Perception is Reality: Warum Russland sich zu Recht bedroht fühlte (globalbridge.ch)

Perception is Reality: Warum Russland sich zu Recht bedroht fühlte

25. April 2022
Christian Müller

Nicht was wir sagen, ist entscheidend, sondern wie es verstanden wird. Die Manager in der Wirtschaft wissen das. Die meisten Politiker und auch die meisten Journalisten aber haben das noch nicht begriffen. Ein persönlicher Kommentar von Christian Müller.

Es war eines meiner unvergesslichen Erlebnisse. Wir hatten eine harte Diskussion, ich, als CEO einer der damals zehn grössten Medien-Gruppen der Schweiz, und mein Verwaltungsrat. Ich verteidigte mich gegen einen Vorwurf des Verwaltungsrates und sagte, ich hätte es ja gesagt. Aber die Antwort war, und sie kam von Marco de Stoppani, dem ehemaligen «Leiter Verlag und Druck» der NZZ: «Vergiss nicht! Perception is Reality! Nicht was Du gesagt hast, ist wichtig, sondern wie es angekommen ist und wie es verstanden wurde.»

US-Panzer vor dem Verlad in Savannah (Georgia, USA) für die NATO-Manöver «Defender Europe 21» am Schwarzen Meer. @ Army Times

Wie recht Marco de Stoppani doch hatte! Wer immer etwas sagt oder schreibt oder tut, entscheidend ist, wie das verstanden wird, nicht was er selbst damit meint oder gemeint hat. Darauf hat gerade auch wieder der bekannte US-Politologe John J. Mearsheimer in seiner Analyse des Krieges in der Ukraine aufmerksam gemacht: «Viele Menschen im Westen glauben nicht, dass es sich [bei der NATO-Osterweiterung] um eine existenzielle Bedrohung für die Russen handelt, aber was sie glauben, ist irrelevant, denn das Einzige, was zählt, ist, was Putin und seine russischen Kollegen denken, und sie halten die NATO-Osterweiterung für eine existenzielle Bedrohung.» («Lots of people in the West do not believe it is an existential threat to the Russians, but what they believe is irrelevant because the only thing that matters is what Putin and his fellow Russians think, and they think it is an existential threat.»)

Russland hatte Grund, die Osterweiterung als Bedrohung zu empfinden
Die NATO-Erweiterung nach Osten ist nicht nur geographisch sichtbar gegen Russland gerichtet, auch das Vorgehen und die Geschwindigkeit der Aufnahmen neuer Länder in die Mitgliedschaft der NATO zeigt dies deutlich.
Das jüngste Beispiel: Das an Griechenland grenzende Binnenland Mazedonien war für Verhandlungen für eine Mitgliedschaft in der EU und in der NATO gesperrt, weil Griechenland – selbst Mitglied der NATO und der EU – des Namens «Mazedonien» wegen schon in den 1990er Jahren das Veto gegen solche Verhandlungen eingelegt hatte. Der Name «Mazedonien» gehöre Griechenland, wurde argumentiert. Über 20 Jahre später, im Jahr 2018, wurde ein Kompromiss gefunden, das Land solle künftig «Nordmazedonien» heissen, worauf Griechenland seine Blockierung der NATO- und EU-Verhandlungen zurückziehen werde. Am 11. Januar 2019 stimmte das mazedonische Parlament der Namensänderung ihres Staates mit einer Stimme über der notwendigen Zweidrittelsmehrheit zu. Bereits am 21. Januar, also nur zehn Tage später (!) und noch bevor auch das griechische Parlament am 25. Januar den neuen Namen «Nordmazedonien» akzeptierte und noch bevor der neue Name «Nordmazedonien» am 12. Februar offiziell in Kraft trat, reiste der zuständige Chef der NATO-Division «Nachrichtendienst und Sicherheit», Botschafter Arndt Freytag von Loringhoven, nach Skopje, um dort die «Reformen» der mazedonischen «Verteidigungs- und Sicherheitssysteme» zu besprechen. Ab sofort durfte «Nordmazedonien» an NATO-Treffen teilnehmen, und nur ein Jahr später, am 27. März 2020, wurde Nordmazedonien als 30. Land auch formell in die NATO-Mitgliedschaft aufgenommen.
Auf dem Deutschlandfunk konnte man dazu lesen: «Für die NATO hat der Beitritt der ehemaligen jugoslawischen Republik eine symbolisch-strategische Bedeutung. Wichtig, weil die NATO aus ihrer Sicht damit eine weitere Lücke auf dem Balkan schließt und den Einfluss Russlands in Grenzen hält. Auch der mazedonische Ministerpräsident Zoran Zaev warnte vor ‹ernsten, existenziellen Gefahren› für sein Land, sollte es von der transatlantischen Integration ausgeschlossen bleiben. Zudem stellte Zaev immer wieder die Rechnung auf: NATO ist gleich EU ist gleich mehr Wohlstand.»

NATO-Manöver an der russischen Grenze
Wenn die NATO militärische Manöver durchführt, führt sie diese nicht dort durch, wo sie gegründet wurde und wo sie seit vielen Jahrzehnten schon besteht, in den USA oder im Westen Europas, sondern immer nahe der russischen Grenze. Im Herbst 2019 zum Beispiel kündigte die US-Army die «grössten Manöver seit 25 Jahren» an, mit 37’000 beteiligten Soldaten, wovon 20’000 Soldaten und jede Menge Panzer extra aus den USA eingeflogen werden sollen – und dann auch eingeflogen wurden. Und diese gigantischen Manöver mit dem Namen «Defender 2020» wurden an der Grenze zu Russland durchgeführt, vor allem auch in den baltischen Staaten. (Der Covid-Pandemie wegen musste dann das Manöver allerdings vorzeitig wieder abgebrochen werden.)
Auch die NATO-Manöver «Defender 2021» wurden wieder an der russischen Grenze durchgeführt, mit 28’000 beteiligten Soldaten aus 26 Ländern. Inbegriffen dabei waren diesmal auch Manöver am Schwarzen Meer, also auch im Süden an der Grenze Russlands.
Und auch die Manöver «Defender Europe 2022» sollen mit 33’000 Soldaten aus 26 Ländern stattfinden – diesmal vor allem in Norwegen zur Ausbildung der Streitkräfte bei extrem tiefen Temperaturen. (Schweden und Finnland an der russischen Grenze sind – noch – keine NATO-Mitglieder.)

US-Militärbasen rings um Russland
Die USA unterhalten, je nach Definition der Funktion und der Grösse, gegen tausend Militärbasen ausserhalb ihres eigenen Landes, nicht zuletzt rings um Russland. Im Kosovo zum Beispiel, einem mit Hilfe von NATO-Bomben von Serbien abgetrennten und jetzt sogenannt unabhängigen Staat im Bereich des früheren Jugoslawien, erstellten die USA sofort eine neue Militärbasis: Camp Bondsteel. Sie ist fast vier Quadratkilometer gross und beherbergt ständig 7000 US-Soldaten.
Aber auch in Rumänien, in Deveslu, wurde schon im Jahr 2013 eine US-Raketenbasis errichtet, und auch in Polen, in Redzikowo, im Jahr 2016. Warum?

Aus der Geschichte gelernt
Russland erinnert sich aber vor allem auch an die Kuba-Krise 1962. Nachdem die USA sowohl in der Türkei als auch in Italien gegen die Sowjetunion gerichtete Mittelstrecken-Raketen installiert hatten, begann die Sowjetunion – damals unter Nikita Chruschtschow – auf Kuba, nicht allzu weit von Florida entfernt, ihrerseits Mittelstrecken-Raketen zu stationieren. Das empfanden nun die USA als klare Bedrohung und sie reagierten. John F. Kennedy kam mit dem sowjetischen Botschafter Kontakt auf und sie vereinbarten mit Zustimmung Chruschtschows den Abzug der Raketen aus Kuba (öffentlich sichtbar) und aus der Türkei und Italien (geheim, zur Gesichtswahrung der USA). Die USA haben damit aber weltweit demonstriert, dass Militär- und Raketenbasen in unmittelbarer Nähe als Bedrohung verstanden werden müssen.

Und all das keine «Bedrohung»?
Die Erweiterung der NATO bis an die Grenzen Russlands, die Errichtung neuer US-Militärbasen (wie zum Beispiel Camp Bondsteel im Kosovo) und die Installation von Raketenbasen (wie zum Beispiel in Deveslu in Rumänien oder in Redzikowo in Polen): Warum soll Russland das alles nicht als Bedrohung verstehen dürfen?
«Perception is Reality», wie etwas verstanden wird, ist die Realität. Das sollten nicht nur die Manager grosser Firmen, sondern auch die Journalisten und die Politiker endlich begreifen.
Russland fühlte sich durch die USA und die NATO – nicht zuletzt auch durch die intensiven Waffenlieferungen an die Ukraine – zunehmend bedroht, wie John J. Mearsheimer das richtig analysierte. Deshalb verlangte Russland im Dezember 2021 von den USA und von der NATO Sicherheitsgarantien. Beide, die USA und die NATO, waren aber nicht bereit, solche abzugeben, ja sie intensivierten sogar noch ihre Waffenlieferungen an die Ukraine. Einmal mehr eine unmissverständliche Provokation.
Und da soll man erstaunt sein, wenn Russland – leider – mit dem Angriff auf die Ukraine reagierte?
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nujaas Nachschlag
Giibt es eigentlich jemanden, der sich durch russische Atomwaffen in Königsberg bedroht fühlt?
Bedroht werden ist eine Realität, nicht nur ein Gefühl. Warum wird amerikanische Drohung gesehen, die russische aber , jedenfalls von Deutschen, eher nicht?
Waagerl
Arme Christenheit! Wehe wenn das Böse sich entfesselt!

Hier scheint einigen garnicht bewusst zu sein, auf wen sie sich eingelassen haben. Es könnte nämlich sein, dass diese Lawine die da ausgelöst wird, auf uns alle zurückfällt! Illuminaten und Freimaurer führen offen Krieg gegen Wladimir Putin
Jacobus de Voragine
Es gab zu keinem Zeitpunkt in der Regierungszeit von Wladimir Putin einen Grund für die russische Nomenklatura, sich von irgendeiner Nation bedroht zu fühlen. Im Gegenteil. Russland wurde unter Putin zunehmend zu einer Bedrohung für "Bruderländer" der ehemaligen Sowjetunion. Aber es ist immer wieder recht vergnüglich anzuschauen, wie die russische Propaganda einfache Menschen emotional ergreift. …More
Es gab zu keinem Zeitpunkt in der Regierungszeit von Wladimir Putin einen Grund für die russische Nomenklatura, sich von irgendeiner Nation bedroht zu fühlen. Im Gegenteil. Russland wurde unter Putin zunehmend zu einer Bedrohung für "Bruderländer" der ehemaligen Sowjetunion. Aber es ist immer wieder recht vergnüglich anzuschauen, wie die russische Propaganda einfache Menschen emotional ergreift. Springer & Jakoby konnten das nicht besser! Nur sind die ebenso in die Insolvenz geschlittert wie es demnächst unserem kleinen Schwarzenegger-Verschnitt aus dem Osten widerfahren wird.
alfredus
@Bethlehem 2014 Sie würden sich auch wehren, wenn ihr Nachbar mit Gewalt an Ihr Grundstück heran rücken würde ... ! So geht es Russland, obwohl keine Osterweiterung der Nato Russland zugesagt wurde, haben sich mehrere Oststaaten der Nato angeschlossen und damit den Bereich der Nato ausgedehnt. Nachdem Russland nicht reagiert hat, war man der Meinung die Ukraine in die Nato aufnehmen zu müssen. …More
@Bethlehem 2014 Sie würden sich auch wehren, wenn ihr Nachbar mit Gewalt an Ihr Grundstück heran rücken würde ... ! So geht es Russland, obwohl keine Osterweiterung der Nato Russland zugesagt wurde, haben sich mehrere Oststaaten der Nato angeschlossen und damit den Bereich der Nato ausgedehnt. Nachdem Russland nicht reagiert hat, war man der Meinung die Ukraine in die Nato aufnehmen zu müssen. Dadurch wurde die rote Linie überschritten und Russland hat reagiert. Für Amerika ist die Ukraine von strategischer Bedeutung, nicht nur wegen der Bodenschätze, sondern im Prinzip der Blockbildung von Ost und West ! Daher hat man die Ukraine mit Waffen und Gütern beliefert und durch einen Putsch Selenskyi an die Macht gebracht ! Das sind die Fakten, nun reden Sie !
nujaas Nachschlag
Haben Sie eigentlich zur Kenntnis genommen, daß in Königsberg mittllerweile russische Atomwaffen lagern?
Bethlehem 2014
Wenn mein Nachbar mit Gewalt heranrückt, werde ich deshalb doch nicht widerechtlich sein Grunstück betreten und meine Nachbarin mit ihren Kindern umbringen!
Wilgefortis
Ich (bzw. bis 1955 meine Eltern mit Österreich) musste auch damit leben, in Österreich bis 1955 dierussischen Truppen an der Bayerischen Grenze zu haben. Im Bayerischen Wald konnte man die tschechischen Wachtürmen sehen und 1968 im August, kurz vor meinem 11. Geburtstag erlebte ich zu meinem großen Schreck die Ängste meiner Eltern über den Einmarsch nach Prag. Alles Realität - ab Hof die DDR.
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Ich (bzw. bis 1955 meine Eltern mit Österreich) musste auch damit leben, in Österreich bis 1955 dierussischen Truppen an der Bayerischen Grenze zu haben. Im Bayerischen Wald konnte man die tschechischen Wachtürmen sehen und 1968 im August, kurz vor meinem 11. Geburtstag erlebte ich zu meinem großen Schreck die Ängste meiner Eltern über den Einmarsch nach Prag. Alles Realität - ab Hof die DDR.
Deshalb kam auch keiner auf die Idee, die Tschechoslowakei anzugreifen.
pacem
@Bethlehem 2014 Tatsächlich könnte es helfen, wenn man die klaren Aussagen die Russland seit Jahrzehnten zu diesem Thema macht, ernst nimmt und nicht ignoriert. Da Sie jedoch die Hintergründe scheinbar nicht kennen: Die USA hat ca. 800 Militärbasen weltweit auf dem Territorium anderer Länder, die im Kriegsfall natürlich gegen Russland eingesetzt werden können. (Russland hat 18 Militärbasen …More
@Bethlehem 2014 Tatsächlich könnte es helfen, wenn man die klaren Aussagen die Russland seit Jahrzehnten zu diesem Thema macht, ernst nimmt und nicht ignoriert. Da Sie jedoch die Hintergründe scheinbar nicht kennen: Die USA hat ca. 800 Militärbasen weltweit auf dem Territorium anderer Länder, die im Kriegsfall natürlich gegen Russland eingesetzt werden können. (Russland hat 18 Militärbasen außerhalb des eigenen Territoriums) In Deutschland sind u.a. amerikanische Atomwaffen stationiert. Die rote Linie, von der Russland schon lange spricht, besteht darin, daß auch in der Ukraine amerikanische bzw. Natowaffen stationiert werden, was der Fall sein wird, sobald die Ukraine der Nato beitritt. Die USA kann so Krieg gegen Russland führen, ohne daß die eigene Bevölkerung unmittelbar bedroht ist (solange der Krieg nicht zu einem Weltkrieg eskaliert). Die Menschen in der Ostukraine wehren sich dagegen, da sie mit Russland durch ihre Abstammung und Verwandte eng verbunden sind. Der Westen unterstützt den Krieg der Westukraine gegen die eigene Bevölkerung im Osten um das Ziel zu erreichen, daß auch die Ukraine - entgegen den 1991 getroffenen Vereinbarungen - als ehemaliges Mitglied des Warschauer Paktes der Nato beitritt. overseasbases.net/…ds/5/7/1/7/57170837/deutsche_die_fakten_obracc.pdf
Bethlehem 2014
Die Ukraine ist ein souveräner Staat und darf durchaus der NATO beitreten, wenn sie will.
Wer wollte ihr dies verbieten?
Etwa USA und Rußland 1991?
Seltsame Souveränität - seltsames Geschichtsbewußtsein! Das ist ja nun auch schon 30 Jahre her - das ist sicherlich nicht in Stein gemeißelt und muß durchaus nicht in alle Ewigkeit so gelten!
Ich hatte übrigens die USA gar nicht erwähnt.
Komisch,…More
Die Ukraine ist ein souveräner Staat und darf durchaus der NATO beitreten, wenn sie will.
Wer wollte ihr dies verbieten?
Etwa USA und Rußland 1991?
Seltsame Souveränität - seltsames Geschichtsbewußtsein! Das ist ja nun auch schon 30 Jahre her - das ist sicherlich nicht in Stein gemeißelt und muß durchaus nicht in alle Ewigkeit so gelten!
Ich hatte übrigens die USA gar nicht erwähnt.
Komisch, daß - sobald man "gegen" Rußland spricht, die Schweinereien der USA angeführt werden. Die aber machen die Schweinereien Rußlands doch nicht besser!
pacem
Ich denke, Sie hatten eine Frage gestellt, ich habe versucht etwas zur Beantwortung beizutragen, aber Sie wollen nicht verstehen. Oder Sie haben meine Antwort gar nicht richtig gelesen? Und ich würde sagen, Sie haben ein merkwürdiges Verständnis von Vereinbarungen, das zwar dem Usus westlicher Politiker entspricht, aber nicht unbedingt den christlichen Werten und den 10 Geboten.
Kirchfahrter Archangelus
@pacem Die meisten Foristen sind an einer integren, ergebnisoffenen Diskussion gar nicht interessiert. Sie plappern nach, was sie in den Medien aufgenommen und glauben, verstanden zu haben. Es wird provoziert, emotionalisiert und gezielt mißverstanden. Wenn ihr überschaubarer Phrasen-Fundus dann erschöpft ist oder veränderte Fragestellungen aufkommen, kneifen sie „mangels Masse“. Wenn sie …More
@pacem Die meisten Foristen sind an einer integren, ergebnisoffenen Diskussion gar nicht interessiert. Sie plappern nach, was sie in den Medien aufgenommen und glauben, verstanden zu haben. Es wird provoziert, emotionalisiert und gezielt mißverstanden. Wenn ihr überschaubarer Phrasen-Fundus dann erschöpft ist oder veränderte Fragestellungen aufkommen, kneifen sie „mangels Masse“. Wenn sie einen in die Flucht schlagen wollen, bieten Sie ihm also einfach einen offenen Argumentationsaustausch an... 😉
Bethlehem 2014
@pacem Natürlich hab ich Ihre Ausführungen gelesen! - Aber ich muß nicht in allem Ihrer Meinung zustimmen! - Nochmal: natürlich sind Worte bindend. Doch allein die Tatsache, daß man damals - vor einer Generation - bewußt keine schriftliche Version gefaßt hat, beweist doch, daß man sich damals schon bewußt war, daß dieses mündliche Versprechen nicht ewig halten wird! Dinge (und Meinungen) …More
@pacem Natürlich hab ich Ihre Ausführungen gelesen! - Aber ich muß nicht in allem Ihrer Meinung zustimmen! - Nochmal: natürlich sind Worte bindend. Doch allein die Tatsache, daß man damals - vor einer Generation - bewußt keine schriftliche Version gefaßt hat, beweist doch, daß man sich damals schon bewußt war, daß dieses mündliche Versprechen nicht ewig halten wird! Dinge (und Meinungen) entwickeln sich! Das war doch damals kein Ehevertrag, der so lange gilt, bis einer stirbt! Da braucht man doch nur ein ganz klein wenig Geschichtskenntnis!
Oder haben Sie - oder wer auch immer - im Ernst gedacht, das mündliche Abkommen von 1991 gelte bis zum Jüngsten Tag???
martin
Wenn es mal eine Preisverleihung gibt für die dämlichste Frage, werde ich Dich Bethlehem 2014, nominieren ! Wenn Du nicht völlig gehirngewaschen bist weisst Du das sich Russland von Amerika zurecht bedroht fühlt. Den Rest der Länder kannst du vergessen. Der sogenannte Westen ist nur der Steigbügelhalter der USA und der "normale Ukrainer" das Bauernopfer auf Amerikas Schachbrett. Selenski und Co. …More
Wenn es mal eine Preisverleihung gibt für die dämlichste Frage, werde ich Dich Bethlehem 2014, nominieren ! Wenn Du nicht völlig gehirngewaschen bist weisst Du das sich Russland von Amerika zurecht bedroht fühlt. Den Rest der Länder kannst du vergessen. Der sogenannte Westen ist nur der Steigbügelhalter der USA und der "normale Ukrainer" das Bauernopfer auf Amerikas Schachbrett. Selenski und Co. eine korrupte Marionette Amerikas, der von den westlichen Medien zum Volkshelden aufgeblasen wird.
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Die USA, NATO und EU wissen wie Russland das empfinden wird. Sie handeln mit Übungen und der Osterweiterung so, wie man mit einem geachteten Gegenüber nicht umgeht. So handelt man nur, wenn die Freundschaft aufgekündigt wird.
Bethlehem 2014
Aha - wieder was gelernt! Rußland (wohlbemerkt: eine hochgerüstete Atommacht!) fühlte sich also "bedroht".
Von wem eigentlich? von der Ukraine...?
Da werden wir mal klar mit Putin über die Gefühle Rußlands reden müssen...
charlemagne
Die militärische Entwicklung geht weiter. Raketenschutzschilde können die nukleare Bedrohung teilweise außer Kraft setzen; daher ist es für Russland nicht unerheblich ob die Ukraine ein neutraler oder ein militärisch hochgerüsteter Staat (NATO Mitglied) ist. Der Überfall der deutschen Wehrmacht im Juni 1941 ist tief in der russischen Seele verankert (Gefühle Rußlands).
nujaas Nachschlag
Nun hat Rußland in der Ukraine unter Beweis gestellt, daß es über eine Rakete verfügt, die die westliche Abwehr nicht abschießen kann, weil sie zu schnell ist. Sehr viele davon dürften sie nicht haben, die Herstellung ist sehr teuer und dauert auch, aber für die nukleare Drohung reicht das locker und wurde wohl auch so verstanden.