Bereitet „Desiderio desideravi“ die neue ökumenische Messe vor?

Gerüchte

Seit einiger Zeit hört man Gerüchte, dass angeblich Franze-Bergoglio die Wandlungsworte ändern und eine neue ökumenische Messe einführen will. Ann Barnhardt behauptet dies und einige dubiose Privatoffenbarungen, wie die eines höchst suspekten Padre Rodriguewirr und suspendiert - auch. Ann Barnhardt hat gute analytische Fähigkeiten und angeblich auch Quellen im Vatikan, Padre Rodrigue ist sicherlich nicht vom Heiligen Geist inspiriert, aber Dämonen kennen auch die Zukunft und sagen ab und zu Wahres, um zu verwirren.

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St. Domenico Savio
Das sind wohl in der Tat Gerüchte. Papst Benedikt XVI z.B. hat sogar tatsächlich das Blut, das für "uns und alle vergossen" wurde in "für und und viele vergossen" geändert und es hat sich trotzdem nicht viel geändert. Auch die Neu-Übersetzung des Vater Unsers "und führe uns in der Versuchung" hat man in Deutschland nicht umgesetzt.
Sogar die Altkatholiken verwenden die katholischen Wandlungsworte…More
Das sind wohl in der Tat Gerüchte. Papst Benedikt XVI z.B. hat sogar tatsächlich das Blut, das für "uns und alle vergossen" wurde in "für und und viele vergossen" geändert und es hat sich trotzdem nicht viel geändert. Auch die Neu-Übersetzung des Vater Unsers "und führe uns in der Versuchung" hat man in Deutschland nicht umgesetzt.

Sogar die Altkatholiken verwenden die katholischen Wandlungsworte. Es ist also tatsächlich höchst unwahrscheinlich, dass die Worte geändert werden.
Oenipontanus
@St. Domenico Savio
"Papst Benedikt XVI z.B. hat sogar tatsächlich das Blut, das für "uns und alle vergossen" wurde in "für und und viele vergossen" geändert und es hat sich trotzdem nicht viel geändert."
Naja, es wurde eigentlich nicht "geändert", sondern richtiggestellt (ohne dass die Umsetzung dieser Richtigstellung von Ratzinger konsequent eingefordert worden wäre!). In allen(!) traditionell…More
@St. Domenico Savio

"Papst Benedikt XVI z.B. hat sogar tatsächlich das Blut, das für "uns und alle vergossen" wurde in "für und und viele vergossen" geändert und es hat sich trotzdem nicht viel geändert."

Naja, es wurde eigentlich nicht "geändert", sondern richtiggestellt (ohne dass die Umsetzung dieser Richtigstellung von Ratzinger konsequent eingefordert worden wäre!). In allen(!) traditionellen Liturgien steht nun einmal "viele", das kann man auch mit noch so ausgefeilten exegetischen oder philologischen Tricks nicht aus der Welt schaffen.

"Auch die Neu-Übersetzung des Vater Unsers "und führe uns in der Versuchung" hat man in Deutschland nicht umgesetzt."

Soweit ich weiß, war eine Neu-Übersetzung des Pater Noster in's Deutsche nie ernsthaft geplant, auch wenn sie objektiv betrachtet vielleicht sehr sinnvoll wäre. Wussten Sie, dass bereits der hl. Albertus Magnus im 13. Jahrhundert das lateinische "et ne nos inducas in tentationem" im Sinne von "und führe uns in der Versuchung" interpretiert hat?
St. Domenico Savio
Nein, das wusste ich nicht
Oenipontanus
Thomas von Aquin interpretiert so:
"et ne nos inducas, quod idem est quod: fac nos non consentire" - "et ne nos inducas, was dasselbe ist wie: mach, dass wir nicht einwilligen!" (Super Matthaeum, Reportatio Petri de Andria, Capitulum 6, Versiculus 13)
Auch bei Thomas ist also keine Rede davon, dass wir im Vater Unser darum bitten, dass Gott uns nicht in Versuchung führen möge, sondern davon, …More
Thomas von Aquin interpretiert so:

"et ne nos inducas, quod idem est quod: fac nos non consentire" - "et ne nos inducas, was dasselbe ist wie: mach, dass wir nicht einwilligen!" (Super Matthaeum, Reportatio Petri de Andria, Capitulum 6, Versiculus 13)

Auch bei Thomas ist also keine Rede davon, dass wir im Vater Unser darum bitten, dass Gott uns nicht in Versuchung führen möge, sondern davon, dass Gott uns helfen möge, nicht einzuwilligen in die Versuchungen, die an uns herantreten.
alfredus
Ökumenische Messe ohne Wandlungsworte ... ? Auch das wäre dem Bischof von Rom, Franziskus zuzutrauen ! Dann wäre das eigentliche Ziel des Konzils erreicht : ... der eine Ökumenische Glaube ! Vieles weist in diese Richtung : ... die protestantische Ausrichtung der Katholizität und die übertriebene Ökumene und nicht zuletzt, der synodale Weg der Bischöfe !