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Keine „Massengräber“ und nicht „versteckt” „Massengrab in Kanada,“ Kultureller Genozid“, „Kanadischer Premier fordert Entschuldigung vom Papst“. Solche Schlagzeilen gepaart mit der Unterstellung von …More
Keine „Massengräber“ und nicht „versteckt”

„Massengrab in Kanada,“ Kultureller Genozid“, „Kanadischer Premier fordert Entschuldigung vom Papst“. Solche Schlagzeilen gepaart mit der Unterstellung von „Gewalt“, „Zwangsarbeit“ und „sexuellem Missbrauch“ führten in Kanada zur Vandalisierung und Abfackelung von bisher zwei Dutzend Kirchen. Doch die Wahrheit der Gräber ist eine andere. Die angeblichen Massengräber sind reguläre, überwachsene Friedhöfe.

Seit Mai wurden mit Radar-Untersuchungen im Umfeld von kanadischen Internaten für Indianer etwa 1.300 Gräber gefunden. Diese Internate wurden auf Bitten der Regierung von etwa 1850 bis 1996 betrieben, vor allem in British Columbia und Saskatchewan. Die Gräber neben den Schulen wurden meist mit Holzkreuzen markiert, die im Lauf der Jahrzehnte verrotteten. Eine Ausnahme waren die Oblaten von Maria Immakulata, die auf ihrem Friedhof in der Stadt Mission Eisenkreuze verwendeten, wie das Bild von 1958 zeigt. Die Kreuze stehen noch, sind aber mit Brombeerstauden überwachsen. Ein anderes Beispiel ist der Friedhof der Battleford Industrial School. Dort lag auch die ganze Familie des Schuldirektors Matheson. Nach der Schulschließung 1914 bat die Familie die Behörden, den Friedhof zu erhalten. Doch er wurde von streunenden Rindern überrannt und 1963 in einen Stadtpark umfunktioniert. In anderen Fällen übergab der Staat alte Friedhofsgelände an kommunale oder private Bauherren.

Die Indianer selbst erklären, dass die überwucherten Friedhöfe von der zuständigen Kommission seit Jahren erfasst ist. Es sei oft nicht mehr nachvollziehbar, ob die Knochen von Internatsschülern oder von anderen Kindern stammen. Der Abschlussbericht der „Truth and Reconciliation Commission“ erwähnte bereits 2015, dass die kirchlichen Missionen wie eine Mini-Gesellschaft organisiert waren und auf den Friedhöfen Schüler ebenso wie Mitarbeiter begraben liegen. Der Friedhof neben dem früheren Internat St. Eugene Residential School in Cranbrook, British Columbia, diente auch den dortigen Siedlern und für Tote aus einem benachbarten Krankenhaus.

Die damalige hohe Kindersterblichkeit zeigte sich auch in den Internaten insbesondere wegen Tuberkulose, Masern und Grippe. Der Direktor der Red Deer Industrial School schrieb 1918, als die spanische Grippe grassierte, dass er „zwei Kinder pro Grab“ bestatte. Die Leichen wurden direkt bei den Schulen begraben, weil sich die Eltern einen Heimtransport nicht leisten konnten. Ein Standardbrief an eine Internatsschule in Ontario von 1938 besagt, dass die staatliche Behörde Department of Indian Affairs für Leichentransporte von Kindern nur in ganz seltenen Ausnahmefällen aufkam.
Rosalia
Vergelt’s Gott für dieses aufklärende Video!
elisabethvonthüringen
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Gebet am Freitag
Es sind Finsternisse entstanden, als die Juden den Herrn Jesus gekreuzigt hatten. Und um die neunte Stunde rief der Herr Jesus mit lauter Stimme: „Mein Gott! Mein Gott! Warum hast Du mich verlassen?“ Und mit geneigtem Haupte gab Er Seinen Geist auf.
Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich;
denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die ganze Welt erlöst.
Turbata
Danke für diese Nachricht! Ich kann mir ihre Wahrheit schon deshalb vorstellen, weil die Grabkultur in anderen Ländern der unseren nicht entspricht (und die unsere ändert sich derzeit auch massiv): dass in kargeren Regionen der Welt bis heute nur ein Kreuz aufgerichtet wird, und drumherum wächst Gras. Ich denke oft auch an das berühmte Buch "Jane Eyre" von Charlotte Bronté in England - …More
Danke für diese Nachricht! Ich kann mir ihre Wahrheit schon deshalb vorstellen, weil die Grabkultur in anderen Ländern der unseren nicht entspricht (und die unsere ändert sich derzeit auch massiv): dass in kargeren Regionen der Welt bis heute nur ein Kreuz aufgerichtet wird, und drumherum wächst Gras. Ich denke oft auch an das berühmte Buch "Jane Eyre" von Charlotte Bronté in England - veröffentlicht 1847 - einer wirtschaftlich äußerst schweren Zeit. Es ist "nur ein Roman", doch der Bericht, wie es in Internaten zugegangen sein wird, ist sehr echt: eine Welt mit rigorosen, teils erbarmungslosen Erziehungsmethoden - manchmal gewiss auch äußerer Not geschuldet.
elisabethvonthüringen
Kirchenhistoriker zu Leichenfunden: Ganz Kanada verantwortlich

vor 12 Stunden in Chronik, 12 Lesermeinungen

Klieber in Kirchenzeitungs-Interview zu "Tragödie" rund um Umerziehung indigener Kinder: Kirchen haben sich für Ziel des Staates zur Verfügung gestellt