Eugenia-Sarto

Wer liegt im Grab und wer hat Ihn von den Toten auferweckt?

Heutzutage besteht manche Unklarheit über die Person Jesu Christi.
Auch in vielen Laienkreisen fehlt es an Klarheit, wer Christus ist.

Christus ist die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit. Er ist wahrer Gott, von Ewigkeit vom Vater gezeugt. Seit er aus der Jungfrau Maria die menschliche Natur angenommen hat, ist er ausserdem wahrer Mensch. Also er ist wahrer Gott und wahrer Mensch.

Falsch ist es zu sagen: Er ist Gott geworden, oder er hat sich für Gott gehalten, oder er wurde vom Menschen zu Gott.

Richtig ist, dass er immer Gottes Sohn ist, von Ewigkeit her.

Als Christus gekreuzigt wurde, starb er als Mensch. Die menschliche Natur allein kann leiden und sterben. Die Gottheit, die mit der Menschheit verbunden ist, kann nicht leiden und sterben.

Im Grabe liegt also der Mensch Jesus. Die Gottheit bleibt in der sog. hypostatischen Union mit der Menschheit stets verbunden. Sie ist stets anwesend im Grab und bei der Auferstehung.

Wer hat Jesus von den Toten auferweckt?

Da er selber Gott ist, hat er die Macht, seine Menschheit selbst aufzuerwecken.
Er sagte auch: Ich habe Macht, mein Leben hinzugeben und es mir wiederzunehmen. Mir ist alle Macht gegeben.

In der Heiligen Schrift lesen wir: Gott hat ihn auferweckt. Der Vater hat ihn auferweckt. Beides ist richtig. Er hat sich selbst als Gott auferweckt. Und richtig ist, dass der Vater ihn auferweckt. Denn die Heiligste Dreifaltigkeit tut immer alles gemeinsam.
201,2 Tsd.
Eugenia-Sarto

Wenn Laien theologische Artikel schreiben, können sie sich schnell durch Ungenauigkeit blamieren. Da hat mich ein lieber Theologe per PN aufmerksam gemacht bzw korrigiert. Hier seine berechtigte Kritik, die ich an alle weitergebe:
"Im Grabe liegt also der Mensch Jesus." Das stimmt so nicht - zumindest nicht nach dem Hl. Thomas von Aquin.
Tatsache ist, daß die Gottheit mit dem Leichnam Jesu vereint blieb.
Ein "Mensch" aber ist immer die Einheit aus Leib und Seele.
DIE aber waren ja nach dem Tode Jesu gerade getrennt!
- Auch müssen Sie unterscheiden zwischen dem Gott-Menschen Christus und dem (ewigen) Logos.
- Doch das werden die wenigsten hier beanstanden... Nix für ungut - Danke für die schönen Worte, die sicherlich manchem weiterhelfen!

Eugenia-Sarto

Klar, lieber Theologe, die Seele hatte ich unterschlagen. Die Seele Christi war natürlich vom Leibe getrennt und stieg hinab in die "Vorhölle".

St. Andreas

Mir hilft es nicht weiter weil ich es nicht verstanden habe.

Eugenia-Sarto

Was haben Sie denn nicht verstanden? @St. Andreas .

Eugenia-Sarto

Der zweite Fehler ist, dass ich geschrieben habe, dass Christus die zweite Person der Hl. Dreifaltigkeit ist. Das ist so nicht richtig. Denn Christus ist der Gott-Mensch. Die zweite Person der Hl. Dreifaltigkeit ist nicht der Gottmensch, sondern der Logos, Gott- Sohn.

St. Andreas

Das ist schwierig zu erklären. Lassen wir es.

Eugenia-Sarto

Gut, Danke, ich werde den Satz ändern. @Moselanus

Gutemine

Vergetl's Gott! Es ist immer gut, sich die grundlegenden Wahrheiten vor Augen zu halten. Dann verirrt man sich nicht so schnell. Gut ist es auch, jeden Tag das große Glaubensbekenntnis zu beten. Dann lässt man sich nicht so leicht ein x für ein u weismachen.

@Eugenia-Sarto : Wunderbar in einigen Sätzen zusammengefasst.
Die Realität: ich kenne einen Priester der Piusbruderschaft, der erst ganz "normal" in der Amtskirche Priester werden wollte.
Diözese Passau - vor ca 30 Jahren. Er hat es mir selber erzählt:
Vor der letzten Prüfung der Priesteramtskandidaten drohten ihnen die Vorgesetzten auf einmal:"Wehe einer von euch sagt, dass Jesus Christus die Zweite Person der Göttlichen Dreifaltigkeit ist! Dann fallt ihr durch."
Er sagte es trotzdem und begründete alles und sie wussten nichts dagegen zu sagen.
Er wurde nicht zugelassen und wurde nicht zum Priester geweiht!
Er ging dann nach vielem Beten und wallfahren zur Piusbruderschaft.
Das ist die Realität der Amtskirche: Wehe einer von euch behauptet, dass Jesus die zweite Person der Göttlichen Dreifaltigkeit ist!

nujaasNachschlag

Dogmatik gehört zwar zu den letzten Prüfungen des Priesteramtskandidaten, wurde vor 30 Jahren noch an der Universität Passau abgelegt. Diese Erzählung halte ich für völlig aus der Luft gegriffen.

@nujaasNachschlag : Wie kommen Sie eigentlich dazu, diesen unbescholtenen Mann einer Lüge zu bezichtigen?
Er hat das also erfunden und mir einfach so, weil ihm langweilig war und weil er ein Lügner und Geschichtenerfinder ist - Ihrer unverschämten Behauptung nach - erzählt?!

nujaasNachschlag

Nein, ich glaube nicht, dass er sich einer Unwahrheit bewußt ist. Deshalb kann sich das trotzdem so nicht an der theologischen Fakultät in Regensburg abgespielt haben,
schon allein deshalb nicht, weil ein Dogmatikprofessor nicht der geistliche Vorgesetzte eines Priesteramtskandidaten ist. Die Fragestellung erscheint mir für eine Dogmatikprüfung auch sehr untypisch.

nujaasNachschlag

Was ich mir gut vorstellen kann, nur als 'Beispiel aus der damaligen Zeit:
Der Kandidat soll in einem ersten Prüfungsteil Küngs Christologie darstellen und sie im zweiten kritisieren.
Ersteres hat er nicht über sich gebracht.

@nujaasNachschlag : Glauben Sie doch was Sie wollen!
Obwohl Sie gar nicht dabei waren, bezichtigen Sie ihn schon wieder der Lüge - wenn auch einer "unbewussten".
Das ist Verleumdung und Sünde!
Wenn sich dieser Piuspriester nicht dessen bewusst gewesen wäre, dass er die Unwahrheit erzählt, wäre er geisteskrank. Das ist er aber nicht. .Ganz und gar nicht. Ich kenne ihn schon lange.
Ein gesunder Mensch erfindet so eine Geschichte nicht! Das tun nur psychisch kranke - sehr kranke Menschen!
Hören Sie doch endlich auf die abgefallene Amtskirche in Schutz zu nehmen!!

nujaasNachschlag

Ich bezichtige den Priester weder einer Lüge noch einer Geisteskrankheit.

Eugenia-Sarto

Ich glaube diese entsetzliche Aussage, weil ich schon von vielen Ungeheuerlichkeiten gehört habe, die Seminaristen zugemutet wurden. Hut ab vor diesem Priester.

@nujaasNachschlag : Nein, Sie sagen nur, dass das nicht stimmen kann, was er sagte.
Das bedeutet aber in der Konsequenz, dass er gelogen hat oder nicht mehr alle Sinne beisammen hat.
Man muss sich schon auch einmal im Klaren darüber sein, welche logischen Konsequenzen eine Aussage hat, die man trifft, finden Sie nicht?
Schon gar, wenn es keine andere Möglichkeit mehr zur Interpretation gibt.

nujaasNachschlag

Doch, die gibt es. Man muß keineswegs verrückt sein, um die intellektuelle Aneignung einer der Lehre widersprechende Theologie zu verweigern und davon schockiert zu sein, insbesondere wenn man Priester werden möchte und dafür die Dogmatikprüfung braucht.

matermisericordia

@nujaasNachschlag :Naja, um so etwas ging es aber in dieser konkreten Sache gar nicht.
Es war genauso , wie ich es geschildert habe. Ob das jetzt sein direkter Vorgesetzter war, weiß ich nicht - die Priesteramtskandidaten wurden nur vor der Prüfung gewarnt, eben ja nicht zu sagen, dass Jesus die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit ist, weil sie sonst durchfallen würden.
Was dann auch geschehen ist.

Bibiana

....denn die Hl. Dreifaltigkeit tut immer alles gemeinsam. Drum auch Dreieinigkeit.