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Könnte das der Papst heute an die Bischöfe schreiben ?

Papst Pius IX.

Zu seiner Zeit tobte schon der Kampf gegen die Kirche - von aussen.
Der Papst schrieb an seine Bischöfe im Vertrauen , dass sie mehrheitlich noch auf ihn hörten.

Heute würden seine Klagen wohl mehrheitlich die Bischöfe betreffen. Die Krise des Glaubens und der Kampf gegen die katholische Lehre und Tradition ist in die Kirche eingedrungen auf breiter Front seit dem Konzil VII. Seitdem werden Irrtümer nicht mehr verfolgt, Sittenlosigkeit wird zugelassen dort, wo sich die sog. Konzilskirche ausgebreitet hat.

Quanta Cura

Auszug

Der Naturalismus als Lehre von der ungezügelten Freiheit


Denn Ihr wisst sehr gut, Ehrwürdige Brüder, dass es heute viele gibt, die auf die weltliche Gesellschaft den böswilligen, unsinnigen Grundsatz des sogenannten Naturalismus anwenden und dreist die Lehre verbreiten, "das Staatswohl und der menschliche Fortschritt verlange gebieterisch, dass die menschliche Gesellschaft aufgebaut und geleitet werde ohne jede Rücksicht auf den Glauben, als ob es einen solchen nicht gäbe oder mindestens ohne zwischen wahrem und falschem Glauben einen Unterschied zu machen."

Und entgegen der Lehre der Heiligen Schrift, der Kirche und der heiligen Väter wagen sie die Behauptung: "In sehr guter Lage befindet sich die Gesellschaft, wenn in ihr der Staatshoheit nicht die Pflicht zugesprochen wird, die Verletzer des katholischen Glaubens mit gesetzlichen Strafen zu verfolgen, es sei denn, dass die öffentliche Ruhe es gebieterisch erheischt."

Von dieser falschen Auffassung der Gesellschaftsordnung aus begünstigen sie weiter jene irrige Ansicht, die der katholischen Kirche und dem Seelenheile höchst verderblich ist und von Unserm unmittelbaren Vorgänger Gregor XVI. als "Wahnsinn" erklärt wurde, nämlich, "die Freiheit des Gewissens und die Gottesverehrung seien jedes einzelnen Menschen Eigenrecht, das in jedem Staat mit ordentlicher Verfassung gesetzlich umschrieben und gewahrt werden müsse, und die Bürger hätten ein Recht auf jede beliebige Freiheit, die weder durch kirchliche noch staatliche Hoheit eingeschränkt werden dürfe, sie sollten vielmehr ihre Meinung in Wort und Schrift oder sonst wie öffentlich verkünden und verbreiten können." Indem sie dies ohne Überlegung behaupten, bedenken sie nicht, dass sie damit "die Freiheit des Verderbens" predigen und dass "bei einer schrankenlosen Redefreiheit es immer Leute geben wird, die frech gegen die Wahrheit auftreten, und solche, die blindes Vertrauen auf die Geschwätzigkeit menschlicher Weisheit setzen, während Wir doch aus der Unterweisung unseres Herrn Jesus Christus selber wissen, wie sehr sich christlicher Glaube und christliche Weisheit vor diesem schädlichen Wahn in acht nehmen müssen".

2. Der Kampf des Naturalismus gegen die religiösen Orden und die religiöse Lebensauffassung

Wo die Religion aus dem Staat verbannt wurde und Lehre und Autorität der göttlichen Offenbarung verachtet werden, da verdunkelt sich auch und geht verloren der wahre Begriff der Gerechtigkeit und des menschlichen Rechts.

An die Stelle der wahren Gerechtigkeit und des legitimen Rechts tritt die rohe Gewalt. Daraus erklärt es sich, warum manche die sichersten Grundsätze gesunder Vernunft völlig vernachlässigen, beiseite werfen und zu verkünden wagen, "der Wille des Volkes, in der sogenannten öffentlichen Meinung oder in anderer Weise kundgetan, stelle das oberste Gesetz dar, losgelöst von allem göttlichen und menschlichen Recht, und in der staatlichen Ordnung hätten vollendete Tatsachen, gerade weil sie vollendet sind, Rechtskraft".

Wer aber sieht nicht und begreift nicht, dass eine menschliche Gesellschaft, die sich von den Banden des Glaubens und der wahren Gerechtigkeit gelöst hat, keinen anderen Zweck mehr haben kann, als äußere Güter zu erwerben und aufzustapeln, dass sie in ihren Handlungen keinem anderen Gesetz folgt, als der ungezähmten Gier eines leidenschaftlichen Herzens, den eigenen Lüsten und Vorteilen zu frönen?

Daher verfolgen solche Menschen mit bitterem Hass die religiösen Ordensgemeinschaften, die sich um das Christentum, um den Staat, um die Wissenschaft so verdient gemacht haben; sie streuen die Meinung aus, dass sie keinen rechtlichen Grund zu existieren hätten, und stimmen so dem Gesetz der Irrlehrer zu.

Unser Vorgänger seligen Angedenkens Pius Vl. hat es treffend gesagt: "Die Abschaffung der Orden verletzt den Stand, der sich öffentlich zu den evangelischen Räten bekennt, verletzt eine Lebensweise der Kirche, die als übereinstimmend mit der apostolischen Lehre empfohlen wird, verletzt die ruhmreichen Gründer selbst, die wir auf den Altären verehren und die aus keinem anderen Grund als aus Gottes Eingebung diese Gesellschaften gegründet haben."

Gottlos verteidigen sie die Ansicht, den Bürgern und der Kirche sei das Recht zu nehmen, "öffentlich Almosen für christliche Liebestätigkeit zu sammeln", und das Gesetz sei abzuschaffen, "gemäß welchem zur Verehrung Gottes an bestimmten Tagen knechtliche Arbeit zu ruhen hat", unter dem fälschlichen Vorwand, das erwähnte Recht und das erwähnte Gesetz seien den Grundsätzen einer gesunden Volkswirtschaft zuwider.

Copie von Kathpedia
Carlus
Der Papst hat dies auch an die Priester und Bischöfe in unserer Zeit geschrieben. Es handelt sich um eine Wahrheit, die er als Teil des Authentischen und Obersten Lehramtes mitgeteilt hat. Diese Wahrheit hat Gültigkeit in Zeit und Ewigkeit, im Himmel und auf Erden. Diese Wahrheit ändert sich nicht.
Die Wahrheit nicht zur Kenntnis zu nehmen ist keine Legitimation ein Unrecht, d.h. eine Sünde zu …More
Der Papst hat dies auch an die Priester und Bischöfe in unserer Zeit geschrieben. Es handelt sich um eine Wahrheit, die er als Teil des Authentischen und Obersten Lehramtes mitgeteilt hat. Diese Wahrheit hat Gültigkeit in Zeit und Ewigkeit, im Himmel und auf Erden. Diese Wahrheit ändert sich nicht.
Die Wahrheit nicht zur Kenntnis zu nehmen ist keine Legitimation ein Unrecht, d.h. eine Sünde zu begehen und diese nicht zu bereuen.
Die Tatstrafe der Exkommunikation ist gegeben auch gegen den angeblichen Papst, der dieses Unrecht zuläßt, bzw. die Handelnden im Unrecht bestärkt.
In der Kirche kann niemand auch nicht die gesamte Hölle eine Wahrheit als Unwahrheit erklären, dazu hat dieser Haufenm keine Macht.
Sehr zum Ärger von Satan, den Dämonen und den zutiefst bösartigen Menschen.
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Die in der www.kathpedia.com/index.php veröffentlichten Lehramtstexte dürfen nicht als offizielle Übersetzungen betrachtet werden, selbst wenn die Quellenangaben dies vermuten ließen. Nur die Texte auf der Vatikanseite können als offiziell angesehen werden.[1] Ein hier wiedergegebenes päpstliches oder vatikanisches Dokument wird möglichst genau an das Originaldokument angeglichen. Quelle …More
Die in der www.kathpedia.com/index.php veröffentlichten Lehramtstexte dürfen nicht als offizielle Übersetzungen betrachtet werden, selbst wenn die Quellenangaben dies vermuten ließen. Nur die Texte auf der Vatikanseite können als offiziell angesehen werden.[1] Ein hier wiedergegebenes päpstliches oder vatikanisches Dokument wird möglichst genau an das Originaldokument angeglichen. Quelle dafür sind die Acta Sanctae Sedis (ASS, 1865-1908) oder die Acta Apostolicae Sedis (AAS, seit 1909) und die verlinkten Fassungen auf der Vatikanseite, d.h. meist die www.kathpedia.com/index.php Seiten des Vatikans. Wird der Osservatore Romano (der ebenfalls ein offizielles Publikationsorgan des Heiligen Stuhls ist) als Quelle angegeben, so ist die deutschsprachige Wochenausgabe damit gemeint. Andernfalls wird eine andere Sprache angegeben (z.B.: Orig. ital. ...). Alle Wortlautschreiben in dieser Enzyklopädie oder Weblinks, welche nicht auf "w2.vatican.va" verweisen, werden als "Texte" (nicht als Fassungen) bezeichnet.
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Mir vsjem
Hoffentlich ist es von kathpedia auch korrekt übersetzt bzw. übernommen worden. Heute müßte man bei jedem vorkonziliaren Text jedes Wort genau prüfen, ob er mit dem Original übereinstimmt. Die Buchdrucker wurden zu früheren Zeiten mit der Exkommunikation bedroht, sollten sie dem vom Heiligen Stuhl herausgegebenen Text auch nur im geringsten verändern.
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