Plaisch
TuK
Ja, aber Gott hat die Urteile den Menschen übergeben, will aber dass sie durch die Weisheit gedeckt sind, siehe bei Salomon.

Gott hatte David befohlen, ein Heer und seinen Chef zu vernichten, und David schonte den Chef, und wurde dafür getadelt. Die Todesstrafe ist Ausdruck für Verlust der Gnade.
Plaisch
Der Bischof von Chur deckt seinen Infochef.

Der Bischof sieht die Kritik als Ausdruck der gemeinsamen Sorge um eine bessere Kommunikation und eine stärkere Zusammenarbeit – im Dienst der Verkündigung des Glaubens der Kirche. Darüber hinaus hält der Bischof fest, dass der Medienbeauftragte mit seiner Kritik im Wesentlichen das gesagt hat, was auch der Bischof in seinem Brief vom 12.8.15 bereits …More
Der Bischof von Chur deckt seinen Infochef.

Der Bischof sieht die Kritik als Ausdruck der gemeinsamen Sorge um eine bessere Kommunikation und eine stärkere Zusammenarbeit – im Dienst der Verkündigung des Glaubens der Kirche. Darüber hinaus hält der Bischof fest, dass der Medienbeauftragte mit seiner Kritik im Wesentlichen das gesagt hat, was auch der Bischof in seinem Brief vom 12.8.15 bereits öffentlich thematisierte, etwa in diesem Abschnitt:
“Es war es falsch, bei der Konzeption des Textes und der Einschätzung seiner möglichen Wirkung nur an (…) einen innerkirchlichen Fachdiskurs in Bezug auf die Bischofssynode zu denken. Ich hätte auch die aktuelle gesamtgesellschaftliche Situation präsenter haben müssen, etwa die Gräueltaten des „Islamischen Staates“ oder die Verbrechen anderer Gruppen, die sich auf brutale Weise nicht nur gegen Christen und Andersdenkende richten, sondern auch gegen Homosexuelle.
Tradition und Kontinuität
@Plaisch
Das Problem liegt in der menschlichen Begrenzung, d.h. im Aussprechen ungerechter Urteile
Nein, auch wenn die menschliche Justiz niemals irren würde, so bliebe die Todesstrafe dennoch ein Gräuel. Das Problem liegt darin, wie ich hier schon mehrfach betont habe, dass die Entscheidungsgewalt über Leben und Tod einzig und allein Gott zusteht.
Plaisch
Collar Uri
Ich beziehe mich auf die Aussage von TuK.
Kirchenkätzchen
@Plaisch Aber in diesem Artikel hier geht es doch nicht um die Todesstrafe insgesamt, sondern die Todesstrafe für schwule Handlungen. Meinen die Leute eigentlich auch, Bischof Vitus rate zu Hexenverbrennungen?
Plaisch
Wenn ich mich nicht irre, stützt der heilige Thomas die Todesstrafe.

Das Problem liegt in der menschlichen Begrenzung, d.h. im Aussprechen ungerechter Urteile. Amerika dürfte hier "Schule" sein. Wenn das Urteil vollzogen ist kann man es nicht mehr revidieren.
Tradition und Kontinuität
@ Collar Uri
Wenn es uns nicht zustünde, Homosexualität originär zu beurteilen, warum steht es uns dann zu, deren Bestrafung abzuändern?
Weil das Neue Testament andere Maßstäbe gesetzt hat, die mehr auf Barmherzigkeit beruhen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Sünde an sich immer gleich schwer wiegt.
Kirchenkätzchen
@T.K Wenn es uns nicht zustünde, Homosexualität originär zu beurteilen, warum steht es uns dann zu, deren Bestrafung abzuändern? Selbstverständlich haben wir dem Gewissen zu folgen, und zwar nicht unserem Bauch, sondern nachdem wir die Tradition befragt haben.
Jesaja
@Tradition und Kontinuität
Die Todesstrafe ist ein barbarisches Überbleibsel längst vergangener Zeiten.


Frage mich nur, weshalb Gott dann den Juden so ein barbarisches Zeug angeordnet hat?
Dann muss er der Barbar sein, oder?
Tradition und Kontinuität
Man kann vieles, was in der Bibel steht nicht eins zu eins auf die heutige Zeit anwenden. Das wollte Bischof Huonder auch nicht. Ich ging ihm darum u zeigen, dass Homosexualität damals aufs schärfste verworfen wurde, und dass es uns nicht zusteht daraus heute quasi einen Normalzustand zu machen. Schon gar nicht der Kirche, denn für diese gelten andere Maßstäbe als für den Staat.
Tradition und Kontinuität
Homosexualität ist schlecht, will sie widernatürlich ist, und nicht weil sie die Ordnung des Staates gefährdet oder auch nicht.
2 more comments from Tradition und Kontinuität
Tradition und Kontinuität
Was mich an der Diskussion um die Todesstrafe stört ist dieses modernistische Denken der Situationsbedingtheit ihrer Rechtfertigung. Genau dieses Argument wird auch zur kirchlichen Erlaubnis von Zweitehen oder gar der Befürwortung der Abtreibung angewandt. Die Zulassung der Todesstraf in gewissen Fällen ist eine andere Form von Berücksichtigung der "Lebenswirklichkeit". Wenn etwas prinzipiell …More
Was mich an der Diskussion um die Todesstrafe stört ist dieses modernistische Denken der Situationsbedingtheit ihrer Rechtfertigung. Genau dieses Argument wird auch zur kirchlichen Erlaubnis von Zweitehen oder gar der Befürwortung der Abtreibung angewandt. Die Zulassung der Todesstraf in gewissen Fällen ist eine andere Form von Berücksichtigung der "Lebenswirklichkeit". Wenn etwas prinzipiell nicht gut ist, und die Todesstrafe ist in meinen Augen nicht gut, ist es kategorisch abzulehnen, in allen Fällen, außer es steht Leben gegen Leben (Krieg, Notwehr, Gefahr für das Leben der Mutter bei der Geburt, usw)
Tradition und Kontinuität
Mag sein, dass die Todesstrafe, in Kriegs- und Notstandssituationen nicht ganz abzulehnen ist. Ich will nur sagen, dass ich persönlich ein Problem damit habe. Aber das ist ja dann mein Problem.
Kirchenkätzchen
Sie haben auf "Friedenszeiten" hingewiesen. Das reicht auch nicht aus. Mir ging es lediglich darum, darzulegen, dass die öffentliche Homosexualität aus der Schusslinie ist, soweit diese die gerechte öffentliche Ordnung eines Staates nicht gefährdet.
Kirchenkätzchen
@Tradition und Kontinuität Die Kirche lehrt aber, dass das nicht in ihrer Kompetenz ist. Ein Staat, der die Todesstrafe dennoch durchführt, handelt gemäss kirchlicher Lehre nicht in jedem Fall verwerflich. Stellen Sie Sich vor, ein Verräter und Massenmörder könne nicht bestraft werden, weil eine feindliche Macht den Staat gerade vertilge. (Staatsnotstand)
Tradition und Kontinuität
Die Todesstrafe ist immer und überall abzulehnen, da es Gott, dem Herrn, allein zusteht, über Leben und Tod zu entscheiden (und selbst das ist schwer genug zu verkraften).
Die Todesstrafe ist ein barbarisches Überbleibsel längst vergangener Zeiten. Kein zivilisierter Staat greift in Friedenszeiten auf die Todesstrafe zurück.
Kirchenkätzchen
P. S. Nicht die völlige Abschaffung, aber die weitgehende Abschaffung; und ihrerseits verweist die Enzyklika auf den Katechismus. Deutlich wird durch sie, dass ein Staat auch ohne Todesstrafe auskommen kann und wenn dies technisch möglich ist, solle er es auch. Dass die Kirche die Todesstrafe nicht generell ablehnt, wird in der Enzyklika auf Fälle zurückgeführt, wo der Staat seine Macht anders …More
P. S. Nicht die völlige Abschaffung, aber die weitgehende Abschaffung; und ihrerseits verweist die Enzyklika auf den Katechismus. Deutlich wird durch sie, dass ein Staat auch ohne Todesstrafe auskommen kann und wenn dies technisch möglich ist, solle er es auch. Dass die Kirche die Todesstrafe nicht generell ablehnt, wird in der Enzyklika auf Fälle zurückgeführt, wo der Staat seine Macht anders nicht wahrnehmen kann, man denke z. B. an den Verräter während eines Krieges.
Kirchenkätzchen
@CrimsonKing Ja, de Katechismus allein reicht nicht aus, eine Ablehnung gegenüber der Todesstrafe deutlich zu machen. Wir mögen also sagen: Nicht der Katechismus allein lehne die Todesstrafe ab, sondern in Verbindung mit der Enzyklika "Evangelium Vitae" (J.-P. II), weil diese die Abschaffung der Todesstrafe fordert.
Plaisch
Jesaja
Die Frage nach Entlassung ist in dieser Form ziemlich respektlos. Es steckt noch mehr dahinter.