studer
Kant ist entschieden gegen den Eigenwillen und kaum ein anderer Philosoph hat schärfer und deutlicher die sexuelle Selbstschändung und Zügellosigkeit schärfer angegriffen als Immanuel Kant. Er wurde als Gottesfürchtiger Pietist erzogen und hat diese Haltung stets beibehalten. Seine Aufklärung und seine Autonomie heisst ja nichts anderes als dem kathegorischen Imperativ zu folgen und sich dem …More
Kant ist entschieden gegen den Eigenwillen und kaum ein anderer Philosoph hat schärfer und deutlicher die sexuelle Selbstschändung und Zügellosigkeit schärfer angegriffen als Immanuel Kant. Er wurde als Gottesfürchtiger Pietist erzogen und hat diese Haltung stets beibehalten. Seine Aufklärung und seine Autonomie heisst ja nichts anderes als dem kathegorischen Imperativ zu folgen und sich dem allgemeinen Gesetz zu unterwerfen. Sich dem allgemeinen Naturgesetz zu beuten, ist keine Fremdbestimmung, und ist ganz im Sinne der Stoa und Ciceros, die Verwirklichung der allgemeinen vorgegebenen Natur des Menschen.
Bitte nimmer die "sexuelle Pseudoaufklärung des 20. Jahrhunderts mit der stoischen Aufklärung des 18. Jahrunderts verwechseln, und umso weniger den sexuellen Laxismus unserer Zeit mit dem auf Selbstbeherrschung ausgerichteten Geist der stoischen Aufklärung Kants.
Kirchenkätzchen
Das ging Schritt für Schritt; Kant hat leider den ersten Schritt getan. Wenn ein Baum nur meine Vorstellung eines Baumes ist - etwas, über das ich nichts Verbindliches sagen kann -, dann ist der Weg zum Baum kein Weg zum Du. Er wird zerkleinert bis auf Null. Der Weg vom absoluten Gehorsam in Treue bis zur Behauptung „Gottes Gebote seien unverbindlich“ ist nicht weiter als wenn eine Stimme fragt:…More
Das ging Schritt für Schritt; Kant hat leider den ersten Schritt getan. Wenn ein Baum nur meine Vorstellung eines Baumes ist - etwas, über das ich nichts Verbindliches sagen kann -, dann ist der Weg zum Baum kein Weg zum Du. Er wird zerkleinert bis auf Null. Der Weg vom absoluten Gehorsam in Treue bis zur Behauptung „Gottes Gebote seien unverbindlich“ ist nicht weiter als wenn eine Stimme fragt: „Hat Gott wirklich gesagt, ihr dürft von keinem Baum des Gartens etwas essen?“ Wenn dann jemand widerspricht: „Doch, wir dürfen; nur vom Baume der Erkenntnis nicht, sonst werden wir sterben.“ Dann kommt ein neuer Widerspruch: „Keineswegs werdet ihr sterben.“ Bis hierhin ist genau der gleichlange Weg wie vom kantschen Phänómenon zum Noûmenon, vom Erschienenen zum Selbstgedachten, vom Scheinobjekt zum Subjekt und Subjektivismus. Eine Strecke, die zusammengestaucht wird, bis sie entschwunden ist. Ein Weg von der Sache zum Menschen statt vom Menschen zum Menschen; ein Weg zum Baum der Erkenntnis, der so verkürzt wird, dass der Baum den Erkennenden erschlägt. Er hat keine Distanz mehr dazu. Das Holz bohrt sich in den Kopf. Das Du ist versperrt durch die Unverbindlichkeit. Diese steigert sich bis zur Untreue, d. i. dem Gegenteil Gottes.
Rodenstein
Jemand, der sich auf dem Sterbebett beharrlich weigert, ein Vaterunser zu sprechen oder sonstein Gebet, wird schwerlich ein "gottesfürchtiger" Pietist gewesen sein; eher das Gegenteil.
nujaas Nachschlag
Nach Kant ist der Baum real, ich als erkennender Mensch habe allerdings nur eine Vorstellung von einem Baum. Die Aufgabe ist es, die Vorstellung möglichst dem realen Baum anzunähern.