ majestatis offerimus, subsidium nobis tuæ pietatis impende. Per Dominum nostrum Jesum Christum, Filium tuum: Qui tecum vivit et regnat in unitate Spiritus Sancti Deus: per omnia sæcula sæculorum. R Amen.

Herr, erhöre unsre Bitten, und damit die Gaben, die wir vor den Augen Deiner Majestät darbringen, würdig seien, wende uns den Beistand Deiner väterlichen Huld zu. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. R Amen.


Præfatio von Weihnachten

Vere dignum et justum est, æquum et salutare, nos tibi semper et ubique gratias agere: Domine sancte, Pater omnipotens, æterne Deus: Quia per incarnati Verbi mysterium nova mentis nostræ oculis lux tuæ claritatis infulsit: ut, dum visibiliter Deum cognoscimus, per hunc in invisibilium amorem rapiamur. Et ideo cum Angelis et Archangelis, cum Thronis et Dominationibus cumque omni militia cælestis exercitus hymnum gloriæ tuæ canimus, sine fine dicentes:

Es ist in Wahrheit würdig und recht, billig und heilsam, Dir immer und überall dankzusagen, heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott. Denn die geheimnisvolle Menschwerdung des Wortes zeigt dem Auge unsres Geistes das neue Licht Deiner Herrlichkeit; indem wir Gott so mit leiblichem Auge schauen, entflammt Er in uns die Liebe zu unsichtbaren Gütern. Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln, mit den Thronen und Herrschaften und mit der ganzen himmlischen Heerschar den Hochgesang Deiner Herrlichkeit und rufen ohne Unterlaß:

Sanctus, Sanctus, Sanctus Dominus, Deus Sabaoth. Pleni sunt cæli et terra gloria tua. Hosanna in excelsis. Benedictus, qui venit in nomine Domini. Hosanna in excelsis.

Heilig, Heilig, Heilig, Herr, Gott der Heerscharen. Himmel und Erde sind erfüllt von Deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe! Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!


Communio (Luc. 2, 26)

Responsum accepit Simeon a Spiritu Sancto, non visurum se mortem, nisi videret Christum Domini.

Dem Simeon war vom Hl. Geiste geoffenbart worden, er werde den Tod nicht schauen, bis er den Gesalbten des Herrn gesehen habe.


Postcommunio

Quæsumus, Domine, Deus noster: ut sacrosancta mysteria, quæ pro reparationis nostræ munimine contulisti, intercedente beata Maria semper Virgine, et præsens nobis remedium esse facias et futurum. Per Dominum nostrum Jesum Christum, Filium tuum: Qui tecum vivit et regnat in unitate Spiritus Sancti Deus: per omnia sæcula sæculorum. R Amen.

Wir bitten Dich, Herr, unser Gott: laß die hochheiligen Geheimnisse, die Du geschenkt, um unsere Erlösung zu sichern, auf die Fürbitte der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria uns Erquickung sein für jetzt und künftig. Durch unsern Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. R Amen.

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Vom Fest Mariä Reinigung oder Lichtmeß

Was für ein Fest ist das Fest Mariä Reinigung?

Das Fest Mariä Reinigung ist jenes Fest, das zum Gedächtnis des Tages eingeführt wurde, an dem die allerseligste Jungfrau Maria in den Tempel von Jerusalem ging, um das Gesetz der Reinigung zu erfüllen und dort ihren göttlichen Sohn Jesus Christus darzustellen.

Was war das Gesetz der Reinigung?
Das Gesetz der Reinigung war jenes Gesetz des Moses, das alle Frauen verpflichtete, sich nach der Geburt im Tempel durch die Darbringung eines Opfers zu reinigen.

War die allerseligste Jungfrau Maria dem Gesetz der Reinigung unterworfen?
Die allerseligste Jungfrau Maria war nicht dem Gesetz der Reinigung unterworfen, weil sie durch das Wirken des Heiligen Geistes Mutter geworden war und ihre Jungfräulichkeit bewahrte.

Warum unterwarf sich die allerseligste Jungfrau Maria dem Gesetz der Reinigung, dem sie nicht unterworfen war?
Die aller seligste Jungfrau Maria unterwarf sich dem Gesetz der Reinigung, dem sie nicht unterworfen war, um uns ein Beispiel der Demut und des Gehorsams gegen das Gesetz Gottes zu geben.

Was opferte die allerseligste Jungfrau Maria im Tempel bei ihrer Reinigung?
Die allerseligste Jungfrau Maria opferte bei ihrer Reinigung im Tempel, weil sie arm war, das Opfer der armen Mütter, nämlich ein Paar Turteltauben oder Tauben.

Warum stellte die allerseligste Jungfrau Maria am Tag der Reinigung Jesus Christus im Tempel dar?
Die allerseligste Jungfrau Maria stellte Jesus Christus am Tag der Reinigung im Tempel dar, weil das alte Gesetz die Eltern verpflichtete, ihren Erstgeborenen Gott darzustellen und sie dann mit einer bestimmten Summe Geldes loszukaufen.

Warum hatte Gott das Gesetz der Darstellung der Erstgeborenen gegeben?
Gott hatte das Gesetz der Darstellung des Erstgeborenen gegeben, damit sein Volk sich ständig daran erinnere, daß es aus der Knechtschaft des Pharao befreit wurde, als der Engel alle Erstgeborenen der Ägypter tötete, die der Hebräer aber verschonte.

Was geschah Wunderbares, als Jesus Christus im Tempel dargestellt wurde?
Als Jesus Christus im Tempel dargestellt wurde, wurde er von einem heiligen Greis namens Simeon und einer heiligen Witwe namens Anna als der wahre Messias erkannt.

Was tat Simeon, als das Jesuskind im Tempel dargestellt wurde?
Als das Jesuskind im Tempel dargestellt wurde, nahm es Simeon in seine Arme, dankte dem Herrn und sprach den Lobgesang »Nunc dimittis«, mit dem er zum Ausdruck brachte, daß er zufrieden sterbe, nachdem er den Retter gesehen hatte. Weiters sagte er den Widerspruch voraus, den Jesus Christus erleiden müsse, und den Schmerz, den seine heilige Mutter deshalb erfahren werde.

Was tat die Prophetin Anna, als Jesus Christus im Tempel dargestellt wurde?
Als Jesus Christus im Tempel dargestellt wurde, lobte die Prophetin Anna den Herrn, dankte ihm, daß er der Welt den Retter gesandt habe, und redete von ihm mit allen, die seine Ankunft erwarteten.

Was sollen wir aus den Geheimnissen der Reinigung der allerseligsten Jungfrau Maria und der Darstellung Jesu Christi lernen?
Von den Geheimnissen der Reinigung der allerseligsten Jungfrau Maria und der Darstellung Jesu Christi müssen wir vor allem drei Dinge lernen: 1. das Gesetz Gottes genau zu erfüllen und keine Vorwände zu suchen, um uns von seiner Beobachtung zu dispensieren; 2. nach Gott allein zu verlangen und uns ihm aufzuopfern, um seinen göttlichen Willen zu tun; 3. eine große Achtung vor der Demut zu haben und uns durch die Buße immer mehr zu reinigen.

Was sollten die Väter und Mütter am Fest Mariä Reinigung tun?
Die Väter und Mütter sollten am Fest Mariä Reinigung ihre Kinder Gott darbringen und ihn um die Gnade bitten, sie christlich zu erziehen.

Warum hält man am Tag Mariä Reinigung die Prozession mit brennenden Kerzen in der Hand?
Am Tag Mariä Reinigung hält man die Prozession mit brennenden Kerzen in der Hand ab, zum Gedächtnis der Reise der allerseligsten Jungfrau Maria mit dem Jesuskind auf den Armen von Bethlehem zum Tempel von Jerusalem und zum Gedächtnis der Freude, welche der heilige Simeon und die heilige Anna beim Zusammentreffen mit dem Jesuskind zeigten.

Wie sollen wir an der Prozession teilnehmen, welche am Fest Mariä Reinigung gehalten wird?
Wenn wir an der Prozession, die am Fest Mariä Reinigung gehalten wird, teilnehmen, sollen wir den Glauben an Jesus Christus, unser wahres Licht, erneuern und ihn bitten, daß er uns mit seiner Gnade erleuchte und uns würdig mache, durch die Fürbitte seiner aller seligsten Mutter einst in den Tempel seiner Herrlichkeit eingelassen zu werden.

Textquellen
Liturgie, Lateinisch - Deutsch: www.mariawalder-messbuch.de/as62/feb/feb2/index.html
Erklärung: www.fsspx.at/…/vom-fest-mariä-…
Bildquelle: cdn.mdr.de/religion/bellini-110-res…
Heute morgen Kerzenweihe und Prozession im traditionellen Ritus auf Latein. Ich bin Gott dankbar und glücklich darüber bei der Tradition zu sein. 🙏 🙏 😇
das Jesusbaby auf dem Bild ist dermaßen eingewickelt, dass s nicht mal die Händchen bewegen kann, das war aber früher so üblich.
Naja, manche modernere Bilder mit splitternacktem Jesuskind gefallen mir überhaupt nicht.
Vielen Dank für die Liebe, @Vered Lavan.
Ischa
Der Link funktioniert nicht!
Ischa - Doch. Sie können einfach nach oben scrollen, dann wird in der rechten Seitenleiste angezeigt, was im Album drin ist.
Ischa
Sorry: 🚬
Ich verstehe es auch nicht ganz, aber es könnte sein, dass es technisch so angezeigt wird, weil der obige Artikel sehr lang ist. ✍️
Ein sehr wichtiges Fest! Ich habe einiges an Kerzen und Teelichtern gekauft, die ich weihen lassen werde. 🙏 🙂 🙏